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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus

corilon violins

Seltene Violine von William G. Geary, London 1930

William George Geary ist eine überaus interessante Figur im englischen Geigenbau des frühen 20. Jahrhunderts. Als talentierter Quereinsteiger behauptete er sich in einem Handwerk, das besonders zur Herausbildung von Familiendynastien und starken Lehrer-Schüler-Beziehungen neigt. Schon als Kind hatte Geary eine ausgesprochene Vorliebe für feine Werkzeuge – und für Violinen, wurde aber zunächst Lithograf und fand erst spät eine Möglichkeit, den Geigenbau unter der Anleitung von W. B. Prince in Tooting zu erlernen. Seine Arbeiten fanden unter herausragenden Musikern seiner Zeit Anerkennung, und auch die hier angebotene, im Jahre 1930 gebaute Violine zeichnet sich durch ihre handwerkliche Qualität und guten musikalischen Eigenschaften aus. Geary verarbeitete mitteljährige Fichte für die Decke und eng geflammten Ahorn für den zweiteiligen Boden, wertvolle Tonhölzer, die er mit einem reichhaltigen Öllack von orange-goldener Farbe bedeckte. Die elegante Schnecke ist ein guter Ausweis der Fähigkeiten W. G. Gearys, dessen handgeschriebener und datierter Originalzettel die Herkunft des Instruments belegt. Wir bieten diese besondere Violine in rissfreiem, sehr gut erhaltenem Zustand an, mit reizvollem, leichtem Craquelée, wie es einem Instrument ihres Alters gut steht. Hell und warm entfaltet sich der Klang der sehr leicht ansprechenden Geige, offen und klar, mit einem dunklen Unterton.

Verkauft
Inventarnummer: 1197
Herkunft: London
Erbauer: William George Geary
Bodenlänge: 35,6 cm
Jahr: 1930
Klang: Hellwarmoffendunkler Unterton
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