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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus
Silbermontierter Geigenbogen, August Rau
Dieser Bogen stammt aus der Werkstatt des Markneukirchner Bogenmachers August Rau. Rau erlernte das Handwerk des Bogenmachers in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts bei der Familie Nürnberger und arbeitete danach einige Zeit in Dresden. Mit einem reichen Schatz an Erfahrungen, die er bei den renommierten Bogenmachern Knopf und Weichold sammelte, eröffnete er 1890 seine eigene Werkstatt in Markneukirchen. Dort fertigte er Anfang des 20. Jahrhunderts diesen oktagonalen Bogen aus feinem, mittelstarkem und elastischem Fernambukholz. Ein hinreißend schöner Perlmuttschub und ein silbergefasstes Pariser Auge zieren den markanten, Silber-montierten Ebenholzfrosch. Der insgesamt 74,2 cm lange Bogen ist AUG.RAU gestempelt, sein gefühlter Schwerpunkt liegt mittig. Gemessen liegt er bei 26,0 cm, der Bogen erzeugt einen warmen, weichen und tiefen Klang.
Herkunft: Markneukirchen
Erbauer: August Rau
Gewicht: 60,8 g
Jahr: 1910 circa
Klang: Warm, weich, tief
