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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus
Feine und schöne Markneukirchner Violine
Um 1910 fertigte ein sehr erfahrener Markneukirchener Geigenbauer diese Violine, eine besonders gelungene Handarbeit nach dem Stradivari-Modell. Feinste Tonhölzer beweisen das große ästhetische Gespür des Unbekannten; ihre sorgfältige Verarbeitung zeugt von Kunstfertigkeit und musikalischer Bildung. So bestimmt der gleichmäßig und tief geflammte Ahorn, aus dem der fast perfekt symmetrische, zweiteilige Boden sowie Zargen, Hals und Schnecke gearbeitet sind, die harmonische Erscheinung des Instruments. Elegant und äußerst präzise sind die F-Löcher aus der feinjährigen, zum Rand hin leicht verbreiternd gemaserten Fichte geschnitten; weit ausgearbeitet und charaktervoll ist die Schnecke. Der leicht patinierte, goldgelb-orange leuchtende Lack zeigt, dass frühere Besitzer die Geige mit größter Sorgfalt behandelt, aber gleichwohl viel gespielt haben. Ein selten schönes Instrument in bestem Zustand, dessen Klang ebenso stark und präzise wie ausgereift und warm ist.
Herkunft: Markneukirchen
Erbauer: Unbekannt
Bodenlänge: 35,6 cm
Jahr: 1910 circa
Klang: Stark, klar, warm, edel
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