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corilon violins

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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus

corilon violins

Prachtvolle frühe süddeutsche Meistergeige

Aus feinsten Hölzern hat ein unbekannter süddeutscher Geigenbauer um 1750 diese prachtvolle Violine geschaffen: ein hochinteressantes Meisterinstrument mit prägnanter Wölbung, ausgeprägter Hohlkehle, opulent ausgeführtem Rand und markanter Schnecke, ganz im Stil des 18. Jahrhunderts. Ihr „städtischer“ Charakter unterscheidet die Geige von vielen zeitgenössischen Instrumenten aus der Region und lässt an eine Herkunft aus einer der großen, einflussreichen Städte Süddeutschlands denken. Die musikalische Wertschätzung, die ihr entgegengebracht wurde, beweisen intensive Spielspuren, insbesondere an dem aus wunderbar gleichmäßigem Vogelaugenahorn gearbeiteten Boden. Ausgestattet mit einem Steg von W. E.Hill & Sons, trägt die Geige eine Inventarnummer der renommierten Londoner Firma im Griffbrett. Die Decke aus edler, feinjähriger Fichte weist einige Restaurationen auf und ist mittig stark gedunkelt. So faszinierend und rätselhaft die Erscheinung dieser Violine ist, so klar und differenziert ist ihr farbenreicher Klang, den sie spielfertig nach einer gründlichen Durchsicht unseres Geigenbauers entfaltet.

Inventarnummer: 1901
Herkunft: Süddeutschland
Erbauer: Unbekannt
Bodenlänge: 35,7 cm
Jahr: 1750 circa
Klang: Klardifferenziert
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