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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus
Klangstarke sächsische Violine, 19. Jahrhundert
Ein kraftvolles Instrument mit sehr guten Klangeigenschaften ist diese Violine, die um das Jahr 1900 nach dem Stradivari-Modell gebaut wurde. Mit ihrem ausgeglichenen, hellen, warmen und offenen Klang ist sie ein hervorragendes Beispiel qualitätvoller sächsischer Handarbeit. Das mitteljährige Fichtenholz, das für die Decke verwendet wurde, zeigt eine interessante, unregelmäßige Maserung, mit der der stark geflammte Ahornboden sehr gut harmoniert. Der transparente, dünn aufgetragene, hellbraun-orange Lack über goldgelbem Grund, die akkurate, hellbraune Randeinlage und die kleine, hübsche Schnecke bestimmen die überaus angenehme optische Erscheinung der Geige. Zu ihren Vorbesitzern muss ein guter Musiker gehört haben, denn die Spielspuren auf der Decke lassen darauf schließen, dass das Instrument häufig in hohen Lagen gespielt wurde. Unbeschädigt und in sehr gutem Zustand lädt die Violine dazu ein, ihre weiten musikalischen Möglichkeiten erneut zu erforschen.
Herkunft: Sachsen
Erbauer: Unbekannt
Bodenlänge: 35,6 cm
Jahr: 1890 circa
Klang: Hell, warm, offen
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