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        <name>Corilon violins</name>
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    <updated>2026-05-05T06:43:04+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Über Pierre Guillaume, Experte für französische Streichbögen (Maison Bernard)</title>
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                                            Biographie und Information zu Pierre Guillaume und das Guillaume Zertifikat für Streichbögen
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                 In der reichen Tradition französischer Bogenmacherkunst nimmt&amp;nbsp; Pierre Guillaume &amp;nbsp;einen besonderen Platz ein. Als international anerkannter Meister und Gutachter vereint er handwerkliche Präzision, ästhetisches Feingefühl und wissenschaftlich fundierte Expertise zu einem außergewöhnlichen Profil. 
 Herkunft und Ausbildung von Pierre Guillaume 
 Geboren 1954 in Belgien, entdeckte Pierre Guillaume schon früh seine Leidenschaft für den Bogenbau und die klangliche Ausdruckskraft des Bogens. Seine Ausbildung erfolgte in der klassischen Mirecourt-Tradition – jener Schule, die über Generationen hinweg Maßstäbe französischer Handwerkskunst gesetzt hat. Guillaume lernte bei herausragenden Meistern wie&amp;nbsp; C. A. Bazin ,&amp;nbsp; Louis Morizot &amp;nbsp;und&amp;nbsp; Bernard Ouchard . Diese fundierte Lehre gab ihm das Rüstzeug, eigene Wege zu beschreiten, ohne die Verwurzelung in der französischen Tradition zu verlieren.&amp;nbsp;    
 Atelier und beruflicher Werdegang von Pierre Guillaume 
 Seit Mitte der 1980er-Jahre führt Pierre Guillaume seine Werkstatt- und Expertentätigkeit in&amp;nbsp; Brüssel , wo er mit dem traditionsreichen&amp;nbsp; Atelier Maison Bernard &amp;nbsp;verbunden ist – einem Haus, das seit 1868 für höchste Kompetenz in der Pflege und Restaurierung von Streichinstrumenten steht. 
 Hier verbindet Guillaume seine Tätigkeit als Hersteller hochwertiger Streichbögen mit der Arbeit als&amp;nbsp; gerichtlich vereidigter Sachverständiger &amp;nbsp;für französische Bögen. Seine Werkstatt ist ein Ort der Begegnung zwischen Tradition und moderner Handwerkskultur, in dem Präzision, Materialkenntnis und klangliche Sensibilität zusammenfinden. 
 Expertise und Gutachtertätigkeit von Pierre Guillaume 
 Neben dem Neubau feiner Streichbögen ist Pierre Guillaume weltweit geschätzt als&amp;nbsp; Experte für Authentifizierung und Bewertung &amp;nbsp;historischer wie moderner Bögen. Guillaume Zertifikate gelten im internationalen Handel, unter Musikerinnen und Musikern wie auch bei Sammlerinnen und Sammlern als Inbegriff fachlicher Verlässlichkeit. Darüber hinaus ist er&amp;nbsp; Sachverständiger im Auftrag der Staatsanwaltschaft von Brüssel &amp;nbsp;– ein Amt, das die besondere Seriosität und Glaubwürdigkeit seiner Gutachtertätigkeit unterstreicht. 
 Bedeutung des Guillaume-Zertifikats für Sammler und Musiker 
 Für Musikerinnen, Musiker und Sammler bildet Pierre Guillaume eine Schnittstelle zwischen&amp;nbsp; kunsthandwerklichem Bogenbau &amp;nbsp;und&amp;nbsp; wissenschaftlich dokumentierter Expertise . Ein&amp;nbsp; Guillaume-Zertifikat &amp;nbsp;steht für die gesicherte Herkunft, Authentizität und Qualität eines Bogens – und ist damit nicht nur ein Dokument der Provenienz, sondern auch ein Garant des künstlerischen Wertes. 
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                            <updated>2025-11-10T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">„Die feinste Art der Holzbearbeitung“: Hieronymus Köstler</title>
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                                            Über Hieronymus Köstler, den Stuttgarter Experten für alte Streichinstrumente, Restaurateur und Geigenbauer
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                 Über den Stuttgarter Experten für alte Streichinstrumente, Restaurateur und Geigenbauer Hieronymus Köstler 
 Eine der ersten Adressen in der Welt der antiken Instrumente ist die Stuttgarter Werkstatt von  Hieronymus Köstler , in der seit 1982 wertvolle Meisterwerke des Geigenbaus restauriert, begutachtet und gehandelt werden – ein kurzes Porträt des Stuttgarter Experten für alte Streichinstrumente. Mit gerade 16 Jahren verließ Hieronymus Köstler seine Heimatstadt  München , um an der renommierten Geigenbauschule in  Mittenwald  die, wie er sagt, „wohl feinste Art der Holzbearbeitung“ zu erlernen. Nach seiner Ausbildung, die er als jüngster seines Jahrgangs absolviert hatte, wandte sich der junge Geigenbauer der Geschichte seiner Kunst zu und spezialisierte sich zielstrebig als Meister der Restaurierung historischer Streichinstrumente. Zwei Jahre lang war er als Geselle bei  Max Möller  in Amsterdam, um danach den Sprung in eine der Hauptstädte des Handels mit antiken Instrumenten zu wagen, nach London, wo er vier Jahre lang in der bekannten Werkstatt  J. &amp;amp; A. Beare Ltd.  arbeitete. 
     
 Hieronymus Köstler fand in Stuttgart, der Hauptstadt von Baden-Württemberg, schließlich sehr gute Bedingungen, um sich mit seiner eigenen Werkstatt zu etablieren. Schon vier Jahre nach ihrer Gründung beschäftigte der Wahl-Stuttgarter zehn Gesellen und stieg in den kleinen, exklusiven Kreis international renommierter Experten für die Restaurierung und Begutachtung alter Streichinstrumente auf. Köstler-Expertisen genießen bei Musikern, Sammlern, Händlern und Investoren weltweit vorzügliches Vertrauen. Dass der Experte und Gutachter Hieronymus Köstler vom Fachwissen und der praktischen Erfahrung des Geigenbauers und Restaurators profitiert, liegt dabei auf der Hand. Aber auch umgekehrt beeinflusst die besondere Sensibilität des Experten die praktische Arbeit am Instrument, denn es gehört zu Köstlers Prinzipien, das Original bei der Restaurierung nicht anzutasten.  Wo noch ursprüngliches Holz vorhanden sei, solle nichts davon weggenommen werden – dann könne auch jede restauratorische Maßnahme wieder rückgängig gemacht werden, wenn sie sich als nicht optimal geeignet herausstellt. Von diesen strengen und reflektierten Grundsätzen haben nicht nur wertvolle historische Instrumente profitiert, die in Hieronymus Köstlers Werkstatt restauriert wurden – sondern auch viele Gesellen, die hier ihre Kunst vervollkommnet haben. 
   Verwandte Beiträge:   
  Rembert Wurlitzer  und der Weg der alten Geigen 
  W.E. Hill &amp;amp; Sons : Auf dem Parnass der Geigenbaukunst 
  Geigenbauer in Mittenwald  - Zeitgenössische Meister pflegen ihre Tradition in lebendiger Handwerkskunst 
 Der  Geigenbauwettbewerb Mittenwald  und andere internationale Geigenbauwettbewerbe im Überblick 
  Patrick Robin  - Ein Meister der Kunst und der Lehre 
 Über die  Bewertung alter Geigen  
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                            <updated>2019-08-09T16:54:00+02:00</updated>
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            <title type="text">W. E. Hill &amp; Sons: Auf dem Parnass der Geigenbaukunst</title>
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                                            W. E. Hill &amp; Sons: Eine Londoner Geigen-Legende. Zur Geschichte der berühmten Familie Hill, Stradivari-Experten und ihrer Werkstatt
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                 W. E. Hill &amp;amp; Sons: Eine Londoner Geigen-Legende.  Zur Geschichte der berühmten Stradivari-Experten und ihrer Werkstatt 
  W. E. Hill &amp;amp; Sons  war eines der renommiertesten Unternehmen in der Geschichte des Geigenbaus, das sich nicht nur in umfassender Weise mit Bau und Handel von Streichinstrumenten, Bögen und Zubehör befasste, sondern insbesondere durch seine Expertise in  historischen Streichinstrumenten  legendären Ruf erwarb. 
 W. E. Hill &amp;amp; Sons – Inhaltsübersicht 
 
  Die Wurzeln von W. E. Hill im klassischen Geigenbau  
  W. E. Hill &amp;amp; Sons – auf dem „Parnass der Geigenbaukunst“  
  Eine Legende in der Legende: Die Bogenbau-Werkstatt von W. E. Hill &amp;amp; Sons  
 
 Die Wurzeln von W. E. Hill im klassischen Geigenbau 
 William Ebsworth Hill (1817-1895), Sohn einer alten und sehr angesehenen Londoner Geigenbauer-Familie, trat mit 14 Jahren in die von seinem Vater  Henry Lockey Hill  (1774-1835) und seinem Bruder geführte Werkstatt ein. 1837 blieb er nach dem Tod seines Bruders allein zurück und gründete im folgenden Jahr – nach einem kurzen Intermezzo als angestellter Geigenbauer – seine eigene Werkstatt. Mit ihr erwarb er sich einen guten Ruf als hervorragender Reparateur, erwies sich aber zugleich als erklärter Universalist, der, wenn auch in überschaubarer Zahl, sowohl Streichinstrumente als auch Bögen erlesener Qualität fertigte. 
 W. E. Hill &amp;amp; Sons – auf dem „Parnass der Geigenbaukunst“ 
 William Ebsworth Hill konnte sich ab 1887, nachdem seine vier Söhne in das Unternehmen eingetreten waren, seiner Leidenschaft für die historischen Meisterwerke des  Geigenbaus von Cremona  widmen und avancierte schnell zum führenden  Stradivari -Experten seiner Zeit. Unbestechlich in seinem Urteil, seriös als Geschäftsmann und mit größter Berufserfahrung als Geigenbauer baute William Ebsworth Hill einen überaus erfolgreichen Handel mit den wertvollsten alten Streichinstrumenten auf. Die Räumlichkeiten von „W. E. Hill &amp;amp; Sons“ in der Londoner New Bond Street avancierten zu einem „Parnassus der Geigenbaukunst“ (William Henley), einem internationalen Treffpunkt von Musikern, Künstlern und Sammlern. Um die Jahrhundertwende stand das Unternehmen in seinem frühen Zenit, ausgezeichnet mit zahlreichen Medaillen und Ernennungen zum Geigen- und Bogenmacher der Könige von England, Italien und Portugal sowie weiterer europäischer Herrscher. 
 Eine Legende in der Legende: Die Bogenbau-Werkstatt von W. E. Hill &amp;amp; Sons 
 Für den Erfolg und den anhaltenden Ruhm von W. E. Hill &amp;amp; Sons waren – kaum weniger als der Handel mit den alten Cremoneser Meisterwerken – auch Streichbögen höchster Qualität verantwortlich, die die Hills über die Jahre von einer langen Reihe bester Meister ihres Faches fertigen ließen. Zu ihnen zählen exemplarisch der junge  James Tubbs  (1835-1921), Samuel Allen und William Charles Retfort (1875-1970), die als herausragende Künstler Exponenten des Bogenbaus im 19. und 20. Jahrhundert sind. Als Meisterwerke waren Geigenbögen von W. E. Hill &amp;amp; Sons in aller Regel mit Symbolen gekennzeichnet, die es erlauben, auf ihren Erbauer zurückzuschließen; Bögen von William C. Retfort tragen beispielsweise einen Punkt an der Kopfplatte. Offenbar haben die Hills diese Praxis aber nicht von Anfang an verfolgt, weshalb viele frühe Bögen von James Tubbs neben ihrem W. E. Hill &amp;amp; Sons -Stempel auch den später ergänzten Namensstempel ihres Schöpfers tragen. Im Jahr 1992 endete die lange Geschichte des Unternehmens W. E. Hill &amp;amp; Sons, zu dessen Erben mehrere eigenständige, kleinere Instrumentenhändler zählen, die von Angehörigen der Familie geführt werden. Die Expertisen und Veröffentlichungen der Hills, insbesondere zu  Antonio Stradivari , sind bis heute eine gültige Stimme und Referenz der Musikinstrumentenforschung. 
  Verwandte Beiträge:  
  J. &amp;amp; A. Beare , London: Expertise im Wandel der Zeiten 
  Rembert Wurlitzer  und der Weg der alten Geigen 
  Vatelot-Rampal : Von der Kunst, Geigen zu heilen 
  Le Canu-Millant : Geigenbau und Expertise 
  Jean-François Raffin : Zehn Stunden – und kein Wort 
  Eric Blot , der grosse Experte von Cremona 
  Roland Baumgartner , Experte für alte Geigen 
  Nicolas Lupot  - der zweite große Name neben J.B. Vuillaume 
 Originally published by Corilon violins. 
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            <title type="text">Rembert Wurlitzer und der Weg der alten Geigen</title>
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                                            Rembert Wurlitzer: Einführung in die Geschichte des US-amerikanischen Geigen-Experten und seines Unternehmens 
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                 Rembert Wurlitzer: Einführung in die Geschichte des US-amerikanischen Geigen-Experten und seines Unternehmens 
 Wer die Reise alter Streichinstrumente durch die Zeit verfolgt und dabei immer wieder auf vertraute Namen trifft, der kann sich zuweilen des Eindrucks nicht erwehren, es gebe etwas wie sichere Häfen, die eine antike Geige von Stradivari, Guarneri oder  Vuillaume  beinahe zwangsläufig anlaufen muss; und das nicht selten mehrfach während ihres musikalischen Lebens, das um so viel länger ist als ein Menschenalter. Für rund achtzig Jahre war die Violin-Abteilung des amerikanischen Unternehmens Wurlitzer ein solcher Hafen, an den viele der wertvollsten  Meistergeigen  gelangten, instandgesetzt, begutachtet und gehandelt wurden. Angesichts dieser verschwindend kurzen Zeit – nach dem Maß der Geschichte – hat der Name Wurlitzer erstaunlich oft seinen Platz in den „Biographien“ antiker Instrumente gefunden. Und auch in den Lebensläufen vieler großer Fachleute und Geigenbauer des 20. Jahrhunderts kommt er vor, verbrachten sie doch entscheidende Jahre bei  Rembert Wurlitzer  und wurden auf ihre jeweils eigene Weise zu seinen Erben. 
 Rembert Wurlitzer – Übersicht der Inhalte: 
 
  Rudolph Wurlitzer – die sächsischen Wurzeln der Familie Wurlitzer  
  Rudolph Henry Wurlitzer  
  Rembert Wurlitzer  
 
 Rudolph Wurlitzer – die sächsischen Wurzeln der Familie 
 Weit zurück in die europäische, genauer: in die  sächsische Tradition des Musikinstrumentenbaus  reicht die  Geschichte der Familie Wurlitzer : Aus den vogtländischen Orten Wernitzgrün, Erlbach und Schöneck stammen mehrere, auf verschiedene Instrumentengattungen spezialisierte Zweige der Familie. Ihre verwandtschaftlichen Zusammenhänge werfen viele offene Fragen auf, lassen sich aber durchaus bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. 1853 verließ Rudolph Wurlitzer, ein 1831 geborener Schönecker Instrumentenmacher, seine Heimat, um sich in Cincinnati anzusiedeln und dort den Grundstein für eine der vielseitigsten und erfolgreichsten Unternehmungen zu legen, die die Musikgeschichte der U.S.A. gesehen hat. Entscheidend begünstigt wurde sein Aufstieg durch den Sezessionskrieg, durch den die Firma zu einem der führenden Lieferanten von Blasinstrumenten und Trommeln wurde und stark expandieren konnte. Um die Jahrhundertwende erreichte sie den lang anhaltenden Zenit ihrer Entwicklung, indem die zweite Generation der Familie, geführt durch Rudolphs ältesten Sohn Howard Eugene Wurlitzer, mit sicherem Geschäftssinn auf Bau und Handel der damals äußerst populären automatischen Musikinstrumente setzte. Wenig später schrieb das Unternehmen mit seinen Theaterorgeln an der Kulturgeschichte des Kinos mit, die der Nachfrage nach vielseitigen Begleitinstrumenten für die Stummfilme perfekt entsprachen. 
 Rudolph Henry Wurlitzer 
 Es war nicht zuletzt dieser imposante wirtschaftliche Erfolg, der es Rudolphs zweitem Sohn Rudolph Henry Wurlitzer ermöglichte, im Jahr 1891 nach Berlin zu gehen, um sich bei führenden Persönlichkeiten seiner Zeit - Emanuel Wirth, Oskar Fleischer, Hermann von Helmholtz und August Riechers – in Violinspiel, Musikinstrumentengeschichte, Akustik und Geigenbau ausbilden zu lassen. Ausgestattet mit dieser Expertise demonstrierte er nach seiner Rückkehr in die U.S.A., dass sich die Wurlitzers sehr wohl auch in den erlesensten Nischen des Musikinstrumentengeschäfts zu bewegen verstanden. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs hatten über 200 wertvolle  antike Streichinstrumente  ihren Weg zu Rudolph Henry Wurlitzer gefunden, darunter einige der größten Meisterwerke der Geigenbaugeschichte. 
     
 Rembert Wurlitzer 
 1930 trat Rudolph Henrys Sohn Rembert Wurlitzer in das Unternehmen ein, nachdem auch er an den namhaftesten Orten Europas seine Kunst erlernt hatte. Sein Weg führte ihn nach  Mirecourt , in die Werkstatt Amédée Dieudonnés, wo 22 Jahre später auch  Bernard Millant  und  Etienne Vatelot  ausgebildet werden sollten – um ihr Wissen danach bei dem längst zur weltweit anerkannten Autorität gereiften Rembert Wurlitzer in New York zu vervollkommnen. 
 Nach einem weiteren Jahr in London, als Gast bei Alfred Hill von  W. E. Hill &amp;amp; Sons , kehrte Rembert nach Amerika zurück und übernahm die Führung der Violin-Abteilung der Wurlitzers, die er 1937 nach New York verlegte und 1949 vom familiären Unternehmensverband löste, um sie als eigenständige Firma bis zu seinem Tod im Jahre 1963 zu leiten. In diesen vergleichsweise wenigen Jahren erwarb sich Wurlitzer einen weltweit unangefochtenen Ruf als Experte, dessen Gutachten, Zertifikate und Fotografien bis heute zu den gewichtigsten Referenzen über antike Streichinstrumente zählen. Aber nicht nur als Fachmann, sondern auch als Freund und Förderer großer Musiker, darunter Namen wie Kreisler, Oistrach und Stern, sowie als Vertrauter der Eigentümer wertvoller Instrumente hat sich Wurlitzer seinen bleibenden Platz in die Musikgeschichte erworben. Mehr als die Hälfte der bekannten Stradivari-Instrumente sollen ihren Weg durch sein Geschäft und seine Werkstatt genommen haben. Nach 1963 führte seine Witwe Anna Lee Wurlitzer gemeinsam mit Fernando Sacconi die Geschäfte weiter und konnte mit dem Erwerb der Sammlung Hottinger 1965 einen letzten aufsehenerregenden Markstein der Firmengeschichte setzen, bevor das Unternehmen im Jahre 1974 aufgelöst wurde. 
 Über die Bewertung alter Geigen lesen Sie in unserem Ratgeber  Die Geige: Auswahl, Herkunft und Wert . 
  Literaturhinweise:  Cynthia Adams Hoover, Wurlitzer, 1. History of the Company. In: The new Grove Dictionary of Music and Musicians, Bd. 27, S. 592 ff.; Charles Beare, Wurlitzer, Rembert. A. a. O., S. 594f. 
  Verwandte Beiträge:  
  J. &amp;amp; A. Beare, Beare&#039;s, London: Expertise im Wandel der Zeiten  
  Eric Blot, Experte von Cremona  
  Jean-François Raffin: Zehn Stunden – und kein Wort  
  Roland Baumgartner, der Schweizer Experte für alte Geigen  
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            <title type="text">J. &amp; A. Beare und Beares: Expertise im Wandel der Zeiten</title>
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                                            Zur Geschichte von Beares, Beare &amp; Son und J. &amp; A. Beare, und zu Leben und Werk des Experten Charles Beare
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                 Zur Geschichte von Beares, Beare &amp;amp; Son und J. &amp;amp; A. Beare, London, und zu Leben und Werk des Experten Charles Beare 
 Die Geschichte der Londoner Familie Beare ist ein Lehrstück im gekonnten Spiel der zweiten Geige, wenigstens in ihren ersten einhundert Jahren, in denen die Beares mit ihren Unternehmen im Schatten des legendären Hauses  W.E. Hill &amp;amp; Sons  standen – um sich auf dem Weg ins 21. Jahrhundert mit kaufmännischem Geschick und weltweit anerkannter Expertise schließlich durchzusetzen. Heute stehen die Namen  J. &amp;amp; A. Beare  (Beares) und  Beare &amp;amp; Son  für die besten Traditionen des britischen Streichinstrumentenhandels und seine tief ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Werte. 
     
 Beares, Beare &amp;amp; Son, J. &amp;amp; A. Beare, Charles Beare – Übersicht der Inhalte: 
 
  Frühe Jahre: Von Beare &amp;amp; Son über Beare, Goodwin &amp;amp; Co. zu John &amp;amp; Arthur Beare  
  Charles Beare – Experte, Geschäftsmann und Förderer großer Musiker  
  Beares heute  
 
 Frühe Jahre: Von Beare &amp;amp; Son über Beare, Goodwin &amp;amp; Co. zu John &amp;amp; Arthur Beare 
 Als sich  John Beare  im Jahre 1865, noch nicht einmal 20 Jahre alt, als Instrumentenhändler in London selbständig machte, war der 30 Jahre ältere William Ebsworth Hill schon mehr als ein halbes Berufsleben lang Geigenbauer. Der junge John Beare etablierte sich als findiger und auf vielen Feldern aktiver Unternehmer; er gilt als der erste Großhändler für Musikinstrumente und wagte in den 1880er Jahren sogar eine musikgeschichtlich bedeutende Expedition ins Verlagswesen, als er frühe Werke seines Freundes Edward Elgar publizierte. 1892, fünf Jahre nach der Gründung von W.E. Hill &amp;amp; Sons, folgte auch Beare dem gewachsenen Interesse an antiken Instrumenten und teilte sein Unternehmen in zwei bis heute bestehende Zweige: „Beare &amp;amp; Son“ bezog neue Räume am Londoner Rathbone Place und beschäftigte sich mit dem Handel und dem Bau neuer Instrumente, während sich „Beare, Goodwin &amp;amp; Co.“ in der Wardour Street auf antike Instrumente der Violin-Familie spezialisierte und nach der Jahrhundertwende zu  John &amp;amp; Arthur Beare  umbenannt wurde. 
 Beide Unternehmen prägten die Musikwelt auf ihre Weise.  Beare &amp;amp; Son , zu Beginn von Johns ältestem Sohn Walter Beare geführt, ist bis heute ein erfolgreiches Handelshaus, das neben Streichinstrumenten ein umfangreiches Sortiment an Materialien und Einzelteilen für Geigenbauer und Restaurateure anbietet. Unter neu eingeführten Handelsmarken wie François Barzoni oder Giuseppe Maravelli brachten Beare &amp;amp; Son französische und deutsche Manufakturgeigen mit so großem Erfolg auf den Markt, dass selbst renommierte Auktionshäuser und namhafte Fachautoren hinter den klangvollen Namen zuweilen italienische Geigenbaumeister vermuten. Ein Irrtum, der auch als gute Referenz für die Qualität verstanden werden kann, die die besten Instrumente von Beare &amp;amp; Son erreichten. 
 Auch  John &amp;amp; Arthur Beare , das zweite Unternehmen der Beares, etablierte sich rasch und profitierte von dem guten Ruf  Arthur Beares , den er sich bei hervorragenden Musikern mit seinen Restaurierungen und Tonreglagen erwarb. Sein Sohn William Arthur Beare wurde bei  Marc Laberte  in  Mirecourt  zum Geigenbauer ausgebildet und leitete das Unternehmen ab 1945 mit großem handwerklichem Sachverstand. 1961 schließlich trat  Charles Beare  in das Geschäft ein, nach seiner Ausbildung an der Geigenbauschule Mittenwald und bei  Rembert Wurlitzer  in New York. Charles Beare avancierte zu einem der anerkanntesten Experten für alte Instrumente; dass sich sein Unternehmen über das wechselvolle 20. Jahrhundert hinaus behaupten konnte, ist nicht zuletzt seinem herausragenden Fachwissen zu verdanken. 
   
 Charles Beare – Experte, Geschäftsmann und Förderer großer Musiker 
 Und die Veränderungen, die die Welt alter Streichinstrumente in dieser Zeit erfahren hat, sind denkbar radikal: Als Charles Beare seine berufliche Laufbahn begann, konnte sich ein guter Orchestermusiker mit etwas Mühe durchaus eine alte italienische Meistervioline leisten – zum Ende des Jahrtausends waren jene Instrumente zu Spekulationsobjekten geworden und ihre Preise um das 150- bis 200fache gestiegen, wie Charles Beare in einem Interview mit „The Strad“ 1997 feststellte. Wenn sein Unternehmen von dieser Entwicklung auch unleugbar profitierte, beobachtete er doch stets mit Sorge, dass die besten Streichinstrumente der Geschichte für die Musiker der Gegenwart zunehmend unerreichbar wurden. In vielen Fällen half Charles Beare, diesen Graben zu überbrücken, indem er herausragenden Solisten zu außergewöhnlichen Instrumenten-Sponsorings verhalf, darunter große Namen wie Jacqueline du Pré, Nigel Kennedy und Yo-Yo Ma. 
 Auch die Reputation als Autor, die sich Charles Beare erworben hat, ist vor dem Hintergrund des hochspekulativen Streichinstrumentenmarktes von Bedeutung. Experten, die die anerkannten Originale der großen Geigenbauer gründlich studieren konnten, waren immer schon Ausnahmeerscheinungen; sie sind es aber um so mehr, seit diese Instrumente zu Wertanlagen wurden, die nur noch äußerst selten ihren Besitzer wechseln. Die unmittelbare Inaugenscheinnahme, die erforderlich ist, um wahre Expertise auszubilden, ist heute noch seltener möglich als in der Zeit, in der Charles Beare seine Ausbildung absolvierte. Mit seinem berühmten Band über die 44 Instrumente der großen Stradivari-Ausstellung von Cremona 1987 und seinen umfangreichen Beiträgen zur „New Grove Dictionary of Music and Musicians“ hat Beare einen Teil seines Wissens öffentlich niedergelegt. 
 Beares heute: Beare Violins Ltd. 
 1998 begann das jüngste Kapitel in der Geschichte von  „Beares“ , als sich das Traditionsunternehmen mit dem Londoner Streichinstrumentenhändler „Morris and Smith“; vereinigte. Facettenreicher Sachverstand zeichnet die neue Geschäftsführung aus, die in dem Cellisten Simon Morris, dem Violinisten Steven Smith und der ehemaligen Christie´s-Direktorin Frances Gillham besteht – und in Charles Beare und seinem Sohn Peter, als jüngstem Beare bei Beares, der seine Kunst an der Geigenbauschule von Salt Lake City erlernt hat. Nach seiner Rückkehr in die familiäre Werkstatt arbeitete Peter Beare als Restaurateur, um seine Kenntnisse später durch Aufenthalte bei  Etienne Vatelot  in Paris, Premysl und Jan Spidlen in Prag und bei Carl Becker in Chicago zu vervollkommnen. Ein Schwerpunkt in der Arbeit von Peter Beare ist der Bau neuer Instrumente,&amp;nbsp;der seit den späten 1980er Jahren unter der Mitarbeit von  Christoph Götting  wieder ein wichtiger Arbeitsbereich bei Beares geworden ist. Mit seinen erstklassigen, international ausgezeichneten Instrumenten schreibt Peter Beare die Erfolgsgeschichte der Beares fort, zu der im Jahr 2015 auch das 150jährigen Jubiläum des Hauses gehörte. 2012 zogen sich Peter und Charles Beare aus dem Unternehmen zurück. Seither konzentrieren sie sich als „Beare Violins Ltd“ auf Expertisen über feine antike Streichinstrumente und sind ihren Kunden gelegentlich bei An- und Verkauf oder der Restaurierung seltener historischer Geigen behilflich.&amp;nbsp; 
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  Weiterführende Links:  
  Bibliothek - Übersicht  
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  Verkauf alter Streichinstrumente in Kommission  
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            <title type="text">Roland Baumgartner, Basel: Ein engagierter Experte für alte Geigen</title>
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                                            Über Roland Baumgartner, Geigenbauer, Restaurateur und Experte in Basel
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                 Über Roland Baumgartner, Geigenbauer, Restaurateur und Experte in Basel 
 Jung und überschaubar ist die Welt des Schweizer Geigenbaus, zumindest im Vergleich mit den traditionellen europäischen Zentren dieser Kunst – klein, aber keineswegs zu vernachlässigen, wie das Beispiel des renommierten Baseler Geigenbaumeisters und  Experten für alte Streichinstrumente Roland Baumgartner  zeigt. In dritter Generation führt er die familiäre Werkstatt, die sein Großvater Fritz Baumgartner sen. im Jahre 1920 gründete. Dort absolvierten die Brüder Michael und Roland Baumgartner ihre Ausbildung, die Roland durch Arbeits- und Studienaufenthalte bei bedeutenden Geigenbauern in Frankreich, England, Deutschland, Italien und den USA ergänzte – vielseitige Erfahrungen, die die gründliche Schule seines Vaters Fritz Baumgartner junior vollendeten. 
 Roland Baumgartner und Fritz Baumgartner – Übersicht: 
 
  Fritz Baumgartner Sr. und Jr.  
  Roland Baumgartner  
 
 Fritz Baumgartner Sr. und Jr. 
 Der Blick über die Schweizer Grenzen hinaus war schon  Fritz Baumgartner senior , dem Stammvater der Geigenbauer-Familie eigen, der zu den Liestaler Schülern August Meinels aus  Markneukirchen  gehörte. Meinel hat den Schweizer Geigenbau seiner Zeit als Lehrer und Unternehmer wesentlich geprägt. Von 1913 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges ging Baumgartner selbst nach Markneukirchen und ließ sich dort von  August Rau  in die Kunst der Bogenmacherei einführen. In seiner seit 1920 geführten Baseler Werkstatt fertigte er mit wachsendem Erfolg Streich- und Zupfinstrumente, deren Modelle er souverän aus dem Fundus der großen Meister des europäischen Geigenbaus wählte. Mit der  Erfindung des elektrischen Zargen-Biegeeisens  leistete der zunächst als Uhrensteinschleifer ausgebildete Fritz Baumgartner sen. einen wichtigen Beitrag zur technischen Entwicklung seines Handwerks. 
 Ab 1950 knüpfte sein Sohn  Fritz Baumgartner Jr.   an das Werk des Vaters an und gewann bald Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben. Seine vorwiegend an den italienischen Meistern orientierten Instrumente sind nicht sehr zahlreich, erfreuen sich aber bis heute großer Wertschätzung, ebenso seine nach Tourte gefertigten Bögen. 
 Roland Baumgartner 
  Roland Baumgartners  Wanderschaft führte ihn 1974 wieder zurück nach Basel, wo er sich rasch einen guten Namen als Geigenbauer erwarb. Wie bei vielen exzellenten Meistern seiner Zunft überwogen auch in seiner Werkstatt bald die Reparaturaufträge, und mit der Erfahrung in der Restaurierung antiker Streichinstrumente wuchs auch Baumgartners Reputation als Experte, dessen Zertifikate weltweit größte Anerkennung genießen. 
 Seit 1988 unterstützt ihn die Geigenbauerin Gertrud Reuter in seinem Baseler Atelier – während Roland Baumgartner selbst wieder zu einem Weltreisenden der Geigenbaukunst geworden ist, als gefragter Experte bei großen Ausstellungen und Jurymitglied internationaler Wettbewerbe, als Berater, Referent, Autor und Sachverständiger in Cremona, Paris, Freiburg, Mittenwald und in den USA. Als engagiertem Mitglied mehrerer nationaler und internationaler Geigenbauerverbände bleibt Roland Baumgartner kaum noch Zeit für den Bau neuer Instrumente; seine guten, weltweiten Kontakte sind für ihn aber nicht zuletzt eine Quelle der Inspiration, Wissen und Erfahrung, die die Arbeit seiner Werkstatt prägen – und Basel zu einer Weltstadt der Geigenbaukunst werden lassen. 
 In unserem Online Katalog finden Sie feine Violinen aus Deutschland, Italien und Frankreich, mit Audio Klangproben. 
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  J. &amp;amp; A. Beare, Beare&#039;s, London: Expertise im Wandel der Zeiten  
  W.E. Hill &amp;amp; Sons: Auf dem Parnass der Geigenbaukunst  
 Der internationale  Geigenbauwettbewerb in Mittenwald  und andere Geigenbauwettbewerbe 
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            <title type="text">Vatelot-Rampal: Von der Kunst, Geigen zu heilen</title>
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                                            Über die Maison Vatelot-Rampal, Paris: Etienne Vatelot und sein Nachfolger Jean-Jacques Rampal
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                 Über die Maison Vatelot-Rampal, Paris: Etienne Vatelot und sein Nachfolger Jean-Jacques Rampal 
 Rasch gezählt sind die ersten Adressen in der Welt der Geigenbaukunst, jene Experten für  feine Streichinstrumente , die uneingeschränkte Anerkennung genießen. Zwei dieser Adressen befinden sich in Paris und sind keine fünf Minuten Fußweg voneinander entfernt: So nah liegt das Haus des großen Bogenbau-Kenners  J. F. Raffin , Rue de Rome Nr. 68, an der  &quot;Maison Vatelot-Rampal&quot; , Rue Portalis Nr. 11, in der seit Jahrzehnten Solisten von Weltrang ein- und ausgehen. 
 Etienne Vatelot und Jean-Jacques Rampal – Übersicht der Inhalte: 
 
  Marcel Vatelot  
  Etienne Vatelot  
  Jean-Jacques Rampal  
 
 Marcel Vatelot 
 Seit mehr als 100 Jahren besteht die Werkstatt, mit der sich  Marcel Vatelot  1909 selbständig machte, und wie bei vielen großen französischen Geigenbauerdynastien reichen die Wurzeln seiner Familie zurück nach  Mirecourt, ins Herz des französischen Musikinstrumentenbaus . In der Vogesenstadt, aus der einige seiner Vorfahren stammen, absolvierte Marcel Vatelot seine Ausbildung, bei Eugène Poirson und Gustave Bazin. In Paris avancierte er zu einem anerkannten Experten und Sachverständigen, nicht zuletzt wegen seiner guten Kontakte in Musikerkreise, die ihm seine Frau Jeanne eröffnete, die Tochter des Cellisten André Hekking. 
     
 Etienne Vatelot 
 Ungeachtet des väterlichen Erfolgs hatte der junge  Etienne Vatelot , Marcels 1925 geborener Sohn, zunächst ganz andere Pläne im Sinn und wollte Schauspieler oder Pilot werden. Es ist der einladenden Hartnäckigkeit seines Vaters zu verdanken, dass Etienne Vatelot schließlich nachgab und 1946 – wie der nur wenige Jahre jüngere  Bernard Millant  – zur Ausbildung bei Amédée Dieudonné nach Mirecourt ging, um nach einem anschließenden, kurzen Aufenthalt bei  Rembert Wurlitzer in New York  in die Pariser Familienwerkstatt einzutreten. Obwohl die 1950er Jahre eine schwere Zeit für das Musikleben und den Geigenbau in Frankreich waren, entwickelte sich die Maison Vatelot Rampal zu einem Treffpunkt der bedeutendsten internationalen Streichsolisten, und Namen wie Pablo Casals, Yehudi Menuhin, Slava Rostropowitsch, Yo-Yo Ma und Anne-Sophie Mutter sind ein Teil dieser außergewöhnlichen Unternehmensgeschichte geworden. Etienne Vatelots hochentwickeltes Gespür für den Klang von Streichinstrumenten darf als der Schlüssel dieses Erfolgs angesehen werden. Gern vergleicht sich der begeisterte Konzertgänger mit einem Arzt, dessen Aufgabe darin besteht, zu erkennen, was einer Geige fehlt – um sie heilen zu können. Mit diesem Selbstverständnis lässt sich auch leicht erklären, warum so viele große Musiker immer wieder den Weg zu Etienne Vatelot gefunden haben: man bleibt dem Arzt treu, zu dem man einmal Vertrauen gefasst hat.&amp;nbsp; 
 Jean-Jacques Rampal 
 Unter der Führung Etienne Vatelots, die er seit 1959 innehatte, wurde die Maison Vatelot in der Rue Portalis eine Ausbildungsstätte für 50 hervorragende Geigenbauer und Restaurateure. Sein wichtigster Mitarbeiter war seit 1983  Jean-Jacques Rampal , der 1954 geborene Sohn des berühmten Flötisten Jean-Pierre Rampal. Jean-Jacques Rampal absolvierte seine Ausbildung ebenfalls in Mirecourt bei Jean-Jacques Pages und arbeitete bei  Charles Beare in London , bevor er nach Frankreich zurückkehrte. In enger Zusammenarbeit mit Etienne Vatelot reifte Rampal zu einem Experten gleichen Ranges und wurde 1994 zum Sachverständigen am Appellationsgericht ernannt. 1998 trat Rampal Etienne Vatelots Nachfolge an und führt seither die Maison  Vatelot-Rampal . So sehr sich die Welt der Geigenbaukunst in Etienne Vatelots langem Berufsleben verändert hat, so sehr wünscht sich der hochbetagte Meister, bis zu seinem Tod immer wieder in die Werkstatt kommen zu können wie einst sein Vater – um bis zuletzt  alte Geigen  zu sehen, die gerade mit der Sorgfalt eines guten Arztes restauriert werden, nunmehr durch die Hand von Jean-Jacques Rampal. 
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  Der Concours Vatelot und andere Geigenbauwettbewerbe  
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            <title type="text">Bernard Millant und Le Canu-Millant, Paris: Geigenbau und Expertise</title>
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                                            Über Bernard Millant, den renommierten Experten und großen Meister des Geigen- und Bogenbaus – und seine Nachfolger Loic und Verena Le Canu
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                 Über Bernard Millant, den renommierten Experten und großen Meister des Geigen- und Bogenbaus – und seine Nachfolger Loic und Verena Le Canu 
 Bernard Millant 
 Mit dem Bau seiner ersten Geige begann, im Alter von nur 13 Jahren, die Laufbahn des Pariser Geigen- und Bogenbauers  Bernard Millant . Oder auch etwas früher, denn es ist anzunehmen, dass der 1929 geborene Sohn von Max Stanislas Millant und Suzanne Lardon seit früher Kindheit viel Zeit in der väterlichen Werkstatt verbrachte, wie es sich für den Sproß einer alten und hoch geachteten französischen Geigenbauer-Dynastie gehört. Die Wurzeln der Millants führen nach  Mirecourt , wo sich die Familie von Bernard Millants Großvater Sébastien-Auguste Deroux schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts einen guten Ruf als Geigenbauer erworben hatte. 
 Bernard Millant – Loic und Verena Le Canu: Inhaltsübersicht 
 
  Bernard Millant  
  Streichinstrumente und Bögen von Bernard Millant  
  Verena und Loic Le Canu  
 
 So war es auch ein Aufbruch in die Familiengeschichte, als Bernard Millant 1946 seine Lehre bei  Amédée Dieudonné  in Mirecourt begann, wo er bis 1949 blieb und gleichzeitig in der Werkstatt der  Brüder Morizot  zum Bogenmacher ausgebildet wurde. Nach seiner Lehrzeit arbeitete Bernard Millant für Lazare Rudié in New York und kam dort in Kontakt mit  Rembert Wurlitzer , eine Begegnung, die Millant die Tür zu seiner Laufbahn als Gutachter und Experte öffnete. 1950 kehrte er nach Frankreich zurück und machte sich im folgenden Jahr in der Pariser Rue de Rome 56 selbständig, nur wenige Häuser entfernt von der Werkstatt, die sein Vater Max und sein Onkel Roger seit 1923 betrieben – und nicht weit von dem Haus, in dem sich 38 Jahre später Millants großer Schüler  J. F. Raffin  niederlassen sollte. 
 Streichinstrumente und Bögen von Bernard Millant 
 Anhand einer Sammlung alter Bögen, die sich im Besitz der Familie befand, entwickelte Bernard Millant sein eigenes Bogenmodell, eine ebenso interessante wie kluge Synthese der Peccatte-Schule, aus er den Stil des Kopfes ableitete, mit dem englischen Bogenbau, repräsentiert durch ein Froschmodell mit Hill-Bahn. 
 Dass Millant trotz aller Konzentration auf den Bogenbau seine Herkunft nicht vergessen hatte und ein vielseitig begabter Meister geworden war, bewies sein erster großer Erfolg, als er im Jahr 1954 im Quartett-Wettbewerb von Liège (Lüttich) zwei Ehrenurkunden erhielt: die eine für ein Instrumenten-, die andere für ein Bogen-Quartett. Mit einer Goldmedaille in Ascoli Piceno 1959 begann die fruchtbarste und erfolgreichste Zeit in Bernard Millants Laufbahn, in der aus dem gefragten Bogenmacher und Restaurateur auch ein Gutachter wurde, dessen Sachverstand und Urteilsvermögen bis heute internationale Anerkennung erfahren. 
 Vielleicht ist es Millants kritischem, gutachterlichen Blick zu verdanken, dass er seine Bögen nicht nur mit dem Stempel  BERNARD MILLANT PARIS  versieht, sondern auch ihr Entstehungsjahr auf der Froschbahn vermerkt – wohl wissend, wie schwierig und komplex die Einschätzung eines unbekannten Bogens sein kann. So machen seine Arbeiten dem Namen Millant bleibende Ehre, die unter professionellen Musikern als erste Wahl gelten, ebenbürtig den großen Meistern des französischen Bogenbaus. 
 Verena und Loic Le Canu 
 1989 übergab Bernard Millant sein Unternehmen an Loic Le Canu. Von 1996-2000 entstand, in Zusammenarbeit mit seinem früheren Schüler J.F. Raffin, das epochemachende, zweibändige Werk „L‘Archet“ über den französischen Streichbogenbau, mit dem sich der große Kenner Bernard Millant schon zu Lebzeiten ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. In Loic und Verena Le Canu hat Bernard Millant würdige Nachfolger gefunden. Beide waren in der renommierten Werkstatt von Max Möller in Amsterdam tätig – dieser übrigens wie Millant ein Schüler von Amédée Dieudonné – nachdem sie auf ihren Ausbildungswegen wichtige internationale Werkstätten durchlaufen hatten, darunter auch die von André und René Morizot in Mirecourt, den letzten der berühmten  Morizot frères . Im Geiste Bernard Millants, der immer noch regelmäßig in seiner alten Werkstatt anwesend und als Experte tätig ist, führen sie das Haus Le Canu-Millant weiter und pflegen Neubau, Restaurierung, Expertise und Wissenschaft nach dem Beispiel ihres großen Vorgängers. 
 &amp;gt;  Verwandte Beiträge:  
  Eric Blot, Experte von Cremona  
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  Vatelot-Rampal: Von der Kunst, Geigen zu heilen  
  Beares , J &amp;amp; A Beare, London: Expertise im Wandel der Zeiten 
  Rembert Wurlitzer  und der Weg der alten Geigen 
  W.E. Hill &amp;amp; Sons : Auf dem Parnass der Geigenbaukunst 
  Zeitgenössische Geigenbauer in Mirecourt  
 Der  Concours Vatelot  und andere Geigenbauwettbewerbe 
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            <title type="text">Eric Blot und der italienische Geigenbau</title>
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                                            Über Eric Blot, den Experten für italienische Streichinstrumente, Restaurator und Geigenbauer in Cremona
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                 Eric Blot, Cremona: Über den Experten für italienische Streichinstrumente, Restaurator und Geigenbauer 
 Ein Kosmopolit in der Welt&amp;nbsp; alter italienischer Meisterviolinen &amp;nbsp;ist der italienische Geigenbauer, Restaurator, Experte und Forscher&amp;nbsp; Eric Blot &amp;nbsp;in&amp;nbsp; Cremona , der zu den weltweit anerkanntesten Experten für italienischen Geigenbau zählt. Geboren am 10. Januar 1955 in Paris, absolvierte Eric Blot von 1974 an seine Ausbildung zum Geigenbauer an der renommierten&amp;nbsp; Geigenbauschule von Cremona . Schon früh galt sein besonderes Interesse der Restaurierung von Streichinstrumenten, und so kehrte er 1978 in seine Heimatstadt zurück, um seine Fähigkeiten bei verschiedenen spezialisierten Meistern zu vervollkommnen. 
 Nur drei Jahre währte das französische Intermezzo, bevor Eric Blot als junger Meister Italien endgültig zu seiner Wahlheimat machte und seine Werkstatt in Perugia eröffnete. Als landesweit gefragter Restaurator erwarb sich Eric Blot umfassende Kenntnisse über die verschiedenen regionalen Traditionen des italienischen Geigenbaus, ein praktisch fundiertes Wissen, das bald auch publizistische Früchte trug und schließlich zu seinem großen Werk &quot;Liuteria Italiana“ führte, dessen 5. Band sich gegenwärtig in Vorbereitung befindet. 
   
 „Zeit und Liebe“ seien nötig, um ein guter Geigenbauer zu werden, gab Eric Blot einmal zu Protokoll – Zeit, die ihm für die Arbeit an eigenen Instrumenten heute zumeist fehlt, denn die Liebe zu seinem großen Thema führt den gefragten Experten oft zu Kongressen und Ausstellungen in alle Welt. Eric Blots Werkstatt in Cremona, wo er sich vor über 30 Jahren niedergelassen hat, ist gleichwohl ein höchst lebendiger Ort der Geigenbaukunst, eine Wirkungs- und Ausbildungsstätte junger, talentierter Geigenbauer und Restauratoren – zu denen auch Eric Blots Sohn Maël Blot gehört, der seinen ganz eigenen Zugang zur Cremoneser Tradition gefunden hat. Von Maëls Händen stammen die neuen, streng an&amp;nbsp; Antonio Stradivari &amp;nbsp;orientierten Instrumente der Werkstatt, die ihrerseits Ausdruck und Summe der tiefen Beschäftigung von Vater und Sohn Blot mit ihrem großen Vorbild sind.&amp;nbsp; 
  ERIC BLOT S.r.l &amp;nbsp;· Via Ceresole 16 · 26100 CREMONA - ITALIEN Phone: +39 0372 801706 · Fax: +39 0372 801708 
   &amp;nbsp;  
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 Über die Experten und Restauratoren&amp;nbsp; Bruce Carlson und Bernard Neumann (Carlson &amp;amp; Neumann)  
 Die Erben Stradivaris: Die&amp;nbsp; Geigenbauer in Cremona  
  Ente Triennale: Der Geigenbauwettbewerb Cremona  
 &amp;nbsp; 
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            <title type="text">Jean-François Raffin: Zehn Stunden – und kein Wort</title>
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                                            Biographische Notizen zu Jean-François Raffin (*1947), einem der weltweit führenden Experten für französische Streichbögen
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                 Biographische Notizen zu Jean-François Raffin, einem der weltweit führenden Experten für französische Streichbögen 
  Jean-François Raffin  gehört zu den anerkanntesten Experten für französische Streichbögen und hat gemeinsam mit seinem Lehrer Bernard Millant das Standardwerk „L&#039;Archet“ veröffentlicht. Die Laufbahn des am 20. Mai 1947 in Paris geborenen  J. F. Raffin  begann in einer Zeit, in der sich der französische Geigen- und Bogenbau tiefgreifend veränderte. Nach dem Zweiten Weltkrieg durchlebte die Musikkultur Frankreichs eine langjährige Phase der Stagnation, in der viele Instrumentenbauer nicht mehr an ihre einstige Größe anknüpfen konnten. Ein Beispiel dafür ist die Geschichte der bedeutenden Bogenbauer-Familie  Bazin . Sie steht zugleich für die Neuorientierung des Handwerks in den 1950er bis 1970er Jahren, die auch den Werdegang von J.F. Raffin geprägt hat. Im Jahr 1968 ging Jean-François Raffin als junger Mann nach  Mirecourt , um bei Jean Eulry (28.6.1910-5.6.1986), dem großen Lehrmeister des modernen französischen Geigenbaus, seine Lehre zu beginnen. Sie folgte, wie J. F. Raffin in „L&#039;Archet“ schreibt, noch ganz der alten französischen Handwerkstradition: „zehn Stunden ununterbrochen an der Werkbank und ... «kein Wort».“ Drei Jahre später war mit der 1970 gegründeten Nationalen Geigenbauschule, an der J.F. Raffin 1971 als einer der ersten seine Abschlussprüfung bestand, bereits eine neue Epoche angebrochen. 
   
 J. F. Raffin arbeitete zunächst als Geselle für  Etienne Vatelot  (*13.11.1925), den Gründer der Geigenbauschule von Mirecourt, um schon 1972 bei  Bernard Millant  (*13.5.1929) in Paris Anstellung zu finden. Hier erlernte J. F. Raffin die Kunst des Bogenbaus, die sich als seine wahre Berufung erweisen sollte. In den siebzehn Jahren seiner Mitarbeit im Hause Millant erforschte Jean-François Raffin die alten Meister des Streichbogenbaus und machte sich 1989 in der Rue de Rome Nr. 68 selbständig, in nachbarschaftlicher Nähe zu seinem Lehrer Bernard Millant. Seine tiefe Kenntnis des französischen Bogenbaus ließ J.F. Raffin bald zu einem gefragten Experten werden, so dass seine eigene, an den Klassikern des 19. Jahrhunderts orientierte Arbeit in den Hintergrund trat. 1996 wurde er zum Gutachter am Appellationsgericht bestellt; Expertisen und Restaurationen alter Meisterbögen sowie das umfangreiche, in den Jahren 1996-2000 entstandene zweibändige Opus „L&#039;Archet“ prägen das Lebenswerk von Jean-François Raffin, der zudem als Lehrer viele wichtige Bogenbauer der jüngeren Generation beeinflusst hat. Einen Blick in die aktuelle Arbeit des „Unruheständlers“ ermöglicht J.F. Raffins Website unter der Adresse www.jfraffin.fr 
  Jean-François Raffin  · 10 Rue de Constantinople · 78008 Paris · FRANKREICH  Phone: +33 1 55 30 01 47 · info@jfraffin.fr   
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 Originally published by Corilon violins. 
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            <title type="text">Carlson &amp; Neumann Cremona - Porträt von Bruce Carlson und Bernard Neumann</title>
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                                            Carlson &amp; Neumann Cremona – Porträt der Werkstatt von Bruce Carlson und Bernard Neumann – Geigenbauer und Restauratoren
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                 Die Geschichte von Bruce Carlson und Bernard Neumann handelt davon, wie man Stradivari mitten im Pazifik findet – und was ihr international renommiertes Atelier mit dem Ersten Weltkrieg zu tun hat 
 Carlson &amp;amp; Neumann Cremona im Überblick 
 
  Bruce Carlson  
  Bernard Neumann  
  Carlson &amp;amp; Neumann heute  
 
 Bruce Carlson 
 Die Geschichte der Geigenbauwerkstatt von Bruce Carlson und Bernard Neumann – die zu den renommiertesten Ateliers in Italiens traditionsreicher Geigenbaustadt Cremona gehört – beginnt mitten im Pazifik: Auf der US Naval Base Guam leistete der gerade 20-jährige, aus Flint, Michigan stammende Carlson seinen Militärdienst, als ihm in der Bibliothek des Stützpunkts eines Tages ein Buch in die Hände fiel, das sein Leben verändern sollte: Das Standardwerk der Gebrüder Hill über  Antonio Stradivari . Begeistert nutzte er seine freie Zeit für erste geigenbauerische Versuche, die er 1971 in seiner Heimatstadt unter der Anleitung von Felix Wickstrom fortsetzte. 1972 begann Carlson, der, wie er selbst sagt, zuvor kaum wusste, wo Italien lag, seine Ausbildung an der Geigenbauschule von Cremona. Während eines Intermezzos bei Hans Weisshaar in Los Angeles verfeinerte er zwischen 1974 und 1977 seine Kenntnisse in Restaurierung, um gleich anschließend in die Lombardei zurückzukehren, 1978 sein Diplom in Cremona abzulegen – und an Ort und Stelle eine Familie und eine Werkstatt zu gründen.&amp;nbsp;Es mag seinem vollständig unitalienischen Namen geschuldet sein, dass Bruce Carlson die Schwerpunkte seiner Arbeit frühzeitig im Bereich der Restaurierung setzte statt sich mit neuen Instrumenten zu profilieren; denn internationale Kunden suchen, wie er vermutet, in Cremona nach durch und durch  italienischen Instrumenten , und da bleibt ein schwedisch-amerikanischer Name – bei aller Treue zu den altitalienischen Prinzipien der Geigenbaukunst, der sich Carlson verpflichtet fühlt – doch mindestens erklärungsbedürftig. Unter einem italienischen Phantasienamen zu arbeiten, an denen die Geigenbaugeschichte durchaus nicht arm ist, kam für ihn allerdings nie in Frage, und so avancierte Carlson zu einem Experten, der in italienischen und internationalen Fachkreisen höchste Wertschätzung erfährt: Als Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Ausstellung zum 250. Todestag Antonio Stradivaris, als Assistent von  Charles Beare  bei der Arbeit an seinem berühmten Stradivari-Buch und als Mitglied des wissenschaftlichen Ausschusses zur großen Guarneri-Ausstellung 1995 hinterließ er bleibende Spuren in der Forschung und prägte die Jurys bedeutender internationaler Geigenbauausstellungen. Als Restaurator des Museo Stradivariano in Cremona konnte er an zahlreichen hochrangigen historischen Instrumenten arbeiten, darunter die berühmte „Cannone“ von  Guarneri del Gesù , und seine Restaurierungskurse haben mehrere Generationen junger Geigenbaumeister beeinflusst. 
 Bernard Neumann 
 Auch Bernard Neumann, Bruce Carlsons Partner, musste einen weiten Weg aus seiner Heimat in Kanada zurücklegen, um schließlich in  Cremona  heimisch zu werden – und am Anfang dieser Reise stehen die Erzählungen seines Großvaters, der als Soldat im Ersten Weltkrieg in Brescia stationiert war und Gelegenheit fand, Cremona als die Wirkungsstätte des großen Antonio Stradivari zu erkunden.    &amp;nbsp;Nach dem Traumbild der fernen italienischen Stadt benennt Neumann aber noch eine andere, auf den ersten Blick profanere Wurzel seines Schaffens: die regelmäßige Arbeit mit Holz, zu der ihn sein Vater anhielt, ein unablässiges Werken am und um das Haus der Familie. Ungezählte Stunden immer feiner werdender Holzarbeit später gelangte er zum Studium an die Cremoneser Geigenbauschule; hier traf er Bruce Carlson, mit dem er seit 1986 zusammenarbeitete und 1991 das „Carlson Cacciatori Neumann &amp;amp; C.“ gründete. 
 Obwohl beide Meister aus der Zeit ihrer Ausbildung und durch ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit fraglos viel gemeinsam haben, sind wichtige Unterschiede in ihrem Zugang zum Geigenbau doch offenkundig – eine künstlerische Spannung, die wohl ihren Teil zum großen internationalen Erfolg ihrer Werkstatt beiträgt. &amp;nbsp;anders als Carlson kam Bernard Neumann über das Violinspiel zum Geigenbau – und entdeckte das Geschehen an der Werkbank als die künstlerische Ausdrucksmöglichkeit, die ihm am besten entsprach. So unterstreicht Neumann, dass neben der großen handwerklichen Vielfalt besonders der stete Wechsel zwischen Phasen zurückgezogener, meditativer Arbeit und intensivem Austausch mit Musikern, Kollegen und Experten die Arbeit des Geigenbauers auszeichnet. Dem entsprechend versteht Bernard Neumann den Bau einer Geige als einen Prozess, in dem jeder Schritt von ein und derselben Person konzipiert und ausgeführt werden sollte: Von der Entwicklung der musikalischen Idee, die sowohl auf dem bisherigen Werk des Geigenbauers aufbaut als auch auf dem künstlerischen Gespräch, an dem er Anteil hat, über die Wahl der Hölzer bis hin zur Lackierung. Dabei arbeitet Neumann primär „für sich“, in dem Sinne, dass er alle Entscheidungen ausschließlich vor dem Hintergrund seines eigenen Werkes trifft und nicht im Auftrag arbeitet – und es als besonderes Glück empfindet, wenn ein Instrument von seiner Hand anschließend eine tragende Rolle im Leben eines Musikers einnimmt. 
 Carlson &amp;amp; Neumann Cremona 
 Ihren unterschiedlichen, einander ergänzenden Interessen, Begabungen und Erfahrungen entsprechend hat sich das gemeinsame Atelier von Bruce Carlson und Bernard Neumann zu einem internationalen Anlaufpunkt für Musiker entwickelt, die hier Geigenbauer- und Restauratorenleistungen auf höchstem Niveau, aber auch interessante neu gebaute Instrumente finden. Über den klassischen Kanon an Restaurierungsmethoden hinaus greifen Carlson und Neumann auf Ansätze aus dem Bereich der Naturwissenschaft zurück, z. B. Analysen mit Hilfe von UV-Licht und Röntgenaufnahmen. Mit dendrochronologischen und schonenden endoskopischen Untersuchungen gewinnen die beiden Meister eine solide Basis für die Planung komplizierter restauratorischer und konservierender Maßnahmen – bei deren Ausführung sie auf ihre hervorragende Ausbildung und lange Erfahrung mit den klassischen Techniken des Geigenbaus zurückgreifen, die wohl an keinem Ort so sehr zu Hause sind wie in Cremona. 
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  Weiterführende Links:  
  Eric Blot  und der italienische Geigenbau 
  Bibliothek  - Textsammlung zur Geschichte des Geigenbaus 
  Online Katalog &amp;nbsp;| Hochwertige Violinen, Bratschen, Celli und Streichbögen (Audio Klangproben) 
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 Originally published by Corilon violins. 
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