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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Ernst Heinrich Roth - Ein wiederentdeckter Meister

Ernst Heinrich Roth: Eine kurze Biografie und Unternehmensgeschichte

Ernst Heinrich Roth gehört seit mehr als 100 Jahren zu den international bekanntesten Namen des deutschen Geigenbaus. Die Wurzeln des Bubenreuther Unternehmens Ernst Heinrich Roth führen in die vogtländische Geigenbaustadt Markneukirchen – und mit Ernst Heinrich Roth zu einem Meister seiner Kunst, der, paradoxerweise, gerade wegen seines großen Erfolges lange unterschätzt wurde.

Übersicht:

 

Ausbildung und Wanderjahre des jungen Ernst Heinrich Roth

Ernst Heinrich Roth, geb. 1877, begann seine Laufbahn mit den besten Voraussetzungen. Der talentierte Musiker, der über ein absolutes Gehör verfügte und mehrere Instrumente spielte, absolvierte zunächst seine Ausbildung in der 1873 gegründeten Werkstatt seines Vaters Gustav Robert Roth. Daran anschließend reiste Ernst Heinrich Roth zu Geigenbauern in Österreich, Ungarn, Russland und Frankreich, um mit umfangreichen handwerklichen Kenntnissen in seine Heimat zurückzukehren. Kunstfertigkeit und musikalische Bildung ließen Ernst Heinrich Roth zu einem der besten Geigenbauer des 20. Jahrhunderts werden – und zu einem der erfolgreichsten Unternehmer seiner Branche.

Geige von Ernst Heinrich Roth Ernst Heinrich Roth Violine, Bubenreuth 1962

Ernst Heinrich Roth – Charakteristika seines geigenbauerischen Werks

Ernst Heinrich Roths Meistergeigen folgen zumeist Vorbildern von Stradivari oder Guarneri, die er in ästhetischer Vollendung und mit besten klanglichen Ergebnissen nachbaute. Decken aus sehr feinjähriger italienischer Fichte und Böden aus tief geflammtem Ahorn, oft einteilig ausgeführt, sind typisch für die Materialqualität, die insbesondere Ernst Heinrich Roth Violinen der 1920er und frühen 1930er Jahre auszeichnet, ebenso wie der meist rotbraune, auf goldfarbenem Grund aufgetragene Öllack und die äußerst sorgfältige und meisterhafte handwerkliche Ausführung. Dennoch stand der herausragende Wert der Meistergeigen von Ernst Heinrich Roth lange im Schatten des großen Verkaufserfolgs seiner Werkstatt, die E. H. Roth im Jahr 1902 gemeinsam mit seinem Cousin Gustav August Ficker gründete.

Familientradition in der Nachfolge Ernst Heinrich Roths

Mit einem breiten Qualitäts- und Preisspektrum erschlossen sie schnell den internationalen Markt; Ernst Heinrich Roths Sohn Ernst Heinrich Roth II wanderte 1921 in die U.S.A. aus und wurde mit seiner Firma Scherl & Roth zu einem der führenden Instrumentenhändler Nordamerikas. Sein Bruder Gustav Albert Roth blieb in Deutschland, erlernte die Geigenbaukunst und führte nach dem Tod des Vaters im Jahr 1948 das Unternehmen weiter. 1953 in der DDR enteignet, verließ die Familie Sachsen, um die Firma „Ernst Heinrich Roth“ Ernst Heinrich Roth im fränkischen Bubenreuth neu zu gründen, wo sie schnell an die Erfolge der Vorkriegszeit anknüpfen konnte. Heute repräsentiert eine Niederlassung im Markneukirchener Stammhaus das Unternehmen an seinem Herkunftsort; die Geschäfte führen Ernst Heinrich III Roth und sein Sohn Wilhelm Roth, die für ihre Arbeiten 1992 und 2009 mit dem Deutschen Musikinstrumentenpreis ausgezeichnet wurden.


Ernst Heinrich Roth Geigen in unserem Online-Katalog:

Violine von Ernst Heinrich Roth, 1962

Ernst Heinrich Roth, Meistergeige nach Guarneri, 1922

Ernst Heinrich Roth, feine Meistergeige nach Amati, 1924

Ernst Heinrich Roth, Bubenreuther Geige aus dem Jahr 1955


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Neuzugänge in unserem Katalog
  • SALE Antike Sächsische Violine. Um 1880
  • SALE Italienische Geige um 1920, Stefano Caponetti (Zertifikat Christian Lijsen)
  • SALE Eugène Nicolas Sartory: Französischer Geigenbogen (Zertifikat J.-F. Raffin)
  • Justin Derazey Werkstatt, Französische Violine um 1880
  • Jacques-Pierre Thibout: Feine Violine, Paris 1839
  • SALE W. E. Hill & Sons Geigenbogen, Edgar Bishop um 1930
  • SALE H. Derazey Werkstatt, französische Violine, Ende 19. Jahrhundert
  • Feine Meistervioline von Christian Olivier & Paul Bisch Paris 1927
  • 3/4 Violine von Jerôme Thibouville-Lamy, um 1910
  • ÜBERARBEITET UND VERBESSERT Zierliche Französische Bratsche, Joseph Nicolas fils, 1849
  • Meistergeige von Werner Voigt, Markneukirchen - Guarneri-Modell
  • Meistergeige nach Gaetano Chiocchi
  • Feine Mittenwalder Meistergeige, um 1740, nahes Umfeld Sebastian Klotz
  • Georges Apparut Geige, französische Violine 1934
  • SALE Raffaele Calace e figlio 1929: Italienische Geige - Violinistenempfehlung!
  • SALE Seltene Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
  • SALE Vogtländische Meistergeige - 18. Jahrhundert, um 1770
  • SALE Zeitgenössische italienische Geige von Giovanni Lazzaro, Padova 1990
  • SALE Ernst Heinrich Roth, 1958: Deutsche Bratsche
  • SALE Stefano Conia, Cremona 1985: Italienische Bratsche (Zertifikat Stefano Conia)
  • Feine Ungarische Violine Op.13 von Alajos Werner, Budapest, 1910
  • Historisch interessante französische Violine, René Bazin, Lille 1936
  • SALE Feine Italienische Bratsche, Aldo Zani, Cesena
  • SALE Zeitgenössische italienische Meistergeige, Nicola Vendrame, Venedig