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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


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George Adolphe Chanot, Violine Nr. 79 von 1896 - Decke
George Adolphe Chanot, Violine Nr. 79 von 1896 - Decke
Violin No. 79 by Georges Adolphus Chanot (certificate W. E. Hill & Sons)
Violin No. 79 by Georges Adolphus Chanot (certificate W. E. Hill & Sons)
Zargen
Zargen
Schnecke
Schnecke
Herkunft: Manchester
Erbauer: George Adolphe Chanot
Bodenlänge: 35,6 cm
Jahr: 1896
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Violine Nr. 79 von George Adolphe Chanot (Zertifikat W.E. Hill & Sons)

Der englische Geigenbau hat im 19. Jahrhundert durch die Meister der aus Mirecourt stammenden Familie Chanot eine bedeutende französische Prägung erhalten. Sie brachten nicht nur erstklassige Instrumente ins Vereinigte Königreich, sondern etablierten mit ihren Niederlassungen eine eigene, mehrere Generationen umfassende familiäre Tradition. Die Wurzeln dieser Schule führen zurück in die Zeit des frühen Jean-Baptiste Vuillaume, der gemeinsam mit François Chanot, dem ersten großen „luthier“ der Familie, und dem Physiker Félix Savart wissenschaftliche Untersuchungen zur Verbesserung des Geigenbaus unternahm. Es sind die Früchte ihrer Arbeit, die die späteren Chanots ernteten, als Grundlage für das konstant hohe Niveau ihrer Werke. George Adolphe Chanot, der die hier angebotene Violine im Jahre 1896 als sein Instrument Nr. 79 schuf, gehört zur zweiten Generation der englischen Chanots. Er führte nicht die Londoner Werkstatt seines Vaters weiter, sondern zog 1879 nach Manchester und erwarb sich rasch einen ausgezeichneten Ruf, den mehrere Goldmedaillen bei britischen Ausstellungen belegen. Auf dem Zenit seines Schaffens entstand diese flach gewölbte, an Stradivari orientierte Geige aus feinen Tonhölzern, deren Schnecke mit ihrer geschmackvollen, typischen Form und den elegant geschwärzten Rändern eine selbstbewusste, unverkennbar französische Ästhetik formuliert. Als Werk eines Meisters, der über höchste Erfahrung verfügte, überzeugt die Geige durch ihren großen, präzisen und strahlenden Klang, der professionellen Musikern bei perfekter Ansprache weite musikalische Aktionsräume eröffnet. Gerade erstklassige alte Instrumente, die ihrer musikalischen Qualität entsprechend viel genutzt worden sind, weisen oft kleinere Reparaturen wie diese Violine auf, deren Bodenplättchen und eine Stelle der Decke fachgerecht und solide instandgesetzt wurden. Von Hand unserer erfahrenen Restauratoren aufwändig überarbeitet, bieten wir die Geige in vorzüglichem, spielfertigem Zustand an. Ihre Herkunft wird eindrucksvoll dokumentiert durch das handschriftlich nummerierte und datierte Original-Etikett von G. A. Chanot, weitere, mit Tinte unter dem Lack angebrachte Signaturen und durch ein Zertifikat der renommierten Londoner Experten von W. E. Hill & Sons, die dem Griffbrett die Nummer Y334 eingeprägt haben.

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