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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


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Sebastian Dalinger, Wien, Violine von 1798 - Decke
Sebastian Dalinger, Wien, Violine von 1798 - Decke
Boden
Boden
Zargen
Zargen
Schnecke
Schnecke
Herkunft: Wien
Erbauer: Sebastian Dalinger
Bodenlänge: 35,3 cm
Jahr: 1798
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Sebastian Dalinger, Wien: Violine von 1798 (Hieronymus Köstler)

Eine späte Arbeit der alten Wiener Geigenbauschule ist diese Violine von Sebastian Dalinger, die fraglos zu seinen schönsten Instrumenten gehört. Sie wurde im Jahre 1798 erbaut, wie das datierte Original-Etikett belegt, und reflektiert Dalingers treue Orientierung an den historischen Meistern Jakob Stainer und Johann Georg Thir, der er in diesem vorzüglich gelungenen Instrument meisterhaften Ausdruck verleiht. Die wunderschöne, tiefe Flammung des einteiligen Ahorn-Bodens und der Zargen akzentuiert ein goldbrauner, hochtransparenter Lack; die Geige gehört zu den hellen Instrumenten Sebastian Dalingers, die innerhalb seines Œuvres für ihre besonders hohe Qualität bekannt sind. Eine breite Randeinlage bestimmt die Ästhetik der gut erhaltenen Geige, die ihrem Alter entsprechende Spielspuren und Reparaturen aufweist; dazu gehört auch, dass die Schnecke gegen die spätere Arbeit einer unbekannten Hand ausgetauscht wurde. Die Geigenbauer unserer Restaurierungswerkstatt haben alle Arbeiten an Boden und Decke fachkundig und mit größter Sorgfalt ausgeführt, um den außergewöhnlich guten Klang dieser seltenen, antiken Violine dauerhauft zu bewahren. Besondere Aufmerksamkeit widmeten sie einem Bodenstimmriss, der mit einem aufwändigen Futter repariert werden konnte und daher klanglich ohne jede Auswirkung bleibt. So empiehlt sich der edle, große Ton der Geige anspruchsvollen Musikern mit seinem Reichtum an Farben, seiner kraftvollen Komplexität und seinem gut abgerundeten Charakter. Mit einem Echtheitszertifikat des renommierten Stuttgarter Experten Hieronymus Köstler.

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