Suche:
corilon violins

Suche

Instrumenten-Finder

Welchen Klang suchen Sie?
Sie können nur eine oder mehrere Eigen­schaften auswählen und beliebig kombinieren.

Instrumente
Herkunft
Jahr
Klang

Archiv

Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Aegidius Klotz, 1764: Feine Mittenwalder Violine
Aegidius Klotz, 1764: Feine Mittenwalder Violine
Aegidius Klotz, Mittenwald
Aegidius Klotz, Mittenwald
- Zargen
- Zargen
- Schnecke
- Schnecke
Herkunft: Mittenwald
Erbauer: Aegidius Klotz
Bodenlänge: 35,6 cm
Jahr: 1764

Aegidius Klotz, 1764: Feine Mittenwalder Violine (Aegidius Kloz)

Aegidius Klotz (Aegidius Kloz) gilt als der Meister, der mit seiner Schaffenskraft und Individualität einen entscheidenden Beitrag zum großen Namen seiner Familie geleistet hat. Mehr noch als sein Großvater Matthias Klotz, der als Begründer des Mittenwalder Geigenbaus in die Geschichte eingegangen ist, haben Aegidius Klotz und sein älterer Bruder Georg Carl Klotz ihrer familiären Handwerkstradition jenen bestimmenden Einfluss verschafft, für den sie bis heute berühmt ist. Dazu gehört ein erstaunliches Moment von Freiheit, das sich auch in der hier angebotenen Geige artikuliert. Diese außergewöhnlich gut erhaltene historische Trouvaille entstand, wie das datierte Original-Etikett belegt, im Jahre 1764 und gewährt Einblick in das Frühwerk ihres Erbauers. Als Arbeit des jungen Meisters, der 1764 mit eigenen Instrumenten ins Licht der Geschichte tritt, reflektiert sie noch stark das Erbe seines Vaters und Lehrmeisters Sebastian Klotz, der als der eigentliche Schöpfer des Klotz-Modells lange verkannt war. Ein Vorbild, dem Aegidius allerdings – wie sein Bruder Georg – keineswegs sklavisch folgte, sondern das er in eine individuelle Handschrift übersetzte, befähigt sowohl durch seine exzellente Ausbildung als auch wiederum durch das Beispiel Sebastians, der sich selbst stets ein beeindruckendes Maß handwerklicher Freiheit zugestanden hat. So schuf Aegidius ein unverkennbares, an Amati orientiertes Modell, dessen lang gestreckte Mittelbügel seinen Violinen einen machtvollen Charakter verleihen. Die F-Löcher, die bei frühen Instrumenten noch genau an der Wölbung ausgerichtet sind, entwickeln im Laufe seiner vier Jahrzehnte als selbständiger Meister eine charakteristische Schrägstellung, die bei dieser Geige bereits zu erkennen ist. Selbstbewusst unterscheidet sich der Sohn vom Vater auch im Stil seiner Schnecken, die er, wie hier, zu ausdrucksstarken Kunstwerken von eigenwilliger Eleganz formte. Auch der zweiteilige Boden aus vorzüglich gewähltem, eng geflammtem Ahorn, die vollendet schöne Randarbeit und die feine Einlage in den Spitzen demonstrieren das hohe Niveau seiner Kunst, die eine Geige mit gereiftem, wundervoll ausgeglichenem Klang hervorgebracht hat, eine Stimme von edlem Charakter, in dem sich Wärme und ein süßer, flötiger Ton verbinden. Unsere Fachwerkstatt für Restaurierung hat sich von dem exzellenten Zustand der Violine überzeugt, die im Bestzustand erhalten ist. Selbst der Originallack ist großflächig ohne späteren Farbauftrag erhalten, eine Seltenheit bei Instrumenten dieses hohen Alters. Nach einer gründlichen Durchsicht bieten wir diese interessante Klotz Geige sofort spielfertig an, bereit für ihre Rückkehr in die Welt der Musik.

Bestellen Sie ein Zertifikat zur Wertbestätigung mit dieser Geige, optional im Warenkorb.

Verkauft €

Share it, make it social


Neuzugänge in unserem Katalog
  • Sehr gute Schönbacher Bratsche von F. Fischer, 1935
  • Nicolò Gagliano, 1762: Feine Neapolitanische Violine (Zertifikat J. & A. Beare)
  • Alte Französische Violine, J.T.L. - Jerome Thibouville-Lamy
  • Deutsche Geige von Meinel & Herold, "Künstlervioline Nr. "20", Modell Guarneri
  • Interessante moderne Violine von Beare & Son, Beijing 1995
  • Albert Nürnberger: Kraftvoller, silbermontierter Geigenbogen
  • Charles Nicolas Bazin: feiner, kraftvoller französischer Cellobogen (Zertifikat J.-F. Raffin)
  • Feine böhmische Meistergeige nach Guarneri, Schönbach 1920
  • H. Emile Blondelet, alte französische Violine Nr. 235
  • Feine Violine, Thir /-Umfeld, um 1750 (Zertifikat Hieronymus Köstler)
  • 3/4 - Feine Französische 3/4 Violine, um 1910
  • Eckart Richter, feine zeitgenössische Meistergeige, Markneukirchen, 1995
  • Markneukirchner Geigenbogen um 1930, heller, edler Ton
  • Leuchtend rote Mittenwalder Violine, um 1960
  • Alte Geige, Sachsen, 1920'er Jahre
  • Deutsche Geige mit klarem, obertonreichem Klang
  • 19. Jahrhundert: Antike Französische Violine, Pailliot um 1820
  • Kräftiger Markneukirchener Cellobogen
  • Sehr feiner Französischer Bratschenbogen, Pierre Testa, Paris (Neubau)
  • 1/2 - antike französische 1/2 Violine, um 1870
  • Feiner Meisterbogen von Hermann Richard Pfretzschner
  • Seltene historische Violine von Christoph Friedrich Hunger, Leipzig, 1776
  • Deutsche Geige, nach französischem Modell um 1910
  • Giulio Cesare Gigli, feine italienische Geige um 1760 (Zertifikat Etienne Vatelot)