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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


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Schweizer Meistergeige, Jean Werro, Bern
Schweizer Meistergeige, Jean Werro, Bern
Swiss master violin, Jean Werro, Bern
Swiss master violin, Jean Werro, Bern
Violon de maitre de la Suisse, Jean Werro, Bern
Violon de maitre de la Suisse, Jean Werro, Bern
Violino di maestro swizzera, Jean Werro, Bern
Violino di maestro swizzera, Jean Werro, Bern
Herkunft: Bern
Erbauer: Jean Werro
Bodenlänge: 36,2 cm
Jahr: 1925
Archiv

Feine Schweizer Meistergeige, 1925: Jean Werro, Bern

Diese im Jahr 1925 entstandene Meistergeige von Jean Werro, die sein datiertes Original-Etikett im Korpus trägt, gehört zu den wenigen Instrumenten von der Hand dieses international erfolgreichen Unternehmers, dessen Berner Atelier eine der führenden europäischen Adressen für Restaurierung, Expertise und Handel war. Angesichts seiner ausgezeichnet laufenden Geschäfte blieb Jean Werro sämtlichen Geigenbauwettbewerben und Ausstellungen fern – mit einer Ausnahme: Im Jahr 1927 gewann er in Genf eine Goldmedaille, gemeinsam mit seinem Sohn Henry, dessen Einstieg in das familiäre Unternehmen auf diese Weise eine unabhängige fachliche Würdigung erfuhr. So mag es erlaubt sein, die hier angebotene, zwei Jahre zuvor gebaute Violine als väterliches Beispiel zu verstehen, in dem Jean Werro die Maßstäbe klanglicher und ästhetischer Qualität formulierte, die in seinem Hause galten. Die klassische Eleganz des an Stradivari orientierten Modells, seine hübschen, kleinen F-Löcher, die fein gearbeitete Randeinlage und die vollendet schön gestochene Schnecke lassen in allen Details die sichere Hand des Meisters erkennen, der seiner Arbeit eine ansprechende, individuelle Ausstrahlung zu geben wusste. Unter einem transparenten, goldfarbenen Öllack offenbaren die vorzüglichen Tonhölzer ihre Klasse auf den ersten Blick: Sowohl die zarte Maserung der feinjährigen Fichtendecke als auch die kraftvolle, ausnehmend schöne Flammung des zweiteiligen Ahornbodens bestimmen die geschmackvolle Erscheinung dieser Geige aus bestem Hause, der zartes Craquelle einen leichten antiken Charakterzug verleiht. Wohlverstanden und kenntnisreich ausgeführt ist die italienische Wölbung des Korpus, die nicht zuletzt die exzellenten Klangeigenschaften dieser perfekt erhaltenen Violine begründet: Eine große und goldene, feine Stimme von überzeugender Präzision.

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  • Albert Nürnberger: Kraftvoller, silbermontierter Geigenbogen
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  • Deutsche Meisterbratsche Nr. 19, Markneukirchen / Erlbach, 1989
  • Roger François Lotte, feiner französischer Geigenbogen
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