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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Paul Knorr, Markneukirchen master violin
Paul Knorr, Markneukirchen master violin
Markneukirchner Meistergeige, wahrscheinlich Paul Knorr 1960
Markneukirchner Meistergeige, wahrscheinlich Paul Knorr 1960
Paul Knorr Geige - Ansicht der Schnecke
Paul Knorr Geige - Ansicht der Schnecke
Herkunft: Markneukirchen
Erbauer: wahr. Paul Knorr
Bodenlänge: 35,6 cm
Jahr: 1960
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Markneukirchner Meistergeige, wahrscheinlich Paul Knorr 1960

Diese kraftvolle Meistervioline ist ein selten zu findender Ausdruck der modernen Markneukirchener Geigenbautradition, die sie als neuwertiges, bislang nie gespieltes Instrument aus einer Sammlung in außergewöhnlicher Reinheit repräsentiert. Sie wurde wahrscheinlich von Paul Knorr im Jahr 1960 gebaut und trägt seinen Brandstempel und seinen datierten Zettel im Inneren des Korpus. Ihre selbstbewusste Erscheinung passt ausgezeichnet zum Spätwerk dieses renommierten Meisters, der seine Kunst bei seinem Vater Albert Knorr sen. erlernt hatte, einem Schüler Max Döllings. Ausgebildet in den besten handwerklichen Traditionen des sächsischen Vogtlandes ging Paul Knorr anschließend nach Breslau und Berlin, wo er sich zu einem versierten Restaurateur entwickelte und zum Werkstattleiter des vielfach ausgezeichneten Hauses Robert Beyer aufstieg. 1921 eröffnete er schließlich seine eigene Werkstatt in seiner Heimat. Die hier angebotene Violine gibt sich mit ihrem orangeroten Öllack auf einem leuchtend gelben Grund, der erstklassige Tonhölzer bedeckt, auf den ersten Blick als Markneukirchener Geige zu erkennen. Die enge, kräftige Flammung des einteiligen Ahornbodens und die äußerst regelmäßige Maserung der Fichtendecke verbinden sich mit der markanten Randarbeit und den elegant geschnittenen F-Löchern zu einer fein ausbalancierten, kraftvollen Ästhetik. Ihr entspricht der brillante Klang vorzüglich, den die spielfertig eingerichtete Geige nach einer sorgfältigen Aufarbeitung und Durchsicht in unserer Geigenbauwerkstatt entfaltet: Kraftvoll und obertonreich bietet sie mit einer knackigen Ansprache und großer Klangkraft hervorragende Interpretationsmöglichkeiten für das solistische Spiel.

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