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Antike Englische Geige, Emanuel Whitmarsh, London, 1893 - Decke
Antike Englische Geige, Emanuel Whitmarsh, London, 1893 - Decke
Antike Englische Violine, Emanuel Whitmarsh, London, 1893 - Boden
Antike Englische Violine, Emanuel Whitmarsh, London, 1893 - Boden
Antike Englische Violine, Emanuel Whitmarsh, London, 1893 - Zargen
Antike Englische Violine, Emanuel Whitmarsh, London, 1893 - Zargen
Antike Englische Violine, Emanuel Whitmarsh, London, 1893 - Schnecke
Antike Englische Violine, Emanuel Whitmarsh, London, 1893 - Schnecke
Inventarnr.: 4347
Herkunft: London
Erbauer: Emanuel Whitmarsh
Bodenlänge: 35,7 cm
Jahr: 1893
Klang: Hell, flötig, süß

Antike Englische Violine, Emanuel Whitmarsh, London, 1893

Ein Werk feiner englischer Geigenbaukunst ist diese außergewöhnliche Violine von Emanuel Whitmarsh, der sie auf der Innenseite des Korpus handschriftlich signierte und mit seinem auf das Jahr 1893 datierten, original erhaltenen Zettel versah. Der Londoner gehört zu den unkonventionellen Vertretern einer Kunst, die einerseits großen Wert auf die Geschlossenheit ihrer Tradition legt – und andererseits doch gerade von Autodidakten und Quereinsteigern wie Emanuel Whitmarsh hochinteressante Impulse bezieht. Bemerkenswert an seinem Werdegang ist, dass er keineswegs aus einem holzverarbeitenden Handwerk zum Geigenbau kam, sondern zuvor Steinbildhauer war. Was angesichts der höchst unterschiedlichen Materialien erstaunt, ist bei näherem Hinsehen aber ein schlüssiger Lebensweg, den in ähnlicher Weise auch der ausgebildete Holzbildhauer Stephan von Baehr gegangen ist, ein führender Geigenbaumeister unserer Zeit. So ist eine im Reich der Plastik entwickelte Formvorstellung zweifellos nützlich, um den komplexen Aufbau einer Violine zu verstehen und zu gestalten – der bei der hier angebotenen Geige in bis ins Detail vollendeter Qualität zu studieren ist, von der flach gehaltenen Wölbung des Korpus bis zur grazilen Ausarbeitung der kleinen Schnecke. Acht Jahre zuvor war Emanuel Whitmarsh in London mit einer Silbermedaille für seine Geigen und Bratschen ausgezeichnet worden, und er beweist mit diesem reifen Instrument sein hervorragendes Gespür für die Ästhetik wertvoller Tonhölzer: Den edlen, kraftvoll geflammten Ahorn des zweiteiligen Bodens und die vorzügliche mitteljährige Fichte der Decke versah er mit einem leuchtend orangebraunen Lack von hoher Transparenz und Strahlkraft, wie er für die englische Geigenbautradition charakteristisch ist. Dank ihres tadellosen Zustandes überzeugt diese seltene Violine nicht zuletzt mit ihrem sehr individuellen, flötigen und süßen, hellen Klang.


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