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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Geige von Aristide Benigni, Ascoli Piceno
Geige von Aristide Benigni, Ascoli Piceno
Geige von Aristide Benigni, Ascoli Piceno
Italienische Geige, Aristide Benigni, Ascoli Piceno
Italienische Geige, Aristide Benigni, Ascoli Piceno
Herkunft: Ascoli-Piceno
Erbauer: Aristide Benigni
Bodenlänge: 35,9 cm
Jahr: 1956
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Italienische Geige, Aristide Benigni, Ascoli Piceno

Kraftvoll bis in die hohen Lagen hinein ist der vorzügliche, warme Klang dieser aussergewöhnlichen italienischen Geige, strahlend, warm, süss und von einer gereiften Dominanz, die solistische Anforderungen erfüllt. Erbaut im Jahr 1956 gehört sie zum Spätwerk Aristide Benignis aus Ascoli Piceno – eine Region, die in der Geigenbaugeschichte bislang keine angemessene Würdigung erfahren hat. So ist wenig bekannt über Meister wie Aristide Benigni und Ludovico Giovannetti, deren Arbeiten neben ihrer hervorragenden musikalischen Qualität durch einen unkonventionellen, einfachen und eigenständigen Stil überzeugen. In ihrer ganzen Bauweise demonstriert die hier angebotene Geige, dass Aristide Benigni präzise wusste, worauf es bei einem außergewöhnlich guten Klanginstrument wirklich ankommt. Dieser Maxime folgend bestimmt eine virtuose Vernachlässigung ästhetischer Details ihre Erscheinung, ein Charakterzug, der auch bei anderen italienischen Meistern bis hin zum großen Guarneri del Gesù anzutreffen ist: Von schneller Hand wurde die Schnecke gestochen; die Decke aus mitteljähriger Fichte bedurfte während des Baus einer kleinen Reparatur am linken Stegfuß, die sich unter dem leuchtend roten Originallack befindet – eine mutige Holzwahl, die jahrzehntelange Erfahrung voraussetzt und durch die exzellenten Klangeigenschaften dieses Materials bestätigt wird. Für den zweiteiligen Boden verwendete Benigni wiederum ausnehmend schön geflammten Ahorn, der den unverkennbaren, persönlichen Ausdruck des Instruments abrundet. Für ihre aussagekräftige Individualität fand diese Geige bereits zwei Erwähnungen in der Fachliteratur, mit einer Abbildung in Artemio Versaris „Liuteria Italiana da Scoprire“ und einer weiteren in Florian Leonhards Werk „Violin Makers of Central Italy“. Auch die Spezialisten unserer Fachwerkstatt für Restaurierung haben sie mit besonderem Interesse studiert und sich von ihrem ausgezeichneten Zustand überzeugt. Nach einer sorgfältig durchgeführten Klangoptimierung befindet sich dieses seltene Instrument in musikalischer Bestform – unsere besondere Empfehlung für Individualisten und professionelle Musiker.

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