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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Plinio Michetti, feine alte italienische Violine, Torino - Decke
Plinio Michetti, feine alte italienische Violine, Torino - Decke
Plinio Michetti, feine alte italienische Violine, Torino - Decke
Plinio Michetti, feine alte italienische Violine, Torino - Decke
Plinio Michetti, feine alte italienische Violine, Torino - Decke
Plinio Michetti, feine Meistergeige, Torino - Zargen
Plinio Michetti, feine Meistergeige, Torino - Zargen
Plinio Michetti, feine alte italienische Violine, Torino - Schnecke
Plinio Michetti, feine alte italienische Violine, Torino - Schnecke
Herkunft: Torino
Erbauer: Plinio Michetti
Bodenlänge: 35,9 cm
Jahr: 1931
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Plinio Michetti, feine italienische Violine, Turin 1931 (Zertifikat Hieronymus Köstler)

Diese feine alte italienische Meistervioline ist eine vollendet gelungene, reife Arbeit des Turiner Geigenbauers Plinio Michetti, die in den 1930er Jahren entstand. Ihr strahlend schöner Klang und ihr erlesenes, intensiv rotes Lackbild belegen selbstbewusst, auf welch hohem Niveau Plinio Michetti nach dem ersten Jahrzehnt seiner eigenen Werkstatt arbeitete. Drei Jahre zuvor hatte er mit einer Medaille der Turiner Geigenbau-Ausstellung die erste öffentliche Anerkennung seiner Leistungen erlangt, der nach dem Krieg, im Jahr 1949, eine weitere in Cremona folgen sollte – Auszeichnungen, die auch für Plinio Michetti wichtige Marksteine darstellen. 1891 in eine Bauernfamilie geboren, erbte der junge Plinio von seinem Vater nicht nur die handwerkliche Begabung, sondern auch den Traum, einmal eine Geige zu bauen. Nach neun langen Jahren als Soldat konnte sich Plinio Michetti erst im Alter von fast 30 Jahren ganz seiner Berufung widmen, und fand rasch die Unterstützung namhafter Meister, darunter Euro Peluzzi, Cesare Candi und Paolo de Barbieri. Nicht zuletzt empfing er von Annibale Fagnola wichtige Anregungen, die Plinio Michettis tiefe Orientierung an der auf Pressenda zurückgehenden Turiner Geigenbautradition wenn nicht begründeten, so doch förderten. Sein großes Lebensthema war die Entwicklung seines persönlichen Lackes, dessen bernsteinartige Konsistenz und einzigartiger Farbton bei der hier angebotenen Violine ihren schönsten Ausdruck finden und die milde, aber markante Flammung des einteiligen Ahornbodens sanft akzentuieren. Die zart gearbeitete und doch breit gehaltene Randeinlage sowie die edle Schwärzung der Schnecke runden die Erscheinung des Instruments im Geist einer feinsinnigen Ästhetik ab. Zwei originale Signaturen auf den Oberzargen, deren Wortlaut auf ein später ergänztes, handgeschriebenes Etikett übernommen wurden, belegen die Herkunft dieser rissfrei erhaltenen Geige, deren leicht süßer Klang gehobene Ansprüche mit seiner obertonreichen, hellen Größe und seiner tragenden Substanz erfüllt. Ein Zertifikat des Stuttgarter Experten Hieronymus Köstler ist im Preis inbegriffen.

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