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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Feine Schweizer Meistergeige von August Meinel
Feine Schweizer Meistergeige von August Meinel
Feine Schweizer Meistergeige von August Meinel
Herkunft: Liestal
Erbauer: August Meinel
Bodenlänge: 35,9 cm
Jahr: 1926
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Feine Schweizer Meistergeige von August Meinel, 1926

Diese feine Meistervioline ist eine exzellente, persönliche Arbeit August Meinels, der als Nestor des modernen Geigenbaus in der Schweiz zu den interessantesten und einflussreichsten Persönlichkeiten der sächsischen Geigenbaugeschichte gehört. Nach langen Wanderjahren kam Meinel, der sein Handwerk an der Markneukirchener Fachschule unter Apian-Bennewitz und bei verschiedenen Meistern seiner Heimatstadt gelernt hatte, nach Liestal, wo er sich als technischer Leiter an der Gründung der „Schweizerischen Geigenbaugesellschaft“ beteiligte. Kurze Zeit später übernahm er die Führung des Unternehmens und arbeitete mehr als 15 Jahre lang mit großem Erfolg für renommierte Instrumentenhändler. Als Lehrer hervorragender junger Geigenbauer wie Fritz Baumgartner oder Adolf H. König, der später der erste Direktor der Brienzer Geigenbauschule werden sollte, gewann Meinel erheblichen Einfluss auf den eidgenössischen Geigenbau des 20. Jahrhunderts. Um 1920 konnte er schließlich beginnen, sich Freiheit und Zeit für individuelle Arbeiten zu nehmen, in denen er seine eigenen, hohen Qualitätsansprüche artikulierte – als Summe der Handwerkskunst eines gereiften, erfahrenen Meisters und aktiven Musikers, zu dessen Biographie auch Engagements als Berufsmusiker in großen Orchestern in Berlin und Dresden gehören. Als würdige Repräsentantin dieser Werkphase gibt sich die hier angebotene Geige unmittelbar durch die Eleganz des Modells mit weit ausgezogenen Ecken und die Qualität der verwendeten Tonhölzer zu erkennen; besonders der einteilige Ahorn-Boden mit seiner wunderschönen, leicht fallenden Flammung ist ein selbstbewusstes Zeichen der Meisterschaft August Meinels. Tadellos sauber geschnittene F-Löcher, eine in vollendeter Harmonie geformte Schnecke und ein weicher, reichhaltig aufgetragener Öllack von orangebrauner Farbe sind Zeugnisse einer bis ins feinste Detail reichenden Sorgfalt. Starke Patina und interessante Spielspuren versierter Musiker prägen das zum Teil eingedunkelte, höchst attraktive antike Lackbild, das von der bald hundertjährigen Geschichte eines offenkundig viel gespielten Instruments erzählt. Rissfrei erhalten und liebevoll in unserer Werkstatt aufgearbeitet bietet diese Violine als echtes Ausnahme-Instrument seiner Preisklasse einen begeisternd warmen und strahlenden, gereiften Klang, der den Reichtum seiner Farben mit sofortiger Ansprache mühelos entfaltet. Bestens ausgeglichen über alle Saiten und mit stützendem Volumen ermöglicht er differenzierte Interpretationen auf professionellem Niveau – unsere besondere Empfehlung!

violine

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