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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Italienische Solistengeige von Luigi Mozzani
Italienische Solistengeige von Luigi Mozzani
Italienische Solistengeige von Luigi Mozzani
Boden - italienische Solistengeige
Boden - italienische Solistengeige
Zargen - italienische Solistengeige
Zargen - italienische Solistengeige
Schnecke - italienische Solistengeige
Schnecke - italienische Solistengeige
Herkunft: Rovereto
Erbauer: Luigi Mozzani
Bodenlänge: 35,5 cm
Jahr: 1930 circa
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Italienische Solistengeige. Luigi Mozzani, Rovereto 1930 (Zertifikat Franke)

In der Blütezeit der „Liuteria Italiana Luigi Mozzani“ entstand diese klangstarke italienische Violine - eine Solistengeige, die ihrer Herkunft aus der Werkstatt des international bekannten Musikers, Komponisten und Instrumentenbauers Mozzani alle Ehre macht. Sie reflektiert mit ihrem souveränen, bis in feinste Details ausgereiften Stil und ihren erstklassigen musikalischen Eigenschaften den weiten Weg, den Mozzani seit der Gründung der Liuteria um das Jahr 1908 gegangen war. Aus armen Verhältnissen stammend, hatte sich der begabte Musiker zunächst als Oboist in die New Yorker Philharmoniker unter Toscanini emporgearbeitet – um neben dieser anspruchsvollen Verpflichtung seine Leidenschaft für die Gitarre und die große Vielfalt italienischer Zupfinstrumente zu pflegen. So bildete die Liuteria als durchaus innovativ, ja experimentell angelegtes Projekt einen integralen Bestandteil von Mozzanis zweiter Karriere als Solist und Komponist, die in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts Fahrt aufnahm. Fachliche Begleitung erhielt er von dem Fiorini-Schüler Carlo Carletti, der selbst zum Vater einer Generation hervorragender Geigenbauer werden sollte und dafür sorgte, dass sich Mozzanis Werkstatt von Anfang an auf der Höhe des modernen italienischen Geigenbaus befand. Die Zeit um 1930, in der die hier angebotene Violine entstand, ist eine Phase des Umbruchs für die Liuteria: Eine 16jährige Konzertpause, in der sich Mozzani intensiv dem Gitarren- und Geigenbau widmete, neigte sich ihrem Ende entgegen – während der italienische Faschismus, der mit wachsender Macht in alle Bereiche der Gesellschaft vordrang, die der künstlerischen Freiheit verpflichtete Arbeit der Werkstatt erschwerte und 1934 schließlich beendete. Der unverkennbare, individuelle Charakter dieses Instruments lässt sich vor diesem Hintergrund als Bilanz einer Entwicklung verstehen, in der sich das handwerkliche Erbe Mozzanis artikuliert. Zu seinen unmittelbar auffallenden Werten gehören die Sicherheit in der Wahl und die ästhetische Sensibilität bei der Verarbeitung ausnehmend interessant gemaserter Tonhölzer, das eigenständige, flach gewölbte Modell und die typische Form der F-Löcher. Der reichhaltig aufgetragene, orangebraune Öllack und die ausdrucksstarke Schnecke vollenden die klare Bezugnahme auf die italienische Geigenbautradition, die das gesamte Instrument bestimmt – und die sich nicht zuletzt in jenem einzigartig schmelzenden Klang äußert, für den Violinen aus dem Ursprungsland des europäischen Geigenbaus berühmt sind. Getragen von großer Klarheit und Strahlkraft eröffnen sein Reichtum an Obertönen und seine angenehme Wärme begeisternde musikalische Gestaltungsmöglichkeiten, über die diese perfekt erhaltene Geige mit zuverlässiger Leichtigkeit verfügt. Wir bieten sie nach einer sorgfältigen Aufarbeitung in bestem, sofort spielfertigen Zustand an, mit einem Echtheitszertifikat des renommierten Stuttgarter Experten Bernhard Franke.

Verkauft €

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