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corilon violins
Seltene Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
Seltene Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
Seltene Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
Ahornboden, Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
Ahornboden, Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
Ahornzargen, Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
Ahornzargen, Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
Schnecke, Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
Schnecke, Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789
Inventarnr.: 5378
Herkunft: Pest
Erbauer: Joseph Michael Gschiell
Bodenlänge: 35,7 cm
Jahr: 1789
Klang: Warm, farbenreich

Seltene Violine von Joseph Michael Gschiell, Pest 1789

Diese antike Violine gehört zu den seltenen historischen Denkmalen der aufblühenden Musikkultur in der Hauptstadt des Königreichs Ungarn, die im späten 18. Jahrhundert einen atemberaubenden Aufschwung erlebte. Als Zentrum der habsburgischen Administration gehörte Pest, das später mit dem benachbarten Buda zu Budapest vereinigt werden sollte, zu den am schnellsten wachsenden Städten der Epoche, und Geigenbauer wie Joseph Michael Gschiell fanden im vielfältigen Musikleben der Metropole beste Arbeitsbedingungen: Kirchen und Klöster, zahllose repräsentationswillige Adelshäuser und nicht zuletzt die Stadt selbst unterhielten Musiker und Ensembles aller Art, die mit neuen Instrumenten und geigenbauerischen Diensten zu versorgen waren. Auch die hier angebotene Violine vermittelt das hochinteressante Bild einer musikalischen Existenz, die von intensiver Nutzung geprägt war: So wurde das Original-Etikett Gschiells bei einer Reparatur gelöst und wieder eingebracht; eine sichtbare, von innen vorgenommene Belegung der Bodenfuge, kleinere Restaurierungen der Decke und weitläufig des Wirbelkastens, Lackretuschen sowie ein sorgfältig eingebrachtes Deckenstimmfutter erzählen von der bewegten Geschichte einer Geige, der, wie auch ihrem Erbauer, offensichtlich höchste Wertschätzung entgegengebracht wurde. Gleich seinem vermutlichen Vater, Lehrmeister und Vorgänger Andreas Johann Gschiell, gehört Joseph Michael zu derselben Tradition wie der große Wiener Meister Mathias Thir, formuliert mit dem schlanken Modell und der vollen Wölbung der hier angebotenen Geige aber einen interessanten, eigenen Standpunkt im deutschen Geigenbau seiner Zeit. Zu ihm gehört auch ein gewisser Pragmatismus, der sich in der lediglich aufgemalten Randeinlage des Bodens ausdrückt, während Gschiell die Geige zugleich mit einem qualitätvollen gold-orangebraunen Lack veredelte. Als historische Instrumentenpersönlichkeit von einzigartigem Charakter bieten wir diese äußerst seltene ungarische Violine in sofort spielfertigem Zustand an, sorgfältig überarbeitet von unseren Geigenbauern, die Hand in Hand mit ihren historischen Vorgängern gearbeitet haben, um den warmen, dunklen und großen Klang der Geige in seiner besten Form zu erhalten.


Neuzugänge in unserem Katalog
  • Antike Mittenwalder Geige. Neuner & Hornsteiner, um 1860
  • Atelier Charles Le Lyonnais, feine Französische Violine, Nantes 1939
  • Sächsische Meistergeige - 19. Jahrhundert um 1870
  • Raffaello Bozzi bei Antonio Monzino: Italienische Geige
  • Italienische Geige, Romedio Muncher, Cremona 1929
  • Amerikanische Geige von William Wilkanowski, Brooklyn 1938
  • H. Derazey: Feine Violine aus der Werkstatt von Jean-Joseph Honoré Derazey
  • Sächsische Violine. Geigenbaumeister Max Heiling
  • Markneukirchener Geige von Schuster & Co., 1942
  • Antike Sächsische Geige, wahrscheinlich Schuster & Co
  • Charaktervolle deutsche Geige, um 1870
  • Antike Markneukirchner Geige, um 1890
  • Markneukirchner Meistergeige. Violine um 1940
  • Schülergeige nach Stradivari. Violine aus Bubenreuth
  • Norddeutsche Violine von Richard Berger, Stralsund 1914
  • Geige aus Mittenwald. 1970er Jahre
  • Zeitgenössische Meistergeige von Marc de Sterke
  • Deutsche Geige aus den Hopf-Werkstätten, Taunusstein-Wehen
  • Zeitgenössische italienische Geige von Giovanni Lazzaro, Padova 1990
  • Feine Mittenwalder Meistergeige, um 1740, nahes Umfeld Sebastian Klotz
  • Antike Böhmische Meistergeige. Feine Kopie Johann Georg Thir, um 1900
  • Antike französische 3/4 Geige. Wahrscheinlich J.T.L.
  • François Fent, eine feine französische Bratsche, 18. Jahrhundert (Zertifikat Hieronymus Köstler)
  • Marcello Martinenghi, 1949: Feine italienische Bratsche (Zertifikat Eric Blot)