Geige von Joseph Kantuscher, Mittenwald (1973)
Meistergeige von Joseph Kantuscher 1973, op. 308
Meistergeige von Joseph Kantuscher 1973, op. 308
Meistergeige von Joseph Kantuscher 1973, op. 308
Geigenzettel von Joseph Kantuscher, Mittenwald (1973)
Abb. |

Meistergeige von Joseph Kantuscher 1973, op. 308

Die Meistervioline op. 308 von Joseph Kantuscher ist ein Instrument, das allein wegen seiner prominenten Herkunft keiner weiteren Empfehlung bedarf – gehört Kantuscher doch zu den weltweit gefragtesten Geigenbauern seiner Zeit, insbesondere unter professionellen Musikern, mit einem Œuvre, das ausschließlich aus exklusiven Auftragsarbeiten erster Qualität besteht. Die Eleganz und Ausdrucksstärke dieser im Jahr 1973 gebauten Meistergeige lässt ihre Klasse auf den ersten Blick erkennen und stellt den in fast 20 Jahren selbständiger Arbeit für anspruchsvollste Kunden gereiften Meister...

Die Meistervioline op. 308 von Joseph Kantuscher ist ein Instrument, das allein wegen seiner prominenten Herkunft keiner weiteren Empfehlung bedarf – gehört Kantuscher doch zu den weltweit gefragtesten Geigenbauern seiner Zeit, insbesondere unter professionellen Musikern, mit einem Œuvre, das ausschließlich aus exklusiven Auftragsarbeiten erster Qualität besteht. Die Eleganz und Ausdrucksstärke dieser im Jahr 1973 gebauten Meistergeige lässt ihre Klasse auf den ersten Blick erkennen und stellt den in fast 20 Jahren selbständiger Arbeit für anspruchsvollste Kunden gereiften Meister vor, der sich in dieser Zeit auf der Höhe seiner Schaffenskraft und Kreativität befand. So steht diese feine Violine exemplarisch für die beispiellose Konstanz, die Kantuschers Werk von seiner Meisterarbeit im Jahr 1948 bis zu seinem letzten Instrument, der Viola op. 695 (2013) auszeichnet – eine Qualität, für die selbst exzellente Solisten mehrjährige Wartezeiten in Kauf nahmen. Sein individuelles Modell, in dem er die Vorzüge vieler bedeutender Geigenbautraditionen vereinigt hat, findet in diesem Instrument aus hochwertigen Tonhölzern des Karwendel-Gebirges seine schönste Ausprägung. Fein- bis mitteljährige Mondholz-Fichte wählte Joseph Kantuscher für die Decke aus und fertigte den zweiteiligen Boden aus kraftvoll geflammtem Ahorn, dessen selten schöne Maserung ein weicher, leuchtend orangebrauner Öllack akzentuiert. Mit größtem Respekt haben unsere Geigenbauer dieses vollkommen unbeschädigte Ausnahmeinstrument durchgesehen und spielfertig hergerichtet. Leichtes Craquele an einzelnen Stellen betont die Individualität dieser Instrumentenpersönlichkeit, die sich mit ihrem strahlend klaren, singenden und obertonreichen Klang als wahre Kantuscher-Violine erweist und sein Originaletikett mit allem Recht im Korpus trägt.