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corilon violins
Seltene "Ritter-Bratsche"  bzw. Ritterbratsche - Decke
Seltene "Ritter-Bratsche"  bzw. Ritterbratsche - Decke
Seltene "Ritter-Bratsche"  bzw. Ritterbratsche - Decke
Seltene "Ritter-Bratsche"  bzw. Ritterbratsche - Boden
Seltene "Ritter-Bratsche"  bzw. Ritterbratsche - Boden
Seltene "Ritter-Bratsche"  bzw. Ritterbratsche - Zargen
Seltene "Ritter-Bratsche"  bzw. Ritterbratsche - Zargen
Seltene "Ritter-Bratsche"  bzw. Ritterbratsche - Schnecke
Seltene "Ritter-Bratsche"  bzw. Ritterbratsche - Schnecke
Inventarnr.: 4644
Herkunft: Markneukirchen
Erbauer: Unbekannt
Bodenlänge: 47,5 cm
Jahr: circa 1910
Klang: Dunkel, groß, warm

Ritter-Bratsche. Viola alta, um 1910

„Der in Wohllaut getränkte, im piano wie im forte volltönende Gesang“ – um dieses hohe Ideal des Bratschenklangs zu erreichen, wagte der deutsche Bratschist, Komponist und Musikhistoriker Hermann Ritter in den 1870er Jahren eine Expedition ins Reich des Geigenbaus: Inspiriert durch die geometrischen Konzepte Antonio Bagatellas entwarf er gemeinsam mit dem Würzburger Geigenbauer Karl Adam Hörlein die Viola alta, die bald als „Ritter-Bratsche“ bekannt wurde. Obwohl sie unter zeitgenössischen Komponisten großen Beifall fand – nicht zuletzt bei Richard Wagner – und die Neudeutsche Schule stark beeinflusste, geriet sie in den 1920er Jahren wieder in Vergessenheit. So ist die hier angebotene, um 1910 gebaute Ritter-Bratsche eine echte Rarität, die versierten Bratschisten hochinteressante Neuinterpretationen, aber auch Entdeckungen in der speziell für die Viola alta geschriebenen Literatur erlaubt. Ihr warmer, machtvoller und gut abgerundeter Klang ist von bezaubernder Schönheit – eine volumenreiche Stimme, deren Charakter wie geschaffen ist für das kammer- und kirchenmusikalische Publikum unserer Zeit. Die spieltechnische Umstellung, die ihr 47,5 cm langer Korpus bedingt, ist angesichts dieser musikalischen Optionen eine geringe Mühe. Für die treue und handwerklich tadellose Umsetzung der Ritterschen Vorgaben in Gestalt dieser Bratsche sorgte ein namentlich nicht bekannter Geigenbauer aus dem traditionsreichen Geigenbauzentrum Markneukirchen. Die sorgfältig gearbeitete Einlage und der goldbraune, dezent antikisierte Lack lassen seine erfahrene, in der sächsischen Geigenbautradition geschulte Hand erkennen. Der tief geflammte Ahorn des zweiteiligen Bodens und der Zargen sowie die mitteljährige, in harmonischer Regelmäßigkeit gemaserte Fichte der Decke sind erstklassige Tonhölzer, die mit ästhetischer Sensibilität gewählt und verarbeitet wurden. Die handwerkliche Qualität dieser Bratsche zeigt sich nicht zuletzt in der vollendet gelungenen Wölbung von Decke und Boden, die bei einem Instrument, das nicht gerade zum geigenbauerischen Standard-Repertoire gehört, eine besondere Herausforderung darstellt. Einige Spielspuren sind dem hohen Alter dieser Ritter-Bratsche vollkommen angemessen, die perfekt und frei von jeglichen Reparaturen erhalten ist. Nach einer gründlichen Prüfung und Aufarbeitung in unserer Geigenbau-Werkstatt ist sie bereit, ihre hundertjährige und doch ganz neuartige Stimme wieder erklingen zu lassen.

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