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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Charles Louis Bazin: feiner, kräftiger französischer Cellobogen  - Frosch
Charles Louis Bazin: feiner, kräftiger französischer Cellobogen  - Frosch
Französischer Cellobogen von Louis Bazin - Kopf
Französischer Cellobogen von Louis Bazin - Kopf
Herkunft: Mirecourt
Erbauer: Charles Louis Bazin
Bodenlänge: 77,0 g
Jahr:
Archiv

Charles Louis Bazin: feiner französischer Cellobogen (Zertifikat J.-F. Raffin)

Der große, prachtvoll geschwungene Kopf dieses feinen französischem Cellobogens ist eine selbstbewusste Demonstration handwerklicher Exzellenz, geschaffen von
Charles Louis Bazin um den Beginn seines dritten Lebensjahrzehnts. Diese biographische Datierung ist sinnvoll, denn sie verrät mehr über das Werk als eine bloße Jahreszahl: Nach fast zehn Jahren Ausbildung in einer der bedeutendsten Bogenmacherwerkstätten Frankreichs – der seines Vaters Charles Nicolas Bazin – darf man sich den jungen Louis Bazin als bestens qualifizierten Mitarbeiter des familiären Unternehmens vorstellen, das sich dem Zenit seines Erfolges näherte. Noch einige Jahre von der Gründung seiner eigenen Familie und der Übernahme des Geschäfts entfernt, konzentriert sich Charles Louis Bazin ganz auf die Bogenmacherei, als einziger der Söhne des großen Charles Nicolas Bazin. Die besonders fein gearbeitete, runde Stange des hier angebotenen Cellobogens zeigt sich als höchst qualitätvolle Arbeit, die Charles Louis Bazin auf dem Weg zur Nachfolge seines Vaters an der Spitze der Werkstatt gut ansteht. So ist der original erhaltene Händlerstempel von Gustave Bernardel als Auszeichnung eines nicht minder renommierten Hauses zu verstehen, das diesen 71,3 cm langen Cellobogen aus erstklassigem, rotbraunem Fernambuk in seinen Katalog aufnahm. Die klassisch-geschmackvolle, hochwertige Ausstattung mit einem silbermontierten Ebenholzfrosch, Perlmuttauge und silbernem Kapselbeinchen unterstreicht hervorragende musikalischen Eigenschaften: Komplex und fein differenziert ist der große, ebenso helle wie warme Klang dieses bestens erhaltenen französischen Cellobogens, der mit seinem bei 25,2 cm gemessenen, leicht zum Frosch tendierenden Schwerpunkt präzise und entschiedene Spielmöglichkeiten erschließt. Seine namhafte Herkunft belegt ein Zertifikat von Markus Wörz, München.

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