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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


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Christoph Götting, zeitgenössische Meistergeige
Christoph Götting, zeitgenössische Meistergeige
Christoph Götting, zeitgenössische Meistergeige, 2014
Christoph Götting, zeitgenössische Meistergeige, 2014
Zeitgenössische Meistergeige - Seite - Christoph Gotting
Zeitgenössische Meistergeige - Seite - Christoph Gotting
Zeitgenössische Meistergeige - Schnecke - Christoph Gotting
Zeitgenössische Meistergeige - Schnecke - Christoph Gotting
Herkunft: Michelmersh
Erbauer: Christoph Götting
Bodenlänge: 35,5 cm
Jahr: 2014
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Christoph Götting, zeitgenössische Meistergeige

Mit dieser erstklassigen Geige hat Christoph Götting nicht nur ein Meisterwerk des zeitgenössischen Geigenbaus geschaffen, sondern auch einer historischen Arbeit des großen Cremonesers Antonio Stradivari seine besondere Referenz erwiesen. Aus gutem Grund: Denn mit der Gibson- resp. Huberman-Strad, von der Christoph Göttings Instrument nicht nur in seinem Umriss inspiriert ist, verbindet den Wiesbadener mehr als das Faszinosum ihrer filmreifen jüngeren Geschichte – vielmehr spielte er selbst im Drama ihrer Wiederentdeckung eine bedeutende Rolle. Die 1713 gebaute Geige, die heute keinem geringeren als Joshua Bell gehört, war ein halbes Jahrhundert lang verschollen: Gestohlen 1936 aus der New Yorker Carnegie-Hall, wurde die Stradivari unerkannt von einem reichlich erfolglosen Violinisten in Kirchen, Bars und drittrangigen Konzertsälen gespielt, bis zu seinem Tod im Jahr 1985. Seine Witwe brachte das exzeptionelle Instrument zurück ans Licht der Öffentlichkeit – sodass es schließlich von Christoph Götting in der Londoner Werkstatt von Charles Beare restauriert werden konnte. Ein Auftrag, der zu den Höhepunkten in der Laufbahn des 1948 geborenen Geigenbauers zählt, und doch keineswegs sein einziger Kontakt mit den besten Arbeiten aus jener goldenen Epoche war. In seiner mehr als 20jährigen Mitarbeit bei Beare´s und als selbständiger Geigenbauer in Michelmersh, Hampshire, widmete er sich mit besonderer Aufmerksamkeit dem Studium der alten italienischen Lacke, und die hier angebotene Geige ist mit der wundervollen Textur, der hohen Transparenz und der Strahlkraft ihrer zarten Lackierung eine vorzügliche Frucht seiner Forschungen. Wie bei der Huberman-Stradivari wurde der Boden dieser zeitgenössischen Meistergeige zweiteilig ausgeführt, aus Ahorn erster Qualität, dessen breite Flammen von der Fuge aus nach oben verlaufen. Als eine der letzten Arbeiten aus Göttings englischer Werkstatt hat er diese Violine im Jahr 2013 bereits in seinem neuen Wiesbadener Atelier lackiert und vollendet, ein reifes Zeugnis seiner Kunst und seiner tiefen Kenntnis des altitalienischen Geigenbaus. Der volle, tragende Klang dieser zeitgenössischen Meistergeige vereint Schmelz und eine goldene Note mit strahlender Größe; eine Stimme, die sich an professionelle Solisten mit höchsten Ansprüchen richtet und dank ihrer leichten Ansprache weite Interpretationsräume eröffnet.

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