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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Leo Aschauer Geige, Mittenwald
Leo Aschauer Geige, Mittenwald
Violine von Leo Aschauer, Mittenwald - Geigenboden
Violine von Leo Aschauer, Mittenwald - Geigenboden
Herkunft: Mittenwald
Erbauer: Leo Aschauer Werkstatt
Bodenlänge: 35,6 cm
Jahr: 1963
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Leo Aschauer, Mittenwald, 1963: sehr schöne Violine

37 Jahre lang war Leo Aschauer als Direktor der Mittenwalder Fachschule für Geigenbau verantwortlich für eine der renommiertesten Institutionen ihrer Art, und Leo Aschauer blieb mit seiner eigenen Werkstatt auch im Ruhestand eine prägende Gestalt seiner Zunft. Dort wurde im Jahr 1963 unter der Anleitung des inzwischen 71jährigen Meisters diese vorzüglich schöne Violine gebaut, ein sauber und mit größter Sorgfalt gearbeitetes Instrument, das dem guten Ruf Mittenwalder Streichinstrumente mit seinem ausgezeichneten Klang alle Ehre macht. Die erstklassigen Tonhölzer der Karwendel-Region, über die Leo Aschauers Werkstatt verfügte, betont ein leuchtend gold-orangefarbener Öllack, der die regelmäßige Maserung der mitteljährigen Fichte und die kraftvolle, tiefe Flammung des zweiteiligen Ahorns eindrucksvoll zur Geltung bringt. Wahrscheinlich handelt es sich um sog. Mondholz, das nach alten Forsttraditionen geschlagen wurde. Mit ihrem kraftvollen und präzisen Klang überzeugt diese Geige anspruchsvolle Musiker und erweist sich als eine treue Nachfolgerin der altitalienischen Instrumente von Guarneri del Gesù, nach dessen Modell sie gebaut wurde. Knackig und mit sofortiger Ansprache erreicht sie strahlende Kraft in den höheren Bereichen, bleibt aber in den Tiefen klar und warm, mit dunklem Charakter. Ihr Alter von gut fünfzig Jahren hat mit nur einem fehlenden weißen Knöpfchen des E-Wirbels eine denkbar geringe Spur hinterlassen; sofort spielfertig nach einer gründlichen Durchsicht in unserer Fachwerkstatt empfehlen wir diese wunderschöne Violine als qualitätvolle Referenz Mittenwalder Geigenbaukunst der jüngeren Zeit.

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