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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


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Französische Violine um 1870, Grandjon Schule (Zertifikat J.J. Rampal)
Französische Violine um 1870, Grandjon Schule (Zertifikat J.J. Rampal)
French violin, Grandjon school approx. 1870 (certificate Rampal)
French violin, Grandjon school approx. 1870 (certificate Rampal)
Jules Joseph Grandjon, Grandjon family - violin
Jules Joseph Grandjon, Grandjon family - violin
Jules Joseph Grandjon, Mirecourt
Jules Joseph Grandjon, Mirecourt
Herkunft: Mirecourt
Erbauer: Unbekannt
Bodenlänge: 36,0 cm
Jahr: circa 1870
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Französische Violine um 1870, Grandjon Schule (Zertifikat J.J. Rampal)

Diese französische Violine ist ein antikes Instrument der Zeit um 1870, das erkennbar in der Tradition der Geigenbauerdynastie Grandjon gefertigt wurde. Mit ihrem kraftvollen und strahlenden, obertonreichen Klang von sehr guter Resonanz bildet sie gerade für das solistische Spiel eine erstklassige Wahl. Meister aus der Familie Grandjon wirkten über mehrere Generationen in Mirecourt, dem historischen Zentrum des französischen Geigenbaus. Jules Joseph Grandjon als ihr wohl bekanntester Vertreter arbeitete zunächst einige Jahre lang in Paris, bevor er in seiner Heimatstadt eine große Werkstatt eröffnete. Aus ihr gingen mehrere bedeutende Geigenbauer des späten 19. Jahrhunderts wie Joseph Hel und Paul Bailly hervor, die – im Umfeld des großen J. B. Vuillaume – selbst höchst erfolgreiche Ateliers eröffneten und internationale Erfolge feierten. Ihre Grundlage waren die hohen musikalischen und handwerklichen Standards der Grandjon - Schule, wie sie der unbekannte Erbauer der hier angebotenen Violine perfekt ins Werk gesetzt hat. Ihr zart geflammter, zweiteiliger Ahornboden und die sehr gleichmäßige Decke aus hochwertiger Fichte offenbaren einen anspruchsvollen, traditionell arbeitenden Handwerkskünstler, der sein Material mit größter Sorgfalt und Erfahrung auswählte. Von seiner gut geschulten Hand zeugen die äußerst gekonnt ausgeführten Decken- und Bodenwölbungen, sauber geschnittene F-Löcher und die hervorragend gelungene Randarbeit mit einer feinen, in die Ecken ausgezogenen Einlage. Den orangebraunen Lack auf goldgelbem Grund versah er mit geschmackvollen Antikisierungen. Mehrfache Ausbuchser des original erhaltenen Wirbelkastens lassen die große Wertschätzung erkennen, die dieses viel gespielte Instrument bei seinen früheren Besitzern genoss. In unserer Fachwerkstatt für Restaurierung wurde die Geige vollständig aufgearbeitet und spielfertig hergerichtet; zwei solide ausgeführte Deckenreparaturen begründen den niedrigen Preis dieses hervorragenden Klanginstruments, dessen Herkunft und Qualität ein Zertifikat des namhaften Pariser Geigenbauexperten Jean-Jacques Rampal belegt.

Verkauft €

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