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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


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Historische Geige von Johann Georg Leeb, Preßburg, 1786 - Geigen Decke
Historische Geige von Johann Georg Leeb, Preßburg, 1786 - Geigen Decke
Historische Geige von Johann Georg Leeb, Preßburg, 1786 - Geigen Boden
Historische Geige von Johann Georg Leeb, Preßburg, 1786 - Geigen Boden
Historische Geige von Johann Georg Leeb, Preßburg, 1786 - Geigen Zargen
Historische Geige von Johann Georg Leeb, Preßburg, 1786 - Geigen Zargen
Historische Geige von Johann Georg Leeb, Preßburg, 1786 - Geigen Schnecke
Historische Geige von Johann Georg Leeb, Preßburg, 1786 - Geigen Schnecke
Herkunft: Preßburg
Erbauer: Johann Georg Leeb
Bodenlänge: 35,7 cm
Jahr: 1786
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Historische Geige von Johann Georg Leeb, Preßburg, 1786 (Zertifikat Hieronymus Köstler)

Diese historische Meistergeige von Johann Georg Leeb ist ein außergewöhnlich gut erhaltenes Instrument, das einen seltenen Blick in die habsburgische Musikkultur des späten 18. Jahrhunderts gewährt. Sie entstand 1786 in Preßburg, der Krönungsstadt Kaiserin Maria Theresias, wo Johann Georg Leeb wenige Jahre zuvor das Bürgerrecht erworben hatte. In der größten Stadt des Königreichs Ungarn und ihrer dynamischen Kulturszene fand der als einer der besten ungarischen Meister des 18. Jahrhunderts bekannte Johann Georg Leeb offenkundig exzellente Arbeitsbedingungen, von denen die hier angebotene Violine mit ihrer reifen, meisterhaften Bauart und ihrer individuellen Ausstrahlung zeugt. Die vorzüglichen Eigenschaften der Tonhölzer lassen erkennen, dass Leeb in Preßburg für einen anspruchsvollen Kundenkreis arbeitete. Musikalische Qualität genoss dabei erkennbar größeres Gewicht als die visuelle Erscheinung, denn die Fichte der Decke und der ausgesprochen mild geflammte Ahorn des zweiteiligen Bodens verzichten auf spektakuläre optische Effekte. Allein die ausdrucksstarke Schnitzarbeit der Schnecke, ein unverkennbares Merkmal vieler Leeb-Instrumente, setzt einen auffälligeren Akzent. Heute bestimmt der Kontrast eines stark gedunkelten rotbraunen Lackes und der helleren, gelben Grundierung den wunderschönen antiken Charakter dieser Geige. Als einer der führenden österreichischen Geigenbauer seiner Zeit demonstriert Johann Georg Leeb, dass er souverän mit den großen Traditionen Stainers, Amatis und der Füssener Schule umzugehen wusste. Zahlreiche Spielspuren belegen, dass diese Violine mit ihrem individuellen, flach gewölbten Modell ein verlässlicher Partner für viele Generationen ausgezeichneter Musiker war. Eine Reparatur der Decke ist bei einem intensiv gespielten Instrument dieses hohen Alters nicht ungewöhnlich und bleibt in ihrer soliden Ausführung klanglich ohne jede Wirkung. So überzeugt der farbenreiche Ton dieser Geige mit reifer Wärme, singender Strahlkraft in den oberen Bereichen und selten zu findender Klarheit in den unteren – eine Rarität, die keiner weiteren Empfehlung bedarf, sofort spielfertig nach einer vollständigen Durchsicht unsere erfahrenen Geigenbauer. Im Preis inbegriffen ist ein Echtheitszertifikat des Stuttgarter Experten Hieronymus Köstler, anzusehen über den Zertifikat-Button.

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