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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Tertis viola, German viola by Alois Schöttl, Ludwigshafen 1938
Tertis viola, German viola by Alois Schöttl, Ludwigshafen 1938
Tertis viola, German viola by Alois Schöttl, Ludwigshafen 1938
Tertis Bratsche, Deutsche Bratsche von Alois Schöttl, Ludwigshafen 1938
Tertis Bratsche, Deutsche Bratsche von Alois Schöttl, Ludwigshafen 1938
Modele Tertis, violon alto allemand de Alos Schöttl 1938
Modele Tertis, violon alto allemand de Alos Schöttl 1938
Modello Tertis, alto di Alois Schöttl 1938
Modello Tertis, alto di Alois Schöttl 1938
Herkunft: Ludwigshafen
Erbauer: Alois Schöttl
Bodenlänge: 40,0 cm
Jahr: 1938
Klang: Hell, klar, süss
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Tertis Modell: Deutsche Bratsche von Alois Schöttl, Ludwigshafen 1938

Nach dem experimentellen Entwurf des Bratschisten Lionel Tertis baute der Ludwigshafener Meister Alois Schöttldiese unkonventionelle und klangschöne Viola. Sie ist eine vorzüglich gelungene Umsetzung des Konzepts, das Tertis in Zusammenarbeit mit dem englischen Geigenbauer Arthur Richardson entwickelte und interessierten Geigenbauern in Form einer aufwändigen Dokumentation zukommen ließ. Sein Grundgedanke, den Resonanzraum der Bratsche zu maximieren, ist ein naheliegender und effektiver Ansatz, der sich fundamental von anderen Neuinterpretationen des Bratschenkorpus unterscheidet, wie sie etwa Antoine Marius Richelme anhand subtiler geometrischer Erwägungen vorgelegt hat. So bestehen die musikalisch bedeutenden Charakteristika der Tertis-Viola neben dem auffallenden, weiten Umriss in feinen Details wie der nahe der Einlage ansetzenden Wölbung und höheren Zargen mit einem minimalen Abstand zum Deckenrand. Die exzellente Ausführung dieser baulichen Spezifika lässt erkennen, dass Alois Schöttl, über dessen Herkunft und Werdegang kaum etwas bekannt ist, ein hervorragend ausgebildeter und erfahrener Meister war. Die feinjährige Fichte der Decke und der mild geflammte Ahorn des zweiteiligen Bodens sind erstklassige Tonhölzer, die ein zarter, goldfarbener Öllack bedeckt. Zartes Craquelé und einige Spielspuren unterstreichen, dass es sich bei diesem hochmodernen Instrument um eine antike Rarität handelt, die bereits von sehr guten Musikern gespielt worden ist. Nach einer gründlichen Durchsicht und Aufarbeitung in unserer Werkstatt bieten wir diese sehr gut erhaltene Bratsche, die nur eine unter dem Saitenhalter verborgene Reparatur aufweist, in sofort spielfertigem Zustand an – unsere besondere Empfehlung für anspruchsvolle Musiker mit Interesse an den Optionen eines außergewöhnlich offenen, süßen und hellen Bratschenklangs.

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