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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


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Eugen Wahl, Meistergeige op. 351 aus Karlsruhe 1936 - Decke
Eugen Wahl, Meistergeige op. 351 aus Karlsruhe 1936 - Decke
Eugen Wahl, Meistergeige aus Karlsruhe 1936 - Boden
Eugen Wahl, Meistergeige aus Karlsruhe 1936 - Boden
Eugen Wahl, Meistergeige aus Karlsruhe 1936 - Zargen
Eugen Wahl, Meistergeige aus Karlsruhe 1936 - Zargen
Eugen Wahl, Meistergeige aus Karlsruhe 1936 - Schnecke
Eugen Wahl, Meistergeige aus Karlsruhe 1936 - Schnecke
Herkunft: Karlsruhe
Erbauer: Eugen Wahl
Bodenlänge: 35,7 cm
Jahr: 1936
Archiv

Eugen Wahl, Meistergeige op. 351 aus Karlsruhe 1936

Diese Meistergeige ist eine vorzügliche Arbeit von Eugen Wahl, die im Jahr 1936 auf der Höhe der bemerkenswerten Laufbahn dieses süddeutschen Geigenbauers entstand. Wie viele hochtalentierte Meister der Geigenbaugeschichte schlug Wahl zunächst nicht die üblichen Wege seiner Zunft ein, sondern erlernte in seiner Geburtsstadt Heilbronn die Holzbildhauerei. Über das Geigenspiel fand der begabte Musiker schließlich zum Geigenbau, den er sich, von seiner Ausbildung profitierend, autodidaktisch aneignete, um 1913 bei Heinrich Kessler in Mannheim die Meisterprüfung abzulegen. Nach dem Ersten Weltkrieg zog er nach Karlsruhe, wo er sich mit seiner ganzen Kraft dem Geigenbau widmete und zum Obermeister der Innung sowie zum Vorsitzenden der Prüfungskommission aufstieg. Als ausnehmend produktiver Meister, der insgesamt 560 neue Instrumente gebaut hat, erwarb er sich rasch einen ausgezeichneten Ruf. Die hier angebotene Violine ist sein op. 351, so der unten als Zertifikat verlinkte Original-Kaufbeleg, und zeigt die individuelle Interpretation des Stradivari-Modells, mit der Wahl höchst erfolgreich war, in ihrer schönsten Ausprägung. Die recht breite Ausführung des Korpus mit seiner flach gehaltenen Wölbung, die Eugen Wahl nach einem selbst entwickelten System zwischen Decke und Boden abstimmte, begründet die hervorragenden Schwingungseigenschaften der Geige. Hochwertige Tonhölzer gehören zu den Charakteristika seiner Instrumente, und Wahl akzentuiert die interessante Maserung der Decke aus erstklassiger Fichte und des wundervoll geflammten, einteiligen Ahorn-Bodens mit einem reichhaltigen, orangeroten Öllack von hoher Transparenz. Das Original-Etikett im Inneren der Geige und Eugen Wahls stilvoller Brandstempel auf dem Bodenplättchen belegen die Authentizität dieses rissfrei erhaltenen Instruments, das von seinem einzigen Besitzer viel gespielt, aber mit größter Sorgfalt behandelt wurde und dem entsprechend kaum Nutzungsspuren trägt. Durchgesehen und spielfertig hergerichtet in unserer Werkstatt überzeugt diese moderne Meistervioline nicht zuletzt mit der Strahlkraft ihres hellen und obertonreichen, brillanten Klanges. Der Vater der Einlieferin des Instruments kaufte diese Geige selbst bei Eugen Wahl in Karlsruhe.

Verkauft €

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