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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Löwenkopfgeige, Mittenwald um 1880 - Vorderansicht
Löwenkopfgeige, Mittenwald um 1880 - Vorderansicht
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Löwenkopf
Löwenkopf
Herkunft: Mittenwald
Erbauer: unbekannt
Bodenlänge: 35,0 cm
Jahr: 1880 circa
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Mittenwalder Löwenkopfgeige, spätes 19. Jahrhundert

Diese antike Löwenkopfgeige ist eine hochgewölbte Mittenwalder Geige des späten 19. Jahrhunderts, die um 1880 gebaut und mit einem hübschen Löwenkopf im Stile Martin Kriners versehen wurde. Seine sorgfältige Schnitzarbeit hebt sich deutlich von den zahlreichen Variationen des in dieser Zeit sehr beliebten Ornaments ab, die, in stärker stillisierter und wesentlich schlichterer Form, vor allem im sächsischen Raum entstanden. Dagegen sind Augen, Augenbrauen und Zunge der hier angebotenen Geige überaus feiner und detailliert ausgeführt, sie lassen die reiche Holzschnitztradition des Alpenraumes erkennen, wie sie etwa für ihre Weihnachtskrippen und Heiligenfiguren berühmt ist. Von gelb-brauner Farbe ist der typische Mittenwalder Lack, der mit der Zeit stark nachgedunkelt ist dessen Patina teil der gewollten Antikisierung ist. Kleine und elegant geschwungene F-Löcher runden die antike Erscheinung des Instrumentes ab, das wir rissfrei in sehr gutem Zustand anbieten, von unserem Geigenbauer aufgearbeitet und spielbereit. Ein kraftvoller Beleg der Mittenwalder Herkunft dieser Löwenkopfgeige ist ihr heller und silbriger, gereifter Klang, der mit seiner mittleren Klangstärke für Kammermusik besonders geeignet ist.

Verkauft €

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