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Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani - Violine
Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani - Violine
Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani - Violine
Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani - Boden
Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani - Boden
Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani - Zargen
Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani - Zargen
Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani - Schnecke
Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani - Schnecke
Inventarnr.: A28
Herkunft: Spilamberto (Modena)
Erbauer: Luigi Mozzani
Bodenlänge: 35,6 cm
Jahr: Mitte 20. Jahrhundert

Italienische Solisten - Geige, Giovanni Fontana bei Luigi Mozzani (Zertifikat Eric Blot)

Diese moderne italienische Geige ist ein vorzüglich gelungenes Instrument, das klar in der Tradition der Bologneser Schule steht und eine sehr seltene Arbeit von Giovanni Fontana ist, gebaut in der Luiteria Luigi Mozzani. Luigi Mozzani, der aus einer armen Schuster- und Weber-Familie in Ancona stammte, absolvierte zunächst eine beeindruckende Karriere als Oboist, an deren Höhepunkt er Mitglied der New Yorker Philharmoniker unter Arturo Toscanini war. Parallel dazu widmete er sich der Gitarre, der sein eigentliches Interesse galt, und avancierte auf diesem Instrument bald zu einem der einflussreichsten Virtuosen seiner Zeit. 1910 gründete Luigi Mozzani in Cento seine eigene Gitarrenwerkstatt, in der ab 1917 auch Streichinstrumente entstanden. Seinen hohen Qualitätsansprüchen folgend arbeitete Mozzani dabei mit einem exzellenten zeitgenössischen Geigenbauer zusammen, dem vier Jahre jüngeren Carlo Carletti, der seine Kunst bei Fiorini, Pollastri und Sofritti gelernt hatte – und der für die berühmte Werkstatt Leandro Bisiachs sogar „weiße“ Instrumente baute. Carlo Carletti schuf die Grundlagen für die zwar kleine, aber erlesene Violin-Sparte in Luigi Mozzanis Werkstatt, und auch die hier angebotene, sehr seltene Arbeit von Giovanni Fontana reflektiert seinen Einfluss in ihrer vollendet gelungenen Ausarbeitung und ihrem individuellen, gereiften Stil von ansprechender Eleganz. Sie gehört zu den spätesten Mozzani-Instrumenten und trägt eine Signatur von 1941, in den kaum zwei Jahren, in denen er am Ende seines Lebens noch einmal tätig sein konnte – in Rovereto, nachdem seine Werkstatt und sein 1929 gegründetes Lehrinstitut „Liuteria Italiana Luigi Mozzani“ acht Jahre lang wegen Repressalien der faschistischen Diktatur geschlossen bleiben mussten. Eine handschriftliche Signatur auf dem Oberklotz im Inneren des Korpus belegt, dass die Geige im Jahr 1941 gebaut wurde, als eine Arbeit, die schon in der Wahl erstklassiger Tonhölzer die reiche Erfahrung und die sichere Hand ihres Erbauers erkennen lässt: Die feinjährige Fichte der Decke ist von selten zu findender Qualität, und der eng geflammte Ahorn des zweiteiligen Bodens überzeugt sowohl mit seiner edlen Ästhetik als auch mit seinen hervorragenden Schwingungseigenschaften. Ein reichhaltiger, orange-roter Öllack betont die Maserung dieser feinen Hölzer und die äußerst sauber geführte Einlage, die die prägnante Randarbeit abrundet. Perfekt und unbeschädigt erhalten qualifiziert sich diese moderne italienische Meistervioline mit der tragenden Brillanz ihres kraftvollen, obertonreichen und hellen Klanges für das solistische Spiel. Diese Geige verdiente die Empfehlung eines professionellen Violinisten, Mitglied der 1. Violinen eines bekannten Münchner Orchesters.

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