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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790 - Decke
Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790 - Decke
Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790 - Decke
Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790 - Boden
Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790 - Boden
Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790 - Zargen
Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790 - Zargen
Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790 - Schnecke
Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790 - Schnecke
Herkunft: Markneukirchen
Erbauer: Johann Georg II. Schönfelder
Bodenlänge: 35,8 cm
Jahr: ca. 1790
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Johann Georg II Schönfelder: Markneukirchener Meistergeige um 1790

Diese Meistervioline von Johann Georg Schönfelder ist ein erstklassiges Instrument von einem der besten vogtländischen Geigenbauer des späten 18. Jahrhunderts. Schönfelders Arbeiten genießen bis heute einen ausgezeichneten Ruf – nicht allein unter Musikern, sondern auch unter Geigenbauern der traditionsreichen Region um Markneukirchen, die seine historischen Modelle als Vorbild für exzellente Neubauten heranziehen. Der individuelle, markante Stil Schönfelders zeigt sich an dieser Violine in souveräner Reife: Die feine, nah am selbstbewusst akzentuierten Rand geführte Einlage ist ein unverkennbares Charakteristikum seines Werkes, und die elegante Schnitzarbeit der kleinen Schnecke beweist sowohl die ästhetische Sensibilität als auch die reiche handwerkliche Erfahrung des Meisters, der sich in der Entstehungszeit dieser Geige auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn befand. Ausladende Ober- und Unterbügel bestimmen die kraftvolle Persönlichkeit des ausgesprochen hübschen Instruments, dessen Decke aus sorgfältig gewählter, feinjähriger Fichte und dessen einteiliger Boden aus hochwertigem, mild geflammtem Ahorn gebaut wurde. Schönfelders Brandstempel I*G*S im Inneren des Korpus belegt die Herkunft dieses hervorragend erhaltenen antiken Meisterinstruments, das nur die üblichen Spielspuren und eine klanglich unbedeutende, solide ausgeführte Restaurierung aufweist. So verbindet sein Klang einen flötigen, warmen und gereiften Charakter mit vorzüglicher Resonanz und Stärke, die diese spielfertig hergerichtete Geige für präzise, anspruchsvolle Interpretationen qualifizieren.

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