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corilon violins
Klassische Wiener Geige von Johann Christoph Leidolff, 1756
Klassische Wiener Geige von Johann Christoph Leidolff, 1756
Klassische Wiener Geige von Johann Christoph Leidolff, 1756
Inventarnr.: 5376
Herkunft: Wien
Erbauer: Johann Christoph Leidolff
Bodenlänge: 35,7 cm
Jahr: 1756
Klang: Warm, gereift, flötig

Klassische Wiener Geige von Johann Christoph Leidolff, 1756

Diese klassische Wiener Geige von Johann Christoph Leidolff erzählt eine geheimnisvolle Geschichte aus dem reichen musikalischen Leben der Habsburger-Monarchie in der Zeit der Kaiserin Maria Theresia. Als späte Arbeit Johann Christoph Leidolffs reflektiert diese Violine das reife Werk eines Geigenbauers, der zu den führenden Exponenten seiner Zunft gehörte und die erfolgreichste Werkstatt in der Hauptstadt des Kaiserreichs Österreich-Ungarn führte. Dass es seinen Mitarbeitern nach seinem Tod im Jahr 1758 gelang, das erreichte Niveau unter der Führung seiner Witwe über viele Jahre zu behaupten, spricht für den überragend guten Namen, den sich Johann Christoph Leidolff zu Lebzeiten erworben hatte. Als Schüler seines Vaters Nikolaus Leidolff stand er treu in der an Jakob Stainer orientierten familiären Tradition, die den Wiener Stil im Streichinstrumentenbau der Klassik wesentlich beeinflusste. Die Schnecke und die F-Löcher der hier angebotenen Geige geben ein markantes, unverkennbares Beispiel dieser Formensprache in ihrer schönsten Ausprägung. Ein gut erhaltenes Wachs-Siegel und eine Inventarnummer auf der Unterseite dieses mit Johann Christoph Leidolffs Original-Etikett versehenen Instruments sowie weitere Markierungen auf der Decke und am Wirbelkasten weisen darauf hin, dass es wahrscheinlich direkt aus der Werkstatt in eine Instrumentensammlung verkauft wurde, wie sie die Institutionen der höfischen Musikkultur, vor allem aber Kirchen und Klöster im Habsburgerreich pflegten. So eröffnet diese Geige dank ihres hervorragenden, mit lediglich einem Stimmfutter und keinen weiteren Beschädigungen sorgfältig restaurierten Zustands einen selten zu findenden Zugang in die Musikwelt der Wiener Klassik und lädt mit dem flötigen Charakter ihres warmen und gereiften Klanges zu anspruchsvollen Interpretationen zeitgenössischer und jüngerer Literatur ein.


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