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Historische Geige von Johannes Gäßler, Mittenwald 1764 (Zertifikat Hieronymus Köstler)

In der dritten Generation des Mittenwalder Geigenbaus schrieben die Schüler von Sebastian Klotz das handwerkliche Erbe seiner großen Geigenbauer-Familie in die Musikgeschichte fort – wie Johannes Gäßler, aus dessen Hauptwerk diese feine, klangschöne Violine stammt.

Diese fein gearbeitete, klangschöne Violine von Johannes Gäßler gewährt als typisches Beispiel des...

In der dritten Generation des Mittenwalder Geigenbaus schrieben die Schüler von Sebastian Klotz das handwerkliche Erbe seiner großen Geigenbauer-Familie in die Musikgeschichte fort – wie Johannes Gäßler, aus dessen Hauptwerk diese feine, klangschöne Violine stammt.

Diese fein gearbeitete, klangschöne Violine von Johannes Gäßler gewährt als typisches Beispiel des klassischen Mittenwalder Geigenbaus einen interessanten Blick in die Blütezeit dieses Handwerks im oberen Isartal, die von Sebastian Klotz und seinen Brüdern Georg Klotz und Johann Carl Klotz geprägt war – nicht zuletzt dank exzellenter Schüler und Nachfolger, die sich in ihre Tradition einreihten und Instrumente von bleibendem Wert nach dem Modell jener großen Vorbilder bauten. Auch Johannes Gäßler stand als Schüler von Sebastian Klotz im unmittelbaren Einflussbereich dieser berühmten Geigenbauerdynastie, und die hier angebotene Violine, eine ausdrucksstarke Arbeit seiner reifen Werkphase, stellt ihn als überaus versierten, geschmackvollen und musikalisch sensiblen Meister vor. Die Tonhölzer, die er für den hoch gewölbten Korpus auswählte, sind sowohl akustisch als auch ästhetisch von erster Qualität; die feinjährige Fichte der Decke und der eng geflammte Ahorn des einteilig gearbeiteten Bodens geben sich unverkennbar als hochwertige Materialien zu erkennen, an denen die Karwendelregion reich war und ist. Die in vollendeter Präzision gearbeitete Randeinlage ist weit in die Ecken gezogen und erweist die souveräne Hand Gäßlers, der die charaktervolle Schnecke mit fein ausgearbeiteten Details gestaltet hat. Die Ausbuchser der Wirbellöcher belegen die Wertschätzung, die frühere Generationen dieser besonderen, mit Johannes Gäßlers hübschem Original-Zettel versehenen antiken Violine entgegengebracht haben. Wir haben uns bei einer gründlichen Durchsicht von ihrem tadellosen, rissfreien Erhaltungszustand überzeugt, in dem sie über alle Vorzüge ihres über die lange Zeit von mehr als 250 Jahren gereiften Klanges verfügt – eine strahlende, edle Stimme von silbriger Feinheit.

Inventar-Nr.
5456
Erbauer
Johannes Gäßler
Herkunft
Mittenwald
Jahr
1764
Klang
gereift, präzise, silbrig, fein
Bodenlänge
35,3 cm
Violine von Andreas Gäßler, Mittenwald 1764
Historische Geige von Johannes Gäßler, Mittenwald 1764 (Zertifikat Hieronymus Köstler)
Historische Geige von Johannes Gäßler, Mittenwald 1764 (Zertifikat Hieronymus Köstler)
Historische Geige von Johannes Gäßler, Mittenwald 1764 (Zertifikat Hieronymus Köstler)
Geigenzettel von Andreas Gäßler, Mittenwald 1764
Historische Geige von Johannes Gäßler, Mittenwald 1764 (Zertifikat Hieronymus Köstler)
Historische Geige von Johannes Gäßler, Mittenwald 1764 (Zertifikat Hieronymus Köstler)
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