Sebastian Klotz: Feine Mittenwalder Violine um 1750 (Zertifikat Hieronymus Köstler)

Diese Geige von Sebastian Klotz ist eine historische Rarität und erstklassiges Klanginstrument: Ein selbstbewusstes musikalisches Statement der reifen Geigenbaukunst dieses Meisters um 1750

Eine historische Rarität von höchster musikalischer und handwerklicher Güte ist diese antike Mittenwalder Meistergeige, die Sebastian Klotz um die Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut hat. Sie repräsentiert das reife Hauptwerk dieses einflussreichen Meisters, der in der öffentlichen Wahrnehmung stets hinter seinem Vater Matthias zurückblieb, ihm aber in Wahrheit mindestens ebenbürtig war – und in der Forschung längst als der eigentliche Schöpfer der...

Diese Geige von Sebastian Klotz ist eine historische Rarität und erstklassiges Klanginstrument: Ein selbstbewusstes musikalisches Statement der reifen Geigenbaukunst dieses Meisters um 1750

Eine historische Rarität von höchster musikalischer und handwerklicher Güte ist diese antike Mittenwalder Meistergeige, die Sebastian Klotz um die Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut hat. Sie repräsentiert das reife Hauptwerk dieses einflussreichen Meisters, der in der öffentlichen Wahrnehmung stets hinter seinem Vater Matthias zurückblieb, ihm aber in Wahrheit mindestens ebenbürtig war – und in der Forschung längst als der eigentliche Schöpfer der spezifischen Klotz-Violine angesehen wird. Mit dem von Sebastian Klotz oft verwendeten, original erhaltenen Jacobus-Stainer-Zettel nimmt diese Arbeit Bezug auf das dominierende Violinmodell seiner Epoche, beweist aber in ihrer durch und durch sorgfältigen, exzellenten Ausarbeitung das ganze Talent, die hervorragende Ausbildung und nicht zuletzt die souveräne, innovative Schaffenskraft dieses Meisters, der den Mittenwalder Geigenbau weit über seine eigene Generation hinaus prägte. Die Wahl zurückhaltend gemaserter Tonhölzer darf als ästhetisches Understatement gewertet werden und steht für eine kompromisslose Orientierung an optimalen Schwingungseigenschaften, die die seltene Klangqualität dieser Geige begründet. Mit der gleichen Sorgfalt, mit der Sebastian Klotz die Randeinlage als sichtbares Merkmal ausgeführt hat, sind die Wölbungen des Korpus gearbeitet, deren Vollendung sich in dem großen, warmen und volumenreichen, gereiften und mit einem leicht süßen Charakterzug strahlend schönen Klang erweist. Nach einer mit größter Sensibilität und Umsicht durchgeführten Restaurierung befindet sich diese hochinteressante Sebastian Klotz Geige in erstklassigem Zustand. Ihre Herkunft sowie die Mittenwalder Provenienz der in späterer Zeit ersetzten Schnecke bestätigt ein Zertifikat des renommierten Stuttgarter Experten für historische Streichinstrumente Hieronymus Köstler.

Sebastian Klotz Geige um 1750
Sebastian Klotz Geige um 1750 - Boden
Sebastian Klotz Geige um 1750 - Zargen
Sebastian Klotz Geige um 1750 - später ergänzte Schnecke
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