Jean-Joseph Martin für J. Hel, um 1880, französischer Geigenbogen (Zertifikat J.-F. Raffin)

Jean Joseph Martin gilt als eine tragische Gestalt des französischen Streichbogenbaus im 19. Jahrhundert

Dieser feine französische Geigenbogen von Jean Joseph Martin ist im späten 19. Jahrhundert um 1880 entstanden. J.-J. Martin gilt als eine tragische Gestalt des französischen Streichbogenbaus im 19. Jahrhundert, war er doch ein hoch talentierter Meister und langjähriger Mitarbeiter des großen Jean-Baptiste Vuillaume, doch fehlte Jean-Joseph Martin das entscheidende Quentchen Glück zu eigenem geschäftlichem Erfolg....

Jean Joseph Martin gilt als eine tragische Gestalt des französischen Streichbogenbaus im 19. Jahrhundert

Dieser feine französische Geigenbogen von Jean Joseph Martin ist im späten 19. Jahrhundert um 1880 entstanden. J.-J. Martin gilt als eine tragische Gestalt des französischen Streichbogenbaus im 19. Jahrhundert, war er doch ein hoch talentierter Meister und langjähriger Mitarbeiter des großen Jean-Baptiste Vuillaume, doch fehlte Jean-Joseph Martin das entscheidende Quentchen Glück zu eigenem geschäftlichem Erfolg. Besonders sprechend ist der Umstand, dass Martin ab 1870 half, die Bogenbau-Sparte von Thibouville-Lamy aufzubauen, und sich damit einen großen Konkurrenten selbst schuf, dem ein gewisser Anteil am Misserfolg von Jean-Joseph Martins eigener Werkstatt zukommt. Der hier angebotene Geigenbogen wurde von Jean-Joseph Martin für das Haus Joseph Hel gebaut, er trägt entsprechend einen "J. Hel" Händlerstempel auf der Stange über dem Frosch. Groß, warm, klar und französisch ist der Ton. Die kräftige Stange mit rundem Querschnitt weist eine sehr hohe Spannkraft und damit sehr gute Sprungeigenschaften auf - eine Kombination, die in Verbindung mit einem großen Ton recht selten zu finden ist. Jean-Joseph Martin fertigte die Stange wurde aus hellem, orangebraunem Fernambukholz und versah sie mit einem feinst gearbeiteten, silbermontierten Ebenholzfrosch. Bemerkenswert sind die Erhaltung der originalen Schraube und Mutter der Bogenmechanik. Bei einem Gesamtgewicht von 59,5 g liegt der gefühlte Schwerpunkt des 74,9 cm langen Geigenbogens zentriert, leicht in der oberen Hälfte und wird bei 24,7 cm gemessen. Sein großer, klarer, warmer und fließender Klang ist besonders volmenreich und kraftvoll und seiner edlen französischen Herkunft würdig. im Preis inbegriffen ist ein Zertifikat des Pariser Experten J. F. Raffin, Paris.

Jean-Joseph Martin, feiner Französischer Geigenbogen für J. Hel, um 1880 - Frosch
Jean-Joseph Martin, feiner Französischer Geigenbogen für J. Hel, um 1880 - Kopf
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