Suche:
corilon violins

Suche

Instrumenten-Finder

Welchen Klang suchen Sie?
Sie können nur eine oder mehrere Eigen­schaften auswählen und beliebig kombinieren.

Instrumente
Herkunft
Jahr
Klang

Archiv

Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


corilon violins

Jean-François Raffin: Zehn Stunden – und kein Wort


Biographische Notizen zu Jean-François Raffin, einem der weltweit führenden Experten für französische Streichbögen


Jean-François Raffin gehört zu den anerkanntesten Experten für französische Streichbögen und hat gemeinsam mit seinem Lehrer Bernard Millant das Standardwerk „L'Archet“ veröffentlicht. Die Laufbahn des am 20. Mai 1947 in Paris geborenen J. F. Raffin begann in einer Zeit, in der sich der französische Geigen- und Bogenbau tiefgreifend veränderte. Nach dem Zweiten Weltkrieg durchlebte die Musikkultur Frankreichs eine langjährige Phase der Stagnation, in der viele Instrumentenbauer nicht mehr an ihre einstige Größe anknüpfen konnten. Ein Beispiel dafür ist die Geschichte der bedeutenden Bogenbauer-Familie Bazin. Sie steht zugleich für die Neuorientierung des Handwerks in den 1950er bis 1970er Jahren, die auch den Werdegang von J.F. Raffin geprägt hat. Im Jahr 1968 ging Jean-François Raffin als junger Mann nach Mirecourt, um bei Jean Eulry (28.6.1910-5.6.1986), dem großen Lehrmeister des modernen französischen Geigenbaus, seine Lehre zu beginnen. Sie folgte, wie J. F. Raffin in „L'Archet“ schreibt, noch ganz der alten französischen Handwerkstradition: „zehn Stunden ununterbrochen an der Werkbank und ... «kein Wort».“ Drei Jahre später war mit der 1970 gegründeten Nationalen Geigenbauschule, an der J.F. Raffin 1971 als einer der ersten seine Abschlussprüfung bestand, bereits eine neue Epoche angebrochen.


J. F. Raffin arbeitete zunächst als Geselle für Etienne Vatelot (*13.11.1925), den Gründer der Geigenbauschule von Mirecourt, um schon 1972 bei Bernard Millant (*13.5.1929) in Paris Anstellung zu finden. Hier erlernte J. F. Raffin die Kunst des Bogenbaus, die sich als seine wahre Berufung erweisen sollte. In den siebzehn Jahren seiner Mitarbeit im Hause Millant erforschte Jean-François Raffin die alten Meister des Streichbogenbaus und machte sich 1989 in der Rue de Rome Nr. 68 selbständig, in nachbarschaftlicher Nähe zu seinem Lehrer Bernard Millant. Seine tiefe Kenntnis des französischen Bogenbaus ließ J.F. Raffin bald zu einem gefragten Experten werden, so dass seine eigene, an den Klassikern des 19. Jahrhunderts orientierte Arbeit in den Hintergrund trat. 1996 wurde er zum Gutachter am Appellationsgericht bestellt; Expertisen und Restaurationen alter Meisterbögen sowie das umfangreiche, in den Jahren 1996-2000 entstandene zweibändige Opus „L'Archet“ prägen das Lebenswerk von Jean-François Raffin, der zudem als Lehrer viele wichtige Bogenbauer der jüngeren Generation beeinflusst hat. Einen Blick in die aktuelle Arbeit des „Unruheständlers“ ermöglicht J.F. Raffins Website unter der Adresse www.jfraffin.fr.


Jean-François Raffin · 10 Rue de Constantinople · 78008 Paris · FRANKREICH
Phone: +33 1 55 30 01 47 · info@jfraffin.fr

Verwandte Beiträge:

Le Canu-Millant: Geigenbau und Expertise

Vatelot-Rampal: Von der Kunst, Geigen zu heilen

Beares, London: Expertise im Wandel der Zeiten

Eric Blot, Experte von Cremona

W.E. Hill & Sons: Auf dem Parnass der Geigenbaukunst

Bazin's Enkel: Streichbogenbau in bewegter Zeit

Morizot, père et frères: Die kurze Geschichte einer großen Bogenbauer-Familie

Eugène Nicolas Sartory: Ein moderner Klassiker des Bogenbaus

François Nicolas Voirin und der neue französische Geigenbogen

Joseph Alfred Lamy père: Eine Schlüsselfigur des modernen Bogenbaus

Nicolas Lupot - der zweite große Name neben J.B. Vuillaume

François Xavier Tourte, Begründer des modernen Geigenbogens

Der Concours Etienne Vatelot und andere Geigenbauwettbewerbe

Neuzugänge in unserem Katalog
  • 3/4 - Antike französische Médio-Fino 3/4 Geige der „gelben“ Reihe, um 1870
  • Feiner deutscher Meisterbogen
  • Kraftvoller Deutscher Geigenbogen von H. R. Pfretzschner
  • Ernst Heinrich Roth, alte Bubenreuther Geige von 1955, inkl. Zertifikat
  • Moderne Italienische Geige, Luigi Agostinelli, 1953
  • Antike böhmische Geige nach Niccolo Amati, um 1900
  • 7/8 - Damengeige, 7/8 Geige von Schuster & Co., circa 1910
  • Sächsische Geige, 1940'er Jahre, warmer Ton
  • Moderne Französische Solisten - Bratsche, Jacques Camurat, Paris 1958
  • Französischer Geigenbogen, Charles Louis Bazin Werkstatt (Zertifikat J.F. Raffin)
  • 3/4 - antike französische 3/4 Geige, Modell Breton
  • Silbermontierter Geigenbogen, für K. van der Meer Amsterdam
  • Feiner deutscher Geigenbogen nach Sartory, edel und süss im Ton
  • Moderne Mittenwalder Bratsche, Matthias Klotz 1982
  • Empfehlenswerte sächsische Geige mit brilliantem, dunklem Klang
  • Markneukirchner Violinbogen, heller, klarer Ton, leicht
  • Antike Klingenthaler Violine, um 1850
  • Deutsche Violine der Gebrüder Wolff, Kreuznach, 1905
  • Feine Englische Violine, 19. Jahrhundert, für Solisten
  • Zeitgenössische Meistergeige, Victor Unsworth, "Ysaye" Guarneri, England
  • 7/8 - Italienische 7/8 Geige, Carlo Melloni, Bologna 1932 (Zertifikat Eric Blot)
  • 7/8 - Michael Reindl, Mittenwalder 7/8 Meistergeige, 1935
  • Italienische Geige, Mailand 1979, Delfi Merlo (Zertifikat Delfi Merlo)
  • Italienische Geige um 1920, Stefano Caponetto (Zertifikat Christian Lijsen)