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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Georg II Carl Klotz: reife Mittenwalder Violine um 1780 - Decke
Georg II Carl Klotz: reife Mittenwalder Violine um 1780 - Decke
Georg II Carl Klotz: reife Mittenwalder Violine um 1780 - Boden
Georg II Carl Klotz: reife Mittenwalder Violine um 1780 - Boden
Georg II Carl Klotz: reife Mittenwalder Violine um 1780 - Zargen
Georg II Carl Klotz: reife Mittenwalder Violine um 1780 - Zargen
Georg II Carl Klotz: reife Mittenwalder Violine um 1780 - Schnecke
Georg II Carl Klotz: reife Mittenwalder Violine um 1780 - Schnecke
Herkunft: Mittenwald
Erbauer: Georg (II) Carl Klotz
Bodenlänge: 35,4 cm
Jahr: circa 1780
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Georg II Carl Klotz: reife Mittenwalder Violine um 1780 (Zertifikat Hieronymus Köstler)

Georg Carl (II) Klotz, auch bekannt als Georg Kloz II, gehörte zweifellos zu den produktivsten und besten Meistern seiner Familie, die den Mittenwalder Geigenbau im 17. und 18. Jahrhundert beeinflusst hat wie keine andere. Instrumente seines Werkes reflektieren das große Vorbild seines Vaters und Lehrmeisters Sebastian Klotz, dessen ältester Sohn er war; und so ist die hier angebotene Violine der Zeit nach 1780 ein lebendiges und charaktervolles Stück süddeutscher Geigenbaugeschichte. Der original erhaltene Zettel in ihrem Korpus ist vollständig von Hand geschrieben, wie alle Etiketten des jungen Meisters zwischen 1751 und 1754 - datiert auf das Jahr 1753. Der Vergleich mit einer anderen Violine seines Spätwerks, die ein Schwesterinstrument dieser Geige sein könnte, lässt aber keinen Zweifel daran, dass Georg Klotz sie in den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens baute. Offenbar wurde ein altes Etikett nachträglich eingebracht, vielleicht, um die Geige posthum zu kennzeichnen. Als reife Arbeit der zweiten Generation nach Mathias Klotz, der als Begründer des Mittenwalder Geigenbaus gilt, stellt diese Violine einen vorzüglich ausgebildeten und hochtalentierten Meister mit reicher Erfahrung vor, in ihrer Exaktheit und großen Treue zu jenem klassischen Geigenmodell, das von Sebastian und dessen Bruder Georg I. Klotz entwickelt worden war. Die Randeinlage ist ein harmonischer Ausdruck größter Sorgfalt und Genauigkeit; die kleinen, barocken F-Löcher bilden mit der großen Schnecke einen hübschen Kontrast. Gefertigt aus hochwertiger, regelmäßig gemaserter Fichte und subtil geflammtem Ahorn, wird die wunderschöne Erscheinung dieser Violine durch das unverwechselbare Bild ihres größtenteils wiederhergestellten Originallackes bestimmt. Wie es einem viel gespielten Instrument von so hohem Alter zusteht, weist die Geige zahlreiche Spuren der Zeit auf sowie einige Restaurierungen der Decke, die fachkundig und mit höchster Präzision ausgeführt wurden. Ein Aufwand, den allein die historische Bedeutung dieser zertifizierten Mittenwalder Klotz Geige rechtfertigen würde, und den ihr differenzierter, süßer Klang mit dem spezifischen Charakter eines alten Streichinstruments gebietet. Ein im Preis inbegriffenes Zertifikat des bekannten Stuttgarter Experten Hieronymus Köstler bestätigt die Herkunft dieser Violine, die ob ihres wundervollen Klanges viel mehr ist als eine historische Trouvaille.

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