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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Pieter Rombouts, Amsterdam: Fine violin from around 1720 (certificate Serge Stam)
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Pieter Rombouts, Amsterdam: seltene holländische Violine um 1720
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Pieter Rombouts, Amsterdam: violon des pays de basse, 1720
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Pieter Rombouts, Amsterdam: Violine um 1720 (Zertifikat Serge Stam) - Schnecke
Pieter Rombouts, Amsterdam: Violine um 1720 (Zertifikat Serge Stam) - Schnecke
Herkunft: Amsterdam
Erbauer: Pieter Rombouts
Bodenlänge: 35,6 cm
Jahr: circa 1720
Archiv

Pieter Rombouts, Amsterdam: Violine um 1720 (Zertifikat Serge Stam)

Diese seltene, um 1720 gebaute holländische Meistergeige ist eine späte Arbeit des Amsterdamers Pieter Rombouts (1667-1728), der als der bedeutendste Meister des klassischen niederländischen Geigenbaus seiner Zeit gilt – neben Hendrick Jacobs, seinem Stiefvater, Lehrer und Vorgänger in der gemeinsamen Werkstatt. Zu der souveränen Gelassenheit, die das vorzüglich gelungene Instrument ausstrahlt, hatte Pieter Rombouts allen Anlass: Seit rund 15 Jahren führte Rombouts die ererbte Werkstatt mit großem Erfolg, und musste als Mann von erheblichem Vermögen in seinem letzten Jahrzehnt niemandem mehr etwas beweisen. Sein gesamtes Berufsleben hatte er im Hause Hendrick Jacobs verbracht, dem nachgesagt wird, seine Lehrzeit bei Amati in Cremona verbracht zu haben, und seine exzellente Begabung im geschützten, familiären Raum entwickelt. Es spricht für Hendrick Jacobs als Lehrmeister – dem nachgesagt wird, selbst bei Amati ausgebildet worden zu sein – dass er dem kaum zwanzig Jahre alten Pieter Rombouts eigene Stilvorstellungen zugestand, die ab 1686 klar zu beobachten sind. So ist auch die hier angebotene Geige eine selbstbewusste Arbeit, die nicht dem für Jacobs maßgeblichen Amati-Modell folgt, sondern dem in jener Zeit sehr gefragten, hoch gewölbten Vorbild der Instrumente Jacob Stainers. Ein Ausdruck reifer Meisterschaft ist die Wahl interessant gemaserter, hochwertiger Tonhölzer, deren Jahrringe in einem dendrochronologischen Gutachten zwischen 1599 und 1714 datiert wurden. Die mitteljährige Fichte der Decke und insbesondere die markante Flammung des zweiteiligen Ahornbodens verleihen dieser Geige ein unverwechselbares Profil – unter einem außergewöhnlich schönen, leuchtenden und hochtransparenten Lack, der ältere Urteile der Forschung über die Lackierungen Pieter Rombouts' eindrucksvoll widerlegt. Spuren vieler Musikergenerationen und alte Restaurierungen haben den Charakter dieses antiken Instruments fortgeschrieben, und mehrere spätere Geigenbauer haben verschiedene sichtbare Risse mit seinem historischen und musikalischen Wert angemessenen Aufwand repariert. - wir empfehlen diese vollständig aufgearbeitete und sofort spielfertige Geige für ihre einzigartige Persönlichkeit und ihren wunderbar feinen, edlen und gereiften, golden schmelzenden Klang. Im Preis inbegriffen sind ein dendrochronologisches Gutachten von Arjaan Versteeg, München und ein Echtheits-Zertifikat des Utrechter Experten Serge Stam.

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