Pierre Joseph Hel Violine
Pierre Joseph Hel: Feine französische Violine, Lille, 1901
Pierre Joseph Hel: Feine französische Violine, Lille, 1901
Pierre Joseph Hel: Feine französische Violine, Lille, 1901
Pierre Joseph Hel Geigenzettel
Abb. |
Verkauft

Pierre Joseph Hel: Feine französische Violine, Lille, 1901

Zu den letzten Arbeiten des im Jahr 1902 früh verstorbenen französischen Geigenbauers Pierre Joseph Hel gehört diese wunderschöne Violine, die er 1901 in Lille vollendete. In der charaktervollen, reifen Erscheinung dieser Joseph Hel Violine und in seinen erstklassigen musikalischen Eigenschaften offenbart sich noch einmal die Kunst dieses Meisters, der zu den bedeutendsten und einflussreichsten Zeitgenossen des späten Jean-Baptiste Vuillaume – seines frühen Förderers – gehörte. Trotz dieser Verbindung ist Pierre Joseph Hel der anderen großen...

Zu den letzten Arbeiten des im Jahr 1902 früh verstorbenen französischen Geigenbauers Pierre Joseph Hel gehört diese wunderschöne Violine, die er 1901 in Lille vollendete. In der charaktervollen, reifen Erscheinung dieser Joseph Hel Violine und in seinen erstklassigen musikalischen Eigenschaften offenbart sich noch einmal die Kunst dieses Meisters, der zu den bedeutendsten und einflussreichsten Zeitgenossen des späten Jean-Baptiste Vuillaume – seines frühen Förderers – gehörte. Trotz dieser Verbindung ist Pierre Joseph Hel der anderen großen Tradition im französischen Geigenbau des 19. Jahrhunderts zuzurechnen, die auf Nicolas Lupot zurückgeht und einen eigenen, experimentierfreudigeren und höchst innovativen Umgang mit den historischen Vorbildern der Cremoneser Klassik pflegte – um auf diesem Wege Instrumente von höchster musikalischer und ästhetischer Qualität zu erreichen. Diesem Ideal entspricht die hier angebotene Meistergeige vollkommen, die Joseph Hel mit seinem Original-Etikett und mehreren handschriftlichen Signaturen im Inneren des Korpus als authentische Meisterarbeit gekennzeichnet hat.
Die eher sanfte Maserung der Fichtendecke kontrastiert reizvoll mit der kraftvollen, tiefen Flammung des zweiteiligen Ahornbodens; ein optisches Spiel, das die hervorragende Qualität dieser mit größter Sorgfalt und Erfahrung gewählten Tonhölzer sichtbar werden lässt und in dem dunkelroten Öllack mit seiner geheimnisvollen Transparenz und edlem Craquellé seine attraktive Vollendung findet. Die Schnecke ist eine ausdrucksstarke und für Joseph Hel charakteristische Schnitzarbeit, die den Rang dieser Violine zusätzlich und mit gesundem Selbstbewusstsein unterstreicht. Ein Zertifikat des international renommierten Stuttgarter Experten Hieronymus Köstler belegt die Herkunft dieser Violine, die mit leichten Restaurierungen bestens erhalten ist und die als historisches Werk dieses bekannten Meisters sowohl eine zuverlässige Wertanlage als auch ein Spitzeninstrument für höchste musikalische Ansprüche ist. Ihr gereifter, edler Klang ist von dunkel-singendem Charakter.