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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


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Die Väter Bazin: Der große Name des Bogenbaus von Mirecourt


Teil 1 der bewegten Geschichte einer großen Bogenmacher-Dynastie:
François Xavier Bazin und Charles Nicolas Bazin prägen den französischen Bogenbau


In den 1840er Jahren begann in Mirecourt die Geschichte der großen Bogenbauer-Familie Bazin, die über vier Generationen wirkte und für mehr als einhundert Jahre den französischen Streichbogenbau prägte: Aufrechte Meister ihrer Kunst, in deren Lebensläufen die bewegte Geschichte ihrer Epoche Spuren hinterlassen hat. Anders als viele Bogenbauer seiner Zeit begann François Xavier Bazin seine Laufbahn unter denkbar günstigen Voraussetzungen: Der am 10.5.1824 in Mirecourt geborene Gründer der Bogenbau-Dynastie Bazin erlernte seine Kunst in Paris bei Dominique Peccatte und J. B. Vuillaume, die zu den angesehensten Meistern ihrer Zeit gehörten. Als François Xavier Bazin 1845 nach Mirecourt zurückkehrte, heiratete und seine eigene Werkstatt eröffnete, dürften ihm die berühmten Namen viele Türen geöffnet haben – sofern sie nicht schon längst offen standen, wegen der sehr guten Verbindungen, die sein Vaters Joseph Eustache B. (1785-1863), ein Fuhrunternehmer, zu den Instrumentenbauern der Stadt pflegte.

Charles Nicolas Bazin Geigenbogen, für E. Henry a Paris - Frosch

Charles Nicolas Bazin, feiner französischer Geigenbogen

Herkunft: Mirecourt
Erbauer: Charles Nicolas Bazin
Gewicht: 53.8 g
Jahr: circa 1885

Französischer Geigenbogen von Charles Nicolas Bazin, Mirecourt

Französischer Geigenbogen, Atelier Charles Nicolas Bazin

Herkunft: Mirecourt
Erbauer: Atelier Charles Nicolas Bazin
Gewicht: 55,6 g
Jahr: 1900 circa

François Bazin verleugnete seine Lehrer nicht, und so waren seine Bögen bis ca. 1860 typische Arbeiten der Peccatte-Schule. Erst nachdem sein Sohn Charles Nicolas Bazin in die väterliche Werkstatt eingetreten war, näherten sich die Werke von Vater und Sohn immer mehr dem Modell Voirins an. Noch bevor sich aber ein Ziel dieser Entwicklung abzeichnen konnte, wurde François Bazin am 1.8.1865 ein Opfer der Cholera, die in Mirecourt wütete. Verfrüht musste der gerade 18jährige Charles Nicolas Bazin die väterliche Werkstatt übernehmen und zudem seine 1867 gegründete eigene Familie ernähren. Für die Weiterentwicklung seines eigenen Stils blieb in dieser Lage offenkundig wenig Raum, so dass er zunächst weiter nach dem alten Bogenmodell seines Vaters arbeitete und auch dessen Stempel verwendete. Charles Nicolas Bazin erwies sich dabei als würdiger Erbe und etablierte sich bis 1880 als überaus erfolgreicher Geschäftsmann und angesehener Bürger seiner Heimatstadt. In den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nahm er die Arbeit an seinem eigenen Bogenmodell wieder auf und verfeinerte insbesondere die Köpfe der Bögen, die nun auch mit dem neuen Stempel „C. BAZIN“ versehen wurden. Nach der Jahrhundertwende beschäftigte er bis zu 17 Mitarbeiter, die mehr als 2.000 Bögen pro Jahr hergestellt haben dürften, und betrieb einen sehr erfolgreichen Handel von Materialien und vorgefertigten Teilen für den Bogenbau.



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Neuzugänge in unserem Katalog
  • Alte Italienische Geige, Officina Claudio Monteverde, 1921, Cremona
  • Couesnon, Alte französische Geige, Mirecourt um 1910
  • Charles Claudot "Le Marquis de lair", antike französische Geige um 1850
  • Sehr schöne Klingenthaler Hopf Geige, um 1840
  • ÜBERARBEITET; KLANGPROBE: 18. Jahrhundert: Markneukirchener Bratsche, um 1780
  • ÜBERARBEITET; NEUE KLANGPROBE: Feine zeitgenössische Meistergeige, Wolfgang Schiele, München
  • Italienische Bratsche, Stefano Conia, Cremona 1985 (Zertifikat Stefano Conia)
  • ÜBERARBEITET, NEUE KLANGPROBE: Französische Meistergeige No. 34 von Paul Hilaire, 1950
  • Französische "Rugginelli" Violine, für Beare & Son, 1902
  • 3/4 - Feine Französische 3/4 Violine, um 1910
  • Alte Französische Geige, Collin-Mézin (fils), 1947, "Le Victorieux", No. 120
  • Charles Nicolas Bazin: Silbermontierter Geigenbogen um 1885 nach Lupot, edler Ton (Zertifikat J.-F. Raffin)
  • Zeitgenössische Italienische Geige, Gianni Norcia, Bologna
  • Giulio Cesare Gigli, feine italienische Geige um 1760 (Zertifikat Etienne Vatelot)
  • KLANGLICH VERBESSERT: Schönbacher Bratsche von F. Fischer, 1935
  • Cremoneser Meistergeige, Piergiuseppe Esposti, 1998 (Zertifikat Piergiuseppe Esposti)
  • Feine Markneukirchner Bratsche, Johann Christian Voigt II, 18. Jahrhundert
  • Moderne Mittenwalder Bratsche, Matthias Klotz 1982
  • Feine italienische Bratsche von Marcello Martinenghi, 1949 (Zertifikat Eric Blot)
  • 1/2 - antike französische 1/2 Violine, um 1870
  • ÜBERARBEITET UND VERBESSERT: Ernst Heinrich Roth, Markneukirchen, kraftvolle Geige nach Guarneri, 1922
  • Feine Mittenwalder Geige, 18. Jahrhundert, zierlich und elegant, um 1780
  • Alte Mittenwalder Geige, Josef Rieger, 1927
  • Ernst Heinrich Roth, alte Bubenreuther Geige von 1955, inkl. Zertifikat