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Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Lebrun-Violine, J.T.L. Mirecourt um 1900 - Decke
Lebrun-Violine, J.T.L. Mirecourt um 1900 - Decke
Lebrun-Violine von J.T.L., um 1900 - Boden
Lebrun-Violine von J.T.L., um 1900 - Boden
Lebrun-Violine von J.T.L., um 1900 - Zargen
Lebrun-Violine von J.T.L., um 1900 - Zargen
Lebrun-Violine von J.T.L., um 1900 - Schnecke
Lebrun-Violine von J.T.L., um 1900 - Schnecke
Herkunft: Mirecourt
Erbauer: J.T.L.
Bodenlänge: 36,0 cm
Jahr: 1900 circa
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Lebrun-Violine von J.T.L., um 1900

In den bekannten Werkstätten von Jérôme Thibouville-Lamy (J.T.L.) in Mirecourt wurde um die Jahrhundertwende diese Geige der Marke „Lebrun“ gefertigt, ein interessantes Instrument von ausgefallener Erscheinung. Die mittelhoch gewölbte Violine ist mit einem Original-Etikett dieser J.T.L.-Reihe versehen und zeigt ein selten zu findendes Lackbild, bei dem die Flammung des einteiligen Ahorn-Bodens farbig nachgezogen worden ist - eine Technik, die an Methoden zur Imitation von Holzmaserung erinnert, wie sie im Kunsthandwerk des 19. Jahrhunderts beliebt waren. Auch die Randeinlage ist, wie bei vielen J.T.L.-Instrumenten, lediglich farbig angedeutet. Diesen eigenwilligen Stil rundet der antike Charakter des rotbraunen Lackes ab, der reizvolle Patina entwickelt hat und aussagekräftige Spielspuren früherer Besitzer aufweist. Ein individueller Akzent ist zudem die kleine, ausdrucksstarke Schnecke. Unsere Geigenbauer haben diese unbeschädigte, gut erhaltene Geige vollständig aufgearbeitet und spielfertig hergerichtet. Dabei haben sie den etwas zu stark geratenen Hals nachgearbeitet und im Sinne angenehmerer Spieleigenschaften schmaler gemacht. Mit einer neuen Palisander-Garnitur entfaltet diese besondere Geige ihren schönen, warmen Klang, der von guter Resonanz ist und eine leicht dunkle Note enthält.

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