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Louis Gillet, feiner französischer Cellobogen (Zertifikat J.F. Raffin)
Louis Gillet, feiner französischer Cellobogen (Zertifikat J.F. Raffin)
Louis Gillet cello bow
Louis Gillet cello bow
Inventarnr.: A23
Herkunft: Paris
Erbauer: Henry Louis Gillet
Bodenlänge: 85,5 g
Jahr: circa 1950

Louis Gillet, feiner französischer Cellobogen (Zertifikat J.F. Raffin)

Die Meisterwerke des französischen Bogenmachers Louis Henri Gillet werden oft mit den Arbeiten seines großen Zeitgenossen und langjährigen Weggefährten Eugène Sartory verglichen. In der Tat schätzte Sartory seinen zurückgezogen in Chalon-sur-Saône lebenden Kollegen Louis Gillet sowohl persönlich als auch fachlich, und vertraute auf seine Fähigkeiten in den letzten 12 Jahren seines Lebens. Louis Gillet blieb Sartorys Vorbild lange über dessen Tod hinaus verpflichtet und schuf gerade in den ersten Jahren nach Sartory großartige Bögen wie den hier angebotenen Louis Gillet Cellobogen, in dem die Vorzüge des modernen französischen Bogenbaus eine vollendete Ausprägung gefunden haben: Sein aktives Verhalten ist von einer überaus reaktionsfreudigen Lebendigkeit; der mittig empfundene Schwerpunkt und eine perfekte Gewichtsverteilung sorgen für ein durchgehend sicheres Spielgefühl, gerade in technisch diffizilen Situationen. Mit seinem fein ausgearbeiteten Kopf und dem schönen, silbermontierten Ebenholzfrosch mit Pariser Auge lässt der Cellobogen auch optisch den entwickelten Stil und die Kunstfertigkeit seines Erbauers erkennen, der den Frosch zudem mit einer Hill-Bahn auf eine intensive Nutzung vorbereitet hat. Man könnte versucht sein, die zahlreichen Spielspuren an diesem vergleichsweise jungen Bogen den besonderen Artikulationsformen der Neuen Musik anzulasten – in jedem Fall sprechen sie nicht von einer nachlässigen Behandlung, sondern von einem reichen und bewegten musikalischen Leben in der Hand anspruchsvoller, versierter Musiker. Die ausgezeichneten Eigenschaften der oktogonalen Stange aus Fernambuk sind unberührt geblieben, und so überzeugt dieser Meisterbogen mit einem fließenden Klang in bester französischer Tradition. Ein im Preis inbegriffenes Zertifikat des renommierten Experten J.F. Raffin belegt die Herkunft des Bogens, den wir angesichts der starken Spielspuren, einer kleinen Reparatur an der Daumenstelle und seines in späterer Zeit ersetzten Kapselbeinchens zu einem selten günstigen Preis anbieten und besonders empfehlen.


Neuzugänge in unserem Katalog
  • Moderne Italienische Geige, Luigi Agostinelli, 1953
  • Antike böhmische Geige nach Niccolo Amati, um 1900
  • Empfehlenswerte sächsische Geige mit brilliantem, dunklem Klang
  • 7/8 - Damengeige, 7/8 Geige von Schuster & Co., circa 1910
  • Sächsische Geige, 1940'er Jahre, warmer Ton
  • Moderne Französische Solisten - Bratsche, Jacques Camurat, Paris 1958
  • Französischer Geigenbogen, Charles Louis Bazin Werkstatt (Zertifikat J.F. Raffin)
  • Moderne Mittenwalder Bratsche, Matthias Klotz 1982
  • 3/4 - antike französische 3/4 Geige, Modell Breton
  • Silbermontierter Geigenbogen, für K. van der Meer Amsterdam
  • Feiner deutscher Geigenbogen nach Sartory, edel und süss im Ton
  • Markneukirchner Violinbogen, heller, klarer Ton, leicht
  • 3/4 - deutscher 3/4 Geigenbogen, um 1950
  • Antike Klingenthaler Violine, um 1850
  • Deutsche Violine der Gebrüder Wolff, Kreuznach, 1905
  • Feine Englische Violine, 19. Jahrhundert, für Solisten
  • Zeitgenössische Meistergeige, Victor Unsworth, "Ysaye" Guarneri, England
  • 7/8 - Italienische 7/8 Geige, Carlo Melloni, Bologna 1932 (Zertifikat Eric Blot)
  • 7/8 - Michael Reindl, Mittenwalder 7/8 Meistergeige, 1935
  • Italienische Geige, Mailand 1979, Delfi Merlo (Zertifikat Delfi Merlo)
  • Italienische Geige um 1920, Stefano Caponetto (Zertifikat Christian Lijsen)
  • Feine Wiener Meistergeige, Franz Angerer, 1898
  • Interessante Süd-Italienische Geige, um 1900/1920
  • Zeitgenössische Französische Geige, Alain Moinier, Mirecourt, 1992 No. 57