David Christian Hopf sen., vogtländische Geige

Diese außergewöhnlich klangschöne Meistergeige ist ein hochinteressantes Instrument, das Anfang des 19. Jahrhunderts mit großer Wahrscheinlichkeit von David Christian Hopf sen. gebaut wurde. Das markante Geigenmodell Caspar Hopfs – jenes historischen Meisters, der drei Generationen früher zu den Gründern des Geigenbaus im sächsischen Vogtland gehörte – findet in den Arbeiten seiner Nachfahren um 1800 seine stilprägende Vollendung, die sich in der hier angebotenen David Christian Hopf sen. Violine mustergültig artikuliert: Während die leicht „eckige“ Form der Oberbügel, die Proportionen des Korpus und der berühmte...

Diese außergewöhnlich klangschöne Meistergeige ist ein hochinteressantes Instrument, das Anfang des 19. Jahrhunderts mit großer Wahrscheinlichkeit von David Christian Hopf sen. gebaut wurde. Das markante Geigenmodell Caspar Hopfs – jenes historischen Meisters, der drei Generationen früher zu den Gründern des Geigenbaus im sächsischen Vogtland gehörte – findet in den Arbeiten seiner Nachfahren um 1800 seine stilprägende Vollendung, die sich in der hier angebotenen David Christian Hopf sen. Violine mustergültig artikuliert: Während die leicht „eckige“ Form der Oberbügel, die Proportionen des Korpus und der berühmte Hopf-Stempel unterhalb des Zäpfchens zu den unverkennbaren, augenfälligen Merkmalen des Hopf-Modells gehören, lassen nicht zuletzt die Holzwahl und das Lackbild jene Akzente erkennen, die für die vierte und fünfte Generation der Familie Hopf typisch sind. Sie gehen maßgeblich auf David Christian Hopf sen. zurück, der in der älteren Forschung – nicht zuletzt wegen des üblichen Mangels an schriftlichen Quellen – oft mit seinem gleichnamigen Sohn oder ganz anderen Mitgliedern der Familie Hopf verwechselt wurde. Bereits in jungen Jahren stand David Christian Hopf sen. der Klingenthaler Geigenmacher-Innung vor und prägte sein Handwerk nicht zuletzt durch seine zahlreichen Gesellen nachhaltig. Auch die vorliegende Arbeit folgt in detailgenauer Treue dem Vorbild, und zeichnet sich durch ihre vollkommen ebenbürtige handwerkliche Qualität und ihre hervorragenden Klangeigenschaften aus. So lassen bereits die regelmäßige Fichte der Decke und der eng geflammte Ahorn des einteiligen Bodens auf den ersten Blick erkennen, dass diese Geige von einem gut etablierten, reifen Meister geschaffen wurde, der über ein wohlsortiertes Lager typischer regionaler Hölzer, eine exzellente Ausbildung und langjährige Erfahrung verfügte. Eine nachträglich vorgenommene Verlängerung des Halses am Halsfuß und eine meisterlich gefertigte, spätere Schnecke, mit der das Instrument auf eine moderne Mensur eingerichtet wurde, spricht für die Wertschätzung, die diese David Hopf sen. Violine bei ihren Vorbesitzern genossen hat. In ihrem rissfreien, vorzüglichen Zustand, von dem wir uns bei einer gründlichen Durchsicht überzeugt haben, eröffnet sie mit ihrer großen Stimme einen hochinteressanten Zugang in die Welt alter vogtländischer Instrumente. Sie erfüllt mit ihrem Klang, der im deutschen Geigenbau des frühen 19. Jahrhunderts seinesgleichen sucht, zugleich perfekt die Ansprüche von Musikern unserer Zeit, die mit ihrem farbenreichen, gereiften Ton differenzierte Interpretationen realisieren können. Dem großen Volumen in den unteren Bereichen entsprechen eine reizvolle Klarheit und leichte Süße in den oberen Lagen und verbinden sich zu einer charaktervollen Stimme von erstaunlicher Modulationsfähigkeit, wegen der diese feine, historische David Christian Hopf sen. Geige unsere klare Empfehlung für fortgeschrittene oder berufliche Violinisten verdient.

 
Corilon violins Zertifikate
violine
 

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Verkauft
Inventar-Nr.
5095
Erbauer
David Christian Hopf sen.
Herkunft
Klingenthal
Jahr
1810-1820
Klang
süss, etwas weich, farbenreich
Bodenlänge
35,5 cm
David Christian Hopf Sen. Geige
David Christian Hopf sen., Ahornboden
David Christian Hopf sen.: - Zargen Violine
David Christian Hopf sen. Geige Schnecke
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