Der Geigenbogen: Eine kurze Darstellung seiner Entwicklung
Die Geschichte des Geigenbogens ist ein oft vernachlässigtes Kapitel der Geigenbaugeschichte, oder anders: sie ist als die Geschichte des Geigenklanges ein zentrales Kapitel der Instrumentengeschichte. Erst der Bogen erweckt die Stimme der Violine zum Leben, und die Komposition von Stange, Frosch, Bogenkopf und Bespannung verrät mindestens so viel über die Instrumente einer Epoche wie etwa die Höhe ihrer Wölbung oder die Lackierung.
Dabei folgt die Entwicklung von Geigenbogen und Geige einem wiederkehrenden Modell wechselseitiger Beeinflussung von musikalischem und handwerklich-technischem Fortschritt: Jede bedeutende Innovation im Geigenbau folgte neuen musikalischen Ansprüchen oder schuf ihre Voraussetzungen – aber erst ein neues Bogenmodell löste sie ein. Mit jeder Etappe in der Geschichte des Bogenbaus wurde ein Klangversprechen Wirklichkeit, und wer fragt, wie die Geige zu einem führenden Instrument der europäischen Musiktradition geworden ist, kann gute Antworten finden, indem er sich dem Geigenbogen widmet.
In einer kurzen, drei Kapitel umfassenden einführenden Darstellung skizzieren wir die Entwicklung des Geigenbogens:
Teil I: Der Barockbogen
Teil II: Der Klassikbogen
Teil III: Der moderne Bogen
Biographische und regionale Einzeldarstellungen:
Bazin – Die bewegte Geschichte der großen Bogenbauer-Dynastie, in zwei Teilen
John Dodd – eine Legende von Austernschalen und Silberlöffeln
Joseph Alfred Lamy Père – Eine Schlüsselfigur des modernen Bogenbaus
Die Bogenbauer von Markneukirchen
Morizot, père et frères – Die kurze Geschichte einer großen Bogenbauer-Familie
Eugène Nicolas Sartory – Ein moderner Klassiker des Bogenbaus
James Tubbs: Der Klassiker des englischen Streichbogenbaus
François Nicolas Voirin und der neue französische Bogen
Jean Baptiste Vuillaume – Notizen zu Leben und Werk
W. E. Hill & Sons – Auf dem Parnass der Geigenbaukunst
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