Instrumente / Bögen: JTL

J.T.L. / Jérôme Thibouville-Lamy, eine der einflussreichsten Marken aus der goldenen Zeit des Musikinstrumentenbaus im französischen Mirecourt, entstand 1861 durch die Verbindung gut eingeführter Familienunternehmen: Mit der Heirat von Louis Emile Jérôme Thibouville und Marguerite Hyacinthe Lamy gewann die Zusammenarbeit Thibouvilles mit Charles Buthod und Charles-Claude Husson jenes Profil, unter dem das gemeinsame Unternehmen Jérôme Thibouville-Lamy zu internationaler Größe finden und den europäischen Instrumentenbau ein Jahrhundert lang bis zur Schließung 1968 maßgeblich bestimmen sollte. J.T.L.  gehörte für rund 100 Jahre zu den größten Instrumentenbau-Unternehmen Europas und nahm in der traditionsreichen französischen Geigenbaustadt Mirecourt die unangefochtene Spitzenstellung seiner Branche ein. Entstanden um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Zusammenschluss mehrerer erfolgreicher Werkstätten beruht die historische Bedeutung von J.T.L. nicht allein auf dem wirtschaftlichen Erfolg und dem hohen Niveau der Produktion, sondern auch auf der Rolle als Inkubator, aus dem Generationen exzellenter Geigenbaumeister hervorgingen – bis der Strukturwandel der globalen Instrumentenbau-Industrie im Jahr 1968 die Schließung dieses bemerkenswerten Unternehmens erzwang.