Suche:
corilon violins

Suche

Instrumenten-Finder

Welchen Klang suchen Sie?
Sie können nur eine oder mehrere Eigen­schaften auswählen und beliebig kombinieren.

Instrumente
Herkunft
Jahr
Klang

Archiv

Vertiefende Beiträge über Streichinstrumente und die Geschichte des Geigenbaus


Hopf: Eine vogtländische Geigenbauer-Dynastie


Hopf: Zur Geschichte einer Geigenbauer-Dynastie im sächsischen Vogtland


Caspar Hopf, Mitbegründer und prägende Gestalt des frühen Klingenthaler Geigenbaus, wurde vermutlich im Frühling 1650 in Graslitz (Kraslice) geboren. Der Sohn einer Einwandererfamilie ist der erste greifbare Meister des Geigenbaus in Klingenthal. Das Violinmodell der Hopf Geige mit seinem charakteristischen „eckigen“ Umriss, einer hoch gewölbten Decke bei sehr flach ausgeführtem Boden und der hellen, transparent lackierten Safran-Grundierung wirkte unter seinen Nachkommen und im vogtländischen Geigenbau über Generationen stilprägend.

Hopf Geige, ca. 1800 - Decke

Hopf, Klingenthal, frühe Violine um 1800

Herkunft:Klingenthal
Erbauer:Hopf
Bodenlänge: 35,7 cm
Jahr: 1800 circa

Hopf violin of Klingenthal

Klingenthaler Hopf Geige

Herkunft: Klingenthal
Erbauer: Hopf
Bodenlänge: 35,5 cm
Jahr: 1850 circa

Insgesamt 42 Geigenmacher rechnet die Forschung der Hopf Dynastie zu, deren Genealogie sich über bis zu acht Generationen nachvollziehen lässt. Ihr bekanntestes Mitglied ist David Hopf; mit seinem Namen sind Meistergeigen bezeichnet, die bis heute gefragte Instrumente sind. Ob die sehr guten, auffallend gelben und goldfarbenen Hopf Geigen von David Christian Hopf sen. (1734-1803) oder seinem Sohn David Christian Hopf jun. (1776-1830) gefertigt wurden, ist in den meisten Fällen allerdings unsicher. Wichtige, herausragende Arbeiten des vogtländischen Geigenbaus stammen zudem von zwei als David August Hopf signierenden Meistern, die im späten 18. bzw. frühen 19. Jahrhundert wirkten.


Der Rückbezug auf das Werk ihres Ahnherrn ist an den Arbeiten aller Geigenbauer der Familie Hopf deutlich sichtbar. Caspar Hopf starb am 21. August 1711 in Stolberg (Harz), auf dem Weg zur Braunschweiger Messe. So konnte er einen wichtigen Erfolg seiner Bemühungen um den Geigenbau in seinem Heimatort nicht mehr erleben, die Gründung der Klingenthaler Innung im Jahre 1716. Auch Caspar Hopfs Sohn Johann Michael Hopf setzte sich bis zu seinem frühen Tod im Jahre 1712 für dieses Anliegen seines Vaters ein. Dass seine Witwe Anna Rosina Hopf vier Jahre später in die neu gegründete Geigenmacher Innung aufgenommen wurde und wie ein Meister zwei Gesellen führen durfte, ist ein ganz außergewöhnlicher Vorgang und ein besonderes Kapitel der Geigenbaugeschichte, in dem sich die Bedeutung der Hopf-Dynastie offenbart.

In unserem Online-Katalog finden Sie eine große Auswahl an alten und antiken Streichinstrumenten.


Verwandte Beiträge:

Markneukirchen: Geigenbau im „Cremoneser“ Vogtland

Einige Markneukirchener Geigenbauer-Familien

Mirecourt: Die geräumige Wiege des französischen Geigenbaus

Mittenwald: Geigenbau "in media silva"

Matthias Klotz und der vormoderne Geigenbau in Mittenwald

Zeitgenössische Geigenbauer - Die neuen Künstler

Die Geige: Auswahl, Herkunft und Wert

Neuzugänge in unserem Katalog
  • Alte Französische Geige mit klarem, warmem Klang, Mirecourt, 1920er Jahre
  • Antike deutsche Geige nach Amati, 1900er Jahre
  • Interessante moderne Violine von Beare & Son, Beijing 1995
  • Deutsche Geige von Meinel & Herold, "Künstlervioline Nr. "20", Modell Guarneri
  • Albert Nürnberger: Kraftvoller, silbermontierter Geigenbogen
  • Feine Violine von Nicolò Gagliano, 1762 (Zertifikat J. & A. Beare)
  • Charles Nicolas Bazin: feiner, kraftvoller französischer Cellobogen (Zertifikat J.-F. Raffin)
  • Feine böhmische Meistergeige nach Guarneri, Schönbach 1920
  • H. Emile Blondelet, alte französische Violine Nr. 235
  • Feine Violine, Thir /-Umfeld, um 1750 (Zertifikat Hieronymus Köstler)
  • Deutscher Penzel Geigenbogen um 1960
  • 3/4 - Feine Französische 3/4 Violine, um 1910
  • Eckart Richter, feine zeitgenössische Meistergeige, Markneukirchen, 1995
  • Sehr gute Schönbacher Bratsche von F. Fischer, 1935
  • Markneukirchner Geigenbogen um 1930, heller, edler Ton
  • Leuchtend rote Mittenwalder Violine, um 1960
  • Alte Geige, Sachsen, 1920'er Jahre
  • Deutsche Geige mit klarem, obertonreichem Klang
  • 19. Jahrhundert: Antike Französische Violine, Pailliot um 1820
  • Kräftiger Markneukirchener Cellobogen
  • Sehr feiner Französischer Bratschenbogen, Pierre Testa, Paris (Neubau)
  • 1/2 - antike französische 1/2 Violine, um 1870
  • Feiner Meisterbogen von Hermann Richard Pfretzschner
  • Seltene historische Violine von Christoph Friedrich Hunger, Leipzig, 1776