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Geige oder Violine? Wissenswertes zum Streichinstrument

Übersicht: Was ist der Unterschied zwischen einer Geige und einer Violine? Wann und wo wurde die Geige erfunden? Wie ist eine Geige aufgebaut? Wie entsteht der Klang einer Geige? Der Geigenbauer – welche Bedeutung hat das Handwerk im Geigenbau? Alte oder neue Geigen – welche Geige klingt besser? Wichtige Geigenbauer gestern und heute Wichtige Geiger – berühmte Violinisten

Was ist der Unterschied zwischen einer Geige und einer Violine?

Im deutschen Sprachgebrauch unserer Zeit gibt es fast keinen Bedeutungsunterschied zwischen Geige und Violine – beide Wörter sind Synonyme und bezeichnen dasselbe Instrument. Da „Violine“ als Lehnwort eher zu einem gehobenen Sprachstil passt, soll es manchmal die besondere Qualität besserer Geigen kennzeichnen. Dennoch werden auch die besten Violinen der Welt durchaus „Geigen“ genannt. Bis ins späte 19. Jahrhundert jedoch war „Geige“ ein abwertender Ausdruck, der als solcher in einer bis ins Spätmittelalter reichenden Tradition stand. „Geigen“ waren zunächst die eher volkstümlichen Vorläufer-Instrumente der Geige wie die Fidel, im Unterschied zu den vornehmeren Gattungen Viola da Gamba und Viola da Bracchio, die ihrerseits von den modernen Geigen rasch verdrängt wurden, den Violinen von heute aber ihren Namen gegeben haben: „violino“ – „kleine Viola“.

Wann und wo wurde die Geige erfunden?

Die Entstehung der Geige liegt weitgehend im Dunkel der Geschichte. Wahrscheinlich entwickelte sie sich im Spätmittelalter und in der Renaissance aus Vorgängern wie der Fidel, dem Rebec, der Giga, dem Crwth und dem Trumscheit. Diese Phase kam im Werk der Geigenbauer-Familie Amati und des weltberühmten Meisters Antonio Stradivari zu einem Abschluss, seit dem das Modell der Geige nur noch in einzelnen Aspekten verändert worden ist.

Wie ist eine Geige aufgebaut?

Eine Geige besteht aus einem „Korpus“ genannten Resonanzkörper, über den die Saiten gespannt sind. Ein Saitenhalter, der am unteren Rand befestigt ist, fixiert das untere Ende der Saiten, während das obere Ende auf den Wirbeln im Wirbelkasten aufgewickelt wird – dies erlaubt, die Spannung der Saiten beim Stimmen stufenlos zu verändern. Der obere Abschluss des Wirbelkastens wird traditionell mit einem typischen Ornament der Renaissance- bzw. Barockzeit verziert, einer nach vorn eingerollten Schnecke. Für den nötigen Abstand der Saiten zum Korpus und für die Schwingungsübertragung sorgt eine kleine hölzerne „Brücke“, der sog. Steg, der vom Saitendruck ohne weitere Befestigung auf der Decke des Korpus gehalten wird. Oberhalb des Stegs verlaufen die Saiten über das Griffbrett bis zum Sattel, der als unterer Abschluss des Wirbelkastens den für das Greifen von Tönen notwendigen Abstand der Saite vom Griffbrett herstellt. Die meisten Geigen sind aus bestimmten europäischen und exotischen Holzarten gebaut. Für die Decke des Korpus hat sich Fichte bewährt, bevorzugt aus höheren Gebirgslagen; der Boden und die Zargen bestehen bei den meisten Instrumenten aus Ahorn. Für das Griffbrett und die an Decke und Boden umlaufende Einlage (eine in der Regel dreiteilige Intarsie) wird oft Ebenholz verwendet. Die Geige wird – abgesehen von der Innenseite des Korpus – mit einem transparenten farbigen Lack auf Öl- oder Spiritusbasis überzogen, der eine wichtige Rolle für das Schwingungsverhalten und den Klang des Instruments spielt.

Wie entsteht der Klang einer Geige?

Der Klang einer Geige wird sehr stark von der Qualität der verwendeten Hölzer beeinflusst, weshalb insbesondere die Materialen von Decke und Boden auch als „Tonhölzer“ bezeichnet werden. Der Korpus wird durch die Schwingung der Saite angeregt, vermittelt durch den Steg, der die Bewegung auf die Decke überträgt. Unterhalb des Steges sorgt ein kleines Holzstäbchen, der sog. Stimmstock, für die Weiterleitung der Schwingung zum Boden des Korpus. So werden der gesamte Resonanzkörper und die Luft in ihm in Schwingung versetzt; dies verstärkt den Ton der schwingenden Saite, während ihm die Eigenresonanz des Instruments eine besondere, individuelle Klangfarbe verleiht. Für eine zusätzliche Übertragung innerhalb der Decke und eine gewisse Dämpfung ihrer Schwingung sorgt der sog. Bassbalken, der auf der Innenseite der Decke etwas versetzt von der Mitte aufgeleimt wird. Wegen ihrer großen Bedeutung für die Gestaltung des Klanges nennt man Stimmstock, Steg und Bassbalken auch die „akustischen Elemente“ der Geige. Kleine Veränderungen an ihnen erlauben dem Geigenbauer, den Klang einer Geige mit vergleichsweise kleinen Eingriffen zu verbessern.

Der Geigenbauer – welche Bedeutung hat das Handwerk im Geigenbau?

Der Geigenbau ist ein handwerklicher Beruf, dessen Anforderungen und grundlegende Arbeitsweisen sich seit den Tagen Stradivaris und Amatis nicht wesentlich verändert haben. Dem widerspricht auch nicht, dass der weltweite Markt für Streichinstrumente heute stark von industrieller Produktion bestimmt ist; Spitzengeigen entstehen nach wie vor in reiner Handarbeit, und künstlerische Akzente entspringen auch heute der sorgfältigen Arbeit erfahrener Meister – deren besondere Fähigkeiten nicht zuletzt für die Pflege und Restaurierung historischer Geigen und für die klangliche Optimierung guter Violinen unerlässlich sind.

Alte oder neue Geigen – welche Geige klingt besser?

Es gibt kein Naturgesetz, nach dem alte oder neue Geigen per se besser oder schlechter klingen. Ausschlaggebend für den guten Klang einer Violine ist vor allem die Qualität des Instruments, die von zahlreichen Faktoren bestimmt wird – angefangen bei den Materialeigenschaften der Tonhölzer über die Sorgfalt bei ihrer Verarbeitung bis hin zur richtigen klanglichen Einstellung der Geige. Unbestritten ist gleichwohl, dass sich viele alte Geigen durch einen besonderen Klangcharakter auszeichnen, eine Reife im Ton, die bei neuen Instrumenten in dieser Form nicht zu finden ist. Darüber hinaus ist das künstlerische Statement historischer Geigenbaumeister, das im Klang ihrer antiken Instrumente erhalten geblieben ist, eine singuläre Inspiration für Musiker unserer Zeit.

Wichtige Geigenbauer gestern und heute

Die folgenden Geigenbauer haben die Geschichte ihrer Zunft geprägt bzw. gehören zu ihren interessantesten Exponenten in der Gegenwart. Eine Übersicht ohne Anspruch auf Vollständigkeit – in zeitlicher Reihenfolge

  • Giovanni Paolo Maggini (1580–1632)
  • Nicolò Amati (1596–1684)
  • Jacob Stainer (1618–1683)
  • Antonio Stradivari (1648–1737)
  • Caspar Hopf (1650–1711)
  • Matthias Klotz (1653–1743)
  • Carlo Giuseppe Testore (ca. 1660–1716)
  • Sebastian Klotz (1696–1775)
  • Giuseppe Guarneri del Gesù (1698–1744)
  • Nicolò Gagliano (1710–1785)
  • Giovanni Battista Guadagnini (1711–1786)
  • David Christian Hopf sen. (1734–1803)
  • Giovanni Francesco Pressenda (1777–1854)
  • Jean-Baptiste Vuillaume (1798–1875)
  • Joseph Hel (1842–1902)
  • Leandro Bisiach (1864–1946)
  • Gaetano Sgarabotto (1878–1959)
  • Christoph Götting (geb. 1948)
  • Patrick Robin (geb. 1956)
  • Samuel Zygmuntowicz (geb. 1956)
  • Daniele Scolari (geb. 1961)
  • Jan Špidlen (geb. 1967)
  • Marcus Klimke (geb. 1968)
  • Stephan von Baehr (geb. 1972)

Wichtige Geiger – berühmte Violinisten

Berühmte Geiger haben ihre Spuren nicht nur in der Musikgeschichte hinterlassen, sondern oft genug auch zeitgenössische Geigenbauer beeinflusst. Zu ihnen gehören – in zeitlicher Reihenfolge – unter anderen

  • Arcangelo Corelli (1653–1713)
  • Antonio Vivaldi (1678–1741)
  • Johann Georg Pisendel (1687–1755)
  • Giovanni Battista Viotti (1755–1824)
  • Rodolphe Kreutzer (1766–1831)
  • Niccolò Paganini (1782–1840)
  • Henri Vieuxtemps (1820–1881)
  • Eugène Ysaÿe (1858–1931)
  • George Enescu (1881–1955)
  • Jascha Heifetz (1901–1987)
  • Stéphane Grappelli (1908–1997)
  • Yehudi Menuhin (1916–1999)
  • Franz „Schnuckenack“ Reinhardt (1921–2006)
  • Ida Haendel (1928–2020)
  • Sigiswald Kuijken (* 1944)
  • Itzhak Perlman (* 1945)
  • Didier Lockwood (1956–2018)
  • Pavlo Beznosiuk (* 1960)
  • Anne-Sophie Mutter (* 1963)
  • Joshua Bell (* 1967)
  • Leonidas Kavakos (* 1967)
  • Daniel Hope (* 1973)
  • Patricia Kopatchinskaja (* 1977)
  • Hilary Hahn (geb. 1979)